Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Mit Tunnelblick im Sprint

Franzi Arendt Mit Tunnelblick im Sprint

Radrennfahrerin Franzi Arendt vom Tuspo Weende hat in der Straßensaison 2015 23 Siege gefeiert und ist dafür als erfolgreichste Fahrerin der Altersklassen U 11 bis U 19 des Bezirks Braunschweig mit dem Thomas-Klein-Nachwuchspokal ausgezeichnet worden. „Ich komme immer recht flott voran“, sagt die Zwölfjährige.

Voriger Artikel
HG Rosdorf-Grone von Beginn an überlegen
Nächster Artikel
Neuer Streckenverlauf für Jedermannrennen

Franzi Arendt ist leidenschaftliche Radrennfahrerin.

Quelle: Mölders

Göttingen. Zum Radfahren ist sie mit sieben Jahren durch ihren radsportbegeisterten Opa gekommen. Doch gleich ihr erster Berg wäre beinahe ihr letzter gewesen: „Anfangs dachte ich, nur bei mir funktioniert der Windschatten nicht und in meinem ersten Rennen bin ich ausgeschieden, weil der steile Berg zu lang war“, berichtet die Schülerin der Göttinger Geschwister-Scholl-Gesamtschule, die später mal Tierärztin werden will. „Ich bin Radsport-ungeeignet“, habe sie gegenüber ihrem Trainer geklagt.

Die Allrounderin

Doch bald stellten sich die ersten Erfolge ein, zuletzt war sie in Klöden (Sachsen-Anhalt) in der Altersklasse U 13 nicht zu schlagen. „Besonders gut bin ich im Sprint. Ich habe einen Tunnelblick“, sagt die Sechstklässlerin. „Ihr großer Vorteil ist ihre mentale Stärke“, ergänzt Opa Frank Mölders - und ihr Selbstbewusstein, wäre zu ergänzen: „Ich kann viele Sachen sehr gut“, sagt Franzi, die Allrounderin.

Wettrennen mit ihren Mitschülern auf Straßenrädern sind seit einiger Zeit uninteressant, und auch Franzis 62-jähriger Opa kann seit eineinhalb Jahren nicht mehr mithalten. Die Zwölfjährige liebt die Geschwindigkeit: „Es gibt Momente, in denen Menschen das Gefühl haben können, zu fliegen, frei zu sein“ - sie selbst habe einen solchen Moment auf der Radbahn im SVG-Stadion am Sandweg erlebt, als sie durch eine Kurve fuhr. „Das ist ein tolles Gefühl gewesen“, berichtet sie.

Das Training sei durchaus anstrengend, „Holger Buch nimmt uns ganz schön ran“. Buch ist Abteilungsleiter von Tuspo Weende, seine Tochter Hannah zählt zu Franzis Idolen: „Sie ist ein bisschen wie eine größere Schwester für mich. Sie macht mich schnell“, sagt die U-13-Fahrerin über ihre Trainingspartnerin.

Aber auch das ehemalige Renn-Ass Hanka Kupfernagel zählt zur den Vorbildern: Sie hat Franzi einmal bei der Siegerehrung gratuliert und sie danach für eine Reparatur zum Radgeschäft begleitet. „Sie ist freundlich und hilfsbereit“, urteilt die Hobby-Fußballerin des ESV Rot-Weiß.

Fahrrad muss zum Trikot passen

Franzis nächstes großes Ziel ist der Landeskader. Wenn sie hinfällt, brennt es schon mal, aber das sei ihr seit einem Jahr eigentlich egal. Und wenn sie abhebt, holt Opa Frank Mölders sie zurück auf den Boden der Tatsachen. Zusammen mit ihm repariert sie den Lenker, und es macht ihr nichts aus, das Rad eineinhalb Stunden lang zu putzen. „Das hat es verdient“, sagt sie.

Franzi Arendt, weiß, was sie will - und hat als Sechstklässlerin schon ganz konkrete Vorstellungen: „Meine Fahrräder müssen immer zu meinen Trikot passen“, findet sie. „Ein Fahrrad muss zu dir passen. Wie ein Schuh zum Fuß passen muss.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
03.12.2016 - 20:32 Uhr

RB Leipzig hat den ersten Angriff des FC Bayern auf die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga abgewehrt. Die Sachsen gewannen mit 2:1 (1:1) gegen den FC Schalke 04 und stoppten den Höhenflug des Revierclubs, der nach zwölf Spielen in Serie wieder als Verlierer vom Platz ging.

mehr
Hardenberg Klassika Gartenmarkt