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Rollkunstlaufen: Vier Athleten des 1. RC Göttingen gewinnen mit Dreamteam

Europameister ohne Medaille Rollkunstlaufen: Vier Athleten des 1. RC Göttingen gewinnen mit Dreamteam

Im Dreamteam haben vier Rollkunstläufer des 1. RC Göttingen ihren Traum verwirklicht. Anne Klinger, Lea Sundmacher, Kira Gilster und Hendrik Kulle sind in Bremerhaven Europameister mit der Auswahl der besten niedersächsischen Formationsläufer geworden. Im September wollen die Göttinger auch von der Weltmeisterschaft im kolumbianischen Cali eine Medaille mitbringen.

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Formations-Europameister: Anne Klinger, Lea Sundmacher, Hendrik Kulle und Kira Gilster (v.l.).

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Oder besser gesagt: Überhaupt eine Medaille bekommen. „Bei der EM gab es einfach keine. Selbst Urkunden hat nicht jeder erhalten“, erzählt Kulle. Den Ärger über das fehlende Edelmetall hat das Quartett aber schnell runtergeschluckt. Zu sehr überwiegt die Freude über den nicht für möglich gehaltenen Coup in der mit 4000 Zuschauern ausverkauften Bremerhavener Stadthalle. „Wir haben Deutschland den ersten EM-Sieg seit 14 Jahren beschert“, erklärt die 15-jährige Klinger. Und dabei neben Estland, einer weiteren deutschen Gruppe und Israel gleich drei Formationen des kontinental als unbezwingbar geltenen Konkurrenten aus dem Rollkunstlauf-Mekka Italien hinter sich gelassen.

„Bei der Heim-EM waren wir besonders aufgeregt, die Emotionen waren am Kochen, aber wir wussten um unsere Topform“, erinnert sich Gilster, die Sport und Germanistik studiert. Als die Bewertung der Jury nach der fünfminütigen Kür, in der das Dreamteam zu Musik der Scorpions möglichst präzise und synchron vorgegebene Figuren wie eine Mühle mit frei gestalteten Elementen verband, aufleuchtete, war klar, dass eine italienische Formation besiegt war. „Dann begann das große Warten“, so die 22-jährige Gilster. Tatsächlich schafften es auch die weiteren Kontrahenten nicht, die glänzende Kür des Dreamteams zu übertreffen. „Als das Ergebnis feststand, sind wir uns in die Arme gefallen und es sind Tränen geflossen“, berichtet Kulle. Der 27-jährige Postzusteller ist der einzige Mann im Team, was allerdings keine Seltenheit ist.

Freie Wochenenden sind hingegen eine Rarität. Fast jeden Sonnabend und Sonntag versammelt sich das Dreamteam an unterschiedlichen Standorten in Niedersachsen für mindestens drei Stunden zum Training. Ein Choreograph kommt sogar gelegentlich aus Berlin vorbei. Das stressige Programm juckt Sundmacher, die Deutsche Vize-Meisterin im Einzel ist, allerdings wenig. „Es macht immer wieder Spaß, auf Meisterschaften zu fahren. Das ist die Anstrengung wert“, sagt die 16-Jährige. „Hinterher sagt man sich immer, dass sich die vollgepackten Wochenende gelohnt haben“, ergänzt Klinger, die ebenso wie Sudmacher aus Bovenden kommt und das Theodor-Heuss-Gymnasium besucht.

Um die Teilnahme an der WM in Kolumbien zu realisieren, hat das Dreamteam eine Spendenaktion gestartet. „Die Kosten von 1500 Euro pro Person sind kaum zu stemmen“, so Kulle. Der Verband suche kräftig nach Sponsoren. Die Chance auf die Goldmedaille sei nämlich groß.

Von Rupert Fabig

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