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Projekt des Sportinstituts und der UMG Göttingen unterstützt krebskranke Kinder

Per Luftsprung zurück ins Leben Projekt des Sportinstituts und der UMG Göttingen unterstützt krebskranke Kinder

Johannes ist stolz. Den Rollstuhl braucht er bald nicht mehr. Zudem hat er ein Geschenk für Marian Schreiber mitgebracht. Einen kleinen Gummiball. Den überreicht das Energiebündel seinem Liebling als Dankeschön. Schreiber geht das Herz auf. Beide umarmen sich innig. „Luftsprung“ – ein Projekt des Sportinstituts und der Universitätsmedizin für krebskranke Kinder – hat das ungleiche Duo zusammengeschweißt.

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Geschafft: Johanna, Kirsten, Tobias, Johannes, Marian, Lina und Kyra (v.l.) feiern die erfolgreiche Besteigung einer Mattenburg.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Bis zu zehn erkrankte Kinder kommen Woche für Woche im Sportinstitut zusammen. Es sind ein paar Stunden Normalität. Raus aus dem Krankenhaus, Erholung von der Therapie. „Wenn sie sich bewegen, sind die Kinder im Hier und Jetzt“, beschreibt Schreiber, der mit weiteren Sportstudenten die Fünf- bis 17-Jährigen bei den kreativen sportlichen Übungen anleitet. „Die Angebote sind psychomotorischer Art und zielen darauf ab, das Selbstwertgefühl der Kinder zu steigern, indem sie Grenzen überwinden und mit der Zeit feststellen, dass ihr Körper leistungsfähiger ist, als gedacht“, sagt Ina Hunger, Professurinhaberin am Lehrstuhl für Sportpädagogik und -didaktik.

So wird beispielsweise die Kletterwand im Roxx bezwungen, und Gruppenspiele zur Förderung des Gemeinschaftsgefühls stehen auf dem Programm. „Jedes einzelne Kind macht Fortschritte“, betont Hunger. Johannes hat seine Therapie mittlerweile fast abgeschlossen, beim Familienfest des Projekts hat er unter tosendem Applaus den Rollstuhl verlassen und Vertrauen gefasst, wieder auf eigenen Beinen zu laufen.

Initiiert hat Luftsprung unter anderem Christof Kramm. Der Arzt an der Kinderonkologie der UMG wollte einen Anreiz für die kranken Kinder schaffen, sich während des Krankenhausaufenthalts zu bewegen. „Früher wurden Kranke in Watte gepackt. Heute weiß man, dass Sport als wesentlicher Faktor zur Genesung beiträgt“,  erklärt Kramm. Mitmachen können alle Kinder, deren Gesundheitszustand es zulässt. „Wir achten darauf, dass jeder Spaß hat und seine individuellen Ziele ohne Druck erreicht“, beschreibt Schreiber.

Der zwölfjährigen Johanna ist ihre Lebensfreude beim Herumtollen und Bezwingen einer Burg aus Schaumstoffmatten anzusehen. „Sie macht den Ärzten Druck, dass sie sich beeilen sollen, damit sie zu pünktlich Luftsprung kann“, berichtet Kramm über die Leukämie-Patientin. „Klettern macht besonders Spaß, dabei kann ich mich richtig austoben“, sagt Johanna und lächelt.

Das Projekt wird unter anderem vom Göttinger Wurstfabrikanten Frank-Walter Eisenacher, der die studentischen Hilfskräfte finanziert, unterstützt. Selbst Clemens Tönnies, Aufsichtsratsvorsitzender des FC Schalke 04, hat bereits für Luftsprung gespendet.

Von Rupert Fabig

Spendenkonto: Sparkasse Göttingen (260 500 01), KTO: 448, IBAN: DE55 0001 0000 0004 48, BIC: NOLADE21GOE, Verwendungszweck „Spenden Station 4031, Projekt Luftsprung, KST 1351150“

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