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RSV 05 will bei Aufstieg in Maschpark umziehen

Fußball-Landesliga RSV 05 will bei Aufstieg in Maschpark umziehen

Nein, an einen Aprilscherz habe er nicht gedacht. Vielmehr sei Burkhard Bartschat der Schrecken in die Glieder gefahren, als er davon hörte, dass sein RSV 05, dessen Vorsitzender er ist, nicht auf der NFV-Liste jener Klubs steht, die fristgerecht die Lizenzunterlagen für die Fußball-Oberliga eingereicht haben. SVG, FT Braunschweig – mehr stand da in der gestrigen Mitteilung nicht.

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Altehrwürdiger Maschpark: Hier will der RSV 05 im Fall des Oberliga-Aufstiegs seine Heimspiele austragen. Für einige Spiele kommt auch der Umzug ins Jahnstadion in Betracht.

Quelle: Hinzmann

Bevor sich die Presse erkundigte, ob sie in den April geschickt werden soll, hatte der ehemalige 05-Trainer Helmut Latermann am frühen Morgen Bartschat unterrichtet. „Das wäre furchtbar“, entfuhr es dem Vorsitzenden, als er die Möglichkeit durchspielte, dass eine bürokratische Nachlässigkeit den Tabellenzweiten der Landesliga im Aufstiegsfall daran hindern könnte, in der Oberliga zu spielen.

Dabei hatte Bartschat die Lizenzunterlagen am vergangenen Dienstag per Einschreiben aufgegeben. Doch landeten sie erst gestern, am 1. April, auf dem Schreibtisch des NFV-Mitarbeiters Steffen Heyerhorst. Zu spät.

Glücklicherweise hatte Bartschat den Einschreibe-Beleg aufgehoben, und als mittels dessen Sendenummer im Internet recherchiert wurde, kam heraus, dass sich die Unterlagen bereits am Donnerstag in Barsinghausen beim NFV befunden haben müssen. „Gott sei Dank ist es so ausgegangen“, gab Bartschat bereits am späten Vormittag Entwarnung. Warum wurden die Lizenzunterlagen nicht sicherheitshalber früher geschickt? „Da fragen Sie mal Herrn Steiger“, verwies Bartschat auf den Teammanager Jan Steiger. Dieser habe im vergangenen Jahr die Unterlagen sogar auf den letzten Drücker am 31. März persönlich nach Barsinghausen gebracht. „Vielleicht braucht er diesen Kick“, witzelte Bartschat. Kurze Zeit später schickte der NFV eine „korrigierte Fassung“ seiner Mitteilung. „Aufgrund eines Übermittlungsfehlers“ habe sich in die Presseinfo ein Fehler eingeschlichen, hieß es da.
In den Hintergrund gedrängt wurde bei der Aufregung um die Lizenzunterlagen das RSV-Vorhaben, bei einem Aufstieg im kommenden Jahr im Maschpark zu spielen. Bei einer Begehung der ehemaligen 05-Spielstätte unter der Woche habe Jörg Bollensen vom Betreiber Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF) grünes Licht gegeben. Die Oberliga-Auflagen seien im Maschpark ohne Probleme zu erfüllen, berichtete Bartschat – im Gegensatz zum Platz an der Benzstraße in Geismar, der den Anforderungen nicht entspreche. Thema eines Gesprächs mit GoeSF-Chef Alexander Frey ist darüber hinaus, im Falle des Oberliga-Aufstiegs einige Partien auch im Jahnstadion zu spielen. „Da ist aber noch nichts spruchreif“, betonte Bartschat. Die Maschpark-Lösung hingegen könne er sich „gut vorstellen“.

Die Fußballer des RSV haben am Sonntag eine Pflichtaufgabe zu lösen: Sie treten beim Schlusslicht Helmstedt an. Der Dritte SVG tritt nach dem 0:0 im Hinspiel am vergangenen Wochenende nun beim Vierten Acosta Braunschweig zum Rückspiel an. Im Kellerduell sollte der FC Grone beim Vorletzten Fallersleben tunlichst punkten, und der TSV Holtensen trifft auswärts auf den Achten Kästorf. Sämtliche Partien werden am Sonntag um 15 Uhr angepfiffen.

Braunschweiger SC Acosta – SVG. Nach der Punkteteilung am vergangenen Wochenende will sich die SVG nun mit einem „Dreier“ im Auswärtsspiel revanchieren. „Wir müssen an die zweite Halbzeit anknüpfen und Braunschweig mit spielerischen Mitteln schlagen, nicht wie in der ersten Halbzeit nur lange Bälle nach vorn schlagen“, fordert Trainer Carsten Lakies. Lehrke fehlt nach seiner roten Karten für zwei Spiele, Coskun fällt mit Zerrung aus.
VfB Fallersleben – FC Grone. Für FC-Trainer Wilfried Rusteberg gab es zuletzt reihenweise Hiobsbotschaften von der Personalfront. Sein Sohn ist rotgesperrt, der zweite etatmäßige „Sechser“ Karanovic erneut am Rücken operiert worden. Außerdem fehlen Kleinschmidt und Kobold (beide Wadenprobleme) sowie Özcan und Leuze (beide privat verhindert), so dass sich das Team fast von allein aufstellt. Trotzdem sei die Partie in Fallersleben „so ein Muss-Spiel“, sagt Rusteberg – gegen den Vorletzten müssen im Abstiegskampf drei Punkte eingefahren werden.

SSV Kästorf – TSV Holtensen. Der TSV reist mit der Empfehlung an, viermal hintereinander auswärts nicht verloren zu haben. „Wenn wir mit einem Punkt zurückkommen, bin ich zufrieden“, sagt Trainer Carsten Langar. Nach wie vor fallen Freyberg (Sprunggelenk) und Piper (Haarriss) aus.
Helmstedter SV – RSV 05. Bei den Gästen kehrt Keseling in die Mannschaft zurück, wenngleich sein Vertreter Hossmang auf der Innenverteidigerposition durchaus zu überzeugen wusste. Trotz des 7:1-Erfolgs im Hinspiel dürfe die Mannschaft den Gegner nicht unterschätzen warnt Teammanager Steiger. „Gegen uns strengen die sich doppelt und dreifach an.“

Von Eduard Warda

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