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RSV 05 profitiert beim 5:1 von Groner Aussetzern

Fußball-Landesliga RSV 05 profitiert beim 5:1 von Groner Aussetzern

Fußball-Landesligist RSV 05 hat den ersten Saisonsieg eingefahren, Aufsteiger FC Grone muss weiterhin auf den ersten Erfolg der Spielzeit warten: Das Derby am Groner Rehbach entschied das Team von der Benzstraße gestern Abend vor 450 Zuschauern mit 5:1 (2:0) für sich – allerdings unter tätiger Mithilfe des Gastgebers.

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Abgezogen: RSV-Verteidiger Mathias Klein (links) kommt gegen FC-Abwehrorganisator Christoph Behrens zum Schuss.

Quelle: Vetter

Grone. Im Spiel zwei nach der Entlassung des Trainers Holger Koch sind es zwei kuriose Treffer, die den RSV 05 in der ersten Hälfte auf die Siegerstraße bringen: Zunächst trudelt in der 21. Minute ein flach geschossener Eckball von Özkan Beyazit, der in der vergangenen Serie noch das FC-Trikot trug, an vier Gronern inklusive des Torwarts Denis Kobold direkt ins Tor. Kurz vor der Pause wiederum köpft Alexander Reinhardt völlig unbedrängt und ohne Not eine Flanke von Erol Saciri am verdutzten Kobold vorbei in die eigenen Maschen (44.) – die Laune von FC-Trainer Wilfried Rusteberg ist am vorläufigen Tiefpunkt angelangt.

Doch Grone, das bereits in den vergangenen Spielen in der zweiten Hälfte stärker wurde, kommt mit Elan aus der Kabine. FC-Angreifer Christopher Keil stiehlt sich im Rücken von Mike Strauß davon und schiebt einen langen Ball von Konstantin Junakow zum Anschlusstreffer ins RSV-Gehäuse (53.). Der Gastgeber ist allerdings nur für kurze Zeit wieder da. Wenig später steckt Beyazit bei einem Konter einen Ball für Saciri durch, der sich gegen zwei FC-Spieler durchsetzt und den alten Zwei-Tore-Vorsprung wiederherstellt (60.). Die über weite Strecken zwar temporeiche, jedoch ziemlich zerfahrene Partie gewinnt nun an Rasanz, und Keil trifft für Grone per Kopf nur den Pfosten (62.).

Die endgültige Entscheidung fällt schließlich innerhalb von drei Minuten: Jan-Paul Kleinschmidt, der kurz zuvor noch an RSV-Keeper Dennis Koch gescheitert ist, nimmt vor dem gegnerischen Gehäuse den Ball offensichtlich mit der Hand mit und sieht Gelb-Rot (66.). Kurz darauf wehrt FC-Abwehrchef Christoph Behrens eine Hereingabe von Erdem Kazan in die Mitte direkt auf Beyazit ab, der nur noch einzuschieben braucht (67.), und mit dem ersten Angriff nach Wiederanpfiff erhöht Daniel Washausen nach Hereingabe von Kazan per präzisem Schuss ins linke untere Eck auf 5:1 (68.). In der restlichen Spielzeit spielen die Gäste mit den Gronern Katz und Maus, versäumen es aber, das Ergebnis auszubauen. Der FC ist geschlagen – und hat sich teilweise selbst besiegt.

Folglich ist der Groner Coach Rusteberg nach dem Schlusspfiff restlos bedient: „Wir kassieren quasi vier Eigentore. Wenn ich mich so anstelle, kann ich sie auch selbst reinschießen“, schimpft er. „Die Tore waren total vermeidbar, normalerweise müssen wir mit einem 0:0 in die Pause gehen.“ Auch sein Gegenüber Jan Steiger, RSV-Teammanager und Interimstrainer, ist alles andere als zufrieden mit seinem Team. „Wir haben schlecht gespielt, die Leistung war nicht landesligatauglich“, kritisiert er. Unnötige Ballverlust habe man sich geleistet in den letzten 20 Spielminuten viel zu lässig agiert. Am kommenden Wochenende in Wolfenbüttel müsse sich die Mannschaft deutlich steigern. Ein Sonderlob hat er aber noch für Tomas Zekas übrig. Wer Steiger auf der Trainerbank beerbt und Nachfolger von Koch wird, stand gestern Abend noch nicht fest.

FC: Kobold – Behrens – Schrader, Leuze (51. Bilgeshausen) – Reinhardt, Kleinschmidt, Karanovic, Rusteberg – Keil, Junakow – Reinelt (71. Schweiger). – RSV 05: Koch – Klein, Horst, Förtsch, Strauß (75. Siric) – Washausen, T. Zekas – L. Zekas (68. B. Shaqiri), Kazan – Saciri (71. S. Shaqiri), Beyazit. – Tore: 0:1 Beyazit (21.), schießt Eckball direkt ins Tor; 0:2 ET (44.); 1:2 Keil (53.), verwertet Flanke von Junakow; 1:3 Saciri (60.), nach Zuspiel von Beyazit; 1:4 Beyazit (67.), nutzt Behrens-Schnitzer; 1:5 Washausen (68.), trifft unten links. – Bes. Vorkommn.: Gelb-Rot für Kleinschmidt wegen absichtlichen Handspiels (66.).

Von Eduard Warda

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