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Robin Dechant läuft allen davon

5. Harzer Keiler Run Robin Dechant läuft allen davon

Er ist die größte Wildsau des Tages gewesen, doch in diesem Fall ist das ein Kompliment. Robin Dechant vom „Brooks Getting Tough Team“ hat sich beim 5. Harzer Keiler Run in Hörden am Harz den Sieg über die 25 Kilometer lange „Keilerfährte“ gesichert. Schnellste Frau war die Einbeckerin Agata Krafczyk.

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Spaß im Schlamm: beim 5. Harzer Keiler Run in Hörden am Harz dürfen die Teilnehmer keine Angst haben, sich schmutzig zu machen.

Quelle: Jan Helge Schneemann

Hörden. Der 26-jährige Extrem-Hindernislauf-Spezialist Dechant lag im Ziel deutlich vor dem Zweitplatzierten und kommenden WM-Teilnehmer Chris Lemke. Nach insgesamt 66 Hindernissen wirkte der Sieger, der bereits 2014 in Hörden triumphiert hatte, noch immer frisch, obwohl er eine kurze Nacht hinter sich hatte. Bereits um 4.30 Uhr hatte sich Dechant ins Auto gesetzt und war aus der Nähe Karlsruhes in den Harz gereist. „Ich hoffe, ich schaffe es auch noch rechtzeitig zurück zum deutschen EM-Spiel“, scherzte er nach seinem rasanten Run. Bereits nach gut zehn Kilometern lag er an der „Keilersuhle“, einem der spektakulärsten Hindernisse, mit mehr als zwei Minuten Vorsprung vorne. Per Salto sprang Dechant zwei Meter hinab in das rund 18 Grad kühle Wasser, ehe er dann unter einigen Baumstämmen hindurchtauchte. „Ich wollte von Anfang an Gas geben“, erklärte er.

Das tat Dechant so beeindruckend, dass auch Mitfavorit Chris Lemke vom Gastgeberteam „Harzer Keiler“ frühzeitig abreißen lassen musste. „Ich habe gemerkt, nach vorne komme ich nicht, also habe ich mein eigenes Ding gemacht“, erklärte der 34-Jährige. Den etwas verlängerten Lauf samt neuer Hindernisse empfand Lemke als sehr anstrengend und anspruchsvoll. Gut, wenn man dann ein so einfaches Erfolgsrezept wie Frauensiegerin Krafczyk hat. „Ich habe einfach alle hinter mir gelassen“, erklärte sie nach Platz eins und meinte damit gleichermaßen Konkurrentinnen wie Hindernisse.

Insgesamt nahmen in Hörden rund 1200 Erwachsene 12,5 oder 25 Kilometer auf sich, zudem starteten 211 Kinder beim „Ferkelrun“. „Dieses Mal haben wir viel Wert darauf gelegt, den Sportplatz zum Publikumsmagneten zu machen und dort auch einige Hindernisse aufzustellen“, erklärte Stefan Henkel vom Organisationsteam. Und so konnten die Zuschauer auch im Start- und Zielbereich hautnah mit dabeisein, wenn die Athleten kletterten oder schwammen - viele in Verkleidungen, geschminkt und für Mannschaften startend, die sich kreative Namen wie „Team Dreckspatzen“ oder „Stiftung Wadentest“ ausgedacht hatten.

Ebenso wie „Keilerfährten“-Gewinner Dechant kam auch der Champion der 12,5 Kilomter langen „Frischlingsfährte“ vom „Brooks Getting Tough Team“. Steffen Oppermann feierte seinen Goldrang mit einem lauten Jubelschrei. „Ich bin am Anschlag gelaufen“, berichtete er anschließend. „Nachher habe ich mich wie eine Lokomotive gefühlt. Es hat alles gequietscht ohne Ende.“

1400 Athleten zwischen fünf und 64 Jahren

Es ist der – laut Organisatoren – „härteste Extrem-Geländelauf Norddeutschlands: Der Harzer Keiler Run hat sich schnell zu einem Event entwickelt, das Sportler aus dem In- und Ausland anlockt. Bei der Debütveranstaltung 2012 gingen 300 Athleten an den Start. Ein Jahr später konnte Ausrichter TV Hörden sich bereits über eine Verdopplung der Teilnehmerzahl freuen. Inzwischen stehen rund 1400 Sportler zwischen fünf und 64 Jahren auf der Meldeliste. Um immer wieder neue Reize zu setzen, nehmen die Planer regelmäßig Modifizierungen am Streckenverlauf und den Hindernissen vor.

In diesem Jahr führte die Route erstmals zum Herzberger Welfenschloss. Und so sind Fazits wie das von „Frischlingslingsfährten-Sieger Steffen Oppermann das schönste Lob für den Veranstalter: „Geile Hindernisse, tolle Strecke – nächstes Jahr komme ich wieder.“ cro

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