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Radsport: Rüdershäuser Hippler holt sich Titel in der Jugendklasse

German-Cycling-Cup Radsport: Rüdershäuser Hippler holt sich Titel in der Jugendklasse

Nach der Zielankunft in Münster hatte der Rüdershäuser Radsportler Johannes Hippler nur einen Wunsch: Er wollte sich einfach nur hinlegen und ausruhen. Ging aber nicht, denn der 15-jährige Schüler, der Mitglied des VCE Duderstadt ist, hatte sich gerade nach 110 Kilometern den Titel des Deutschen Meisters beim German-Cycling-Cup in seiner Altersklasse geholt.

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Flankiert von seinem Team Benotti: Johannes Hippler (Zweiter von links) erreicht gemeinsam mit seinem Onkel Heiko Schwedhelm, Thomas Hartje, Michael Knoll und Norbert Engelke (v.l.) die Ziellinie in Münster.

Quelle: EF

Rüdershausen. Hippler blieb auf seinen zwei müden Beinen stehen, realisierte erst gar nicht so richtig, was um ihn herum geschah. „Ich war total kaputt, aber inzwischen geht es wieder“, erzählt er nach dem Abschlussrennen des GCC, einer Jedermann-Rennserie.

Denkbar knapp war es vor dem Start in Münster, denn der Realschüler führte nur hauchdünn vor seinen Kontrahenten. Er durfte auf tatkräftige Unterstützung vor Ort bauen, denn mit seinem Onkel Heiko Schwedhelm, Thomas Hartje, Michael Knoll, Norbert Engelke und Vater Gerhard hatte der Jugendfahrer seinen eigenen „Rennstall“ am Start.

„Die sind ausschließlich für mich gefahren“, weiß das Talent sehr wohl, wem es den Erfolg mit zu verdanken hat.

„Ich bin gut ins Rennen gekommen“

Bereits einen Tag vorher reiste Johannes Hippler mit seiner Familie an. „Machen wir eigentlich immer so, denn die Rennen beginnen ja morgens sehr früh.“ So auch in Münster, als das Feld um acht Uhr auf die Strecke ging, bei optimalen äußeren Bedingungen. „Ich bin gut ins Rennen gekommen“, erinnert sich der neue Deutsche Meister.

Heiko Schwedhelm und Norbert Engelke vom Benotti Team arbeiteten mehr nach vorn, versuchten ihm den Wind abzuhalten, die übrigen „Benottis“ bemühten sich, die Konkurrenz in Schach zu halten.

„Ich habe mich in sehr guter Form gefühlt“, berichtet der Realschüler, den kurz vorher ein leichter Infekt erwischt hatte. Doch darauf konnte und wollte das Talent, das von Michael Kohlrautz trainiert wird, keine Rücksicht nehmen, war er doch seinem Titeltraum ganz nah. Im vergangenen Jahr hatte er die Jedermann-Serie als Dritter beendet, jetzt wollte er mehr.

Zwei Kilometer vor dem Ziel wurde der Eichsfelder und sein Team in eine brenzlige Situation verwickelt, die allerdings am Ende gut ausging. Viel länger hätte die Strecke dann auch nicht sein dürfen, musste der Jugendfahrer zwischenzeitlich schwer beißen. „Wir haben schon ein paar Höhenmeter gesammelt, aber ich sage mir dann immer, es geht auch wieder bergab“, sagt Hippler und schmunzelt dabei.

Der größte Triumph

Er realisierte seinen Traum, feierte nach seinen Top-Platzierungen bei der Tour d‘Energie in Göttingen, in Baunatal, Dresden, Bremen, Kritzow und jetzt in Münster den größten Triumph seiner noch jungen Karriere.

Eine Wiederholung wird es im nächsten Jahr wohl nicht geben, denn Johannes müsste altersbedingt in die Junioren-Klasse aufsteigen. In dieser ist der Trainingsaufwand allerdings noch größer, und angesichts des im kommenden Jahr anstehenden Schulabschlusses wird der Radsportler die Vernunft walten lassen und sich auf gute Noten konzentrieren.

Was aber nicht heißt, dass es nicht noch die eine oder andere Teilnahme an Jedermann-Rennen geben wird. Wobei die Rennrad-Saison erst einmal weitestgehend beendet ist. Vater und Sohn steigen jetzt aufs Mountainbike um.

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