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Ronny Krüger sagt „Servus“

Abschied beim TV Jahn Ronny Krüger sagt „Servus“

Duderstadt. Für Ronny Krüger waren Duderstadt und der TV Jahn zwischen 1995 und 2000 fünf Jahre eine Heimat. Am vergangenen Wochenende hat der Handball-Torhüter mit 43 Jahren seine aktive Laufbahn beim lippischen Oberligisten HSG Augustdorf/Hövelhof beendet.

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Blickt zurück auf erfolgreiche Zeiten im Handball-Tor: Ronny Krüger mit einem Foto aus seiner Bernburger Zeit.

Quelle: Theiß

Duderstadt. Nach dem Zweitliga-Aufstieg des TV Jahn war Krüger vom Fermersleber SV ins Eichsfeld gekommen. „An meinem ersten Wochenende in Duderstadt war gleich Schützenfest. Da habe ich so viele Leute kennengelernt, bin nach Hause gefahren und wusste, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Der Stellenwert, den der Handball und der TV Jahn damals in der Region hatten, war enorm.“ Der Torwart bezeichnet die fünf Jahre in Südniedersachsen als seine „prägendste Phase“, erinnert sich noch an Karnevalsfeiern in Mingerode und beim legendären Schweineball in Gerblingerode. Als Spielertrainer habe ihn besonders der Schwede Anders Eliasson beeindruckt. „Ich war Anfang 20, er hat mir damals die Stadt gezeigt, hat viel zur Integration beigetragen. Von ihm habe ich gelernt und es später ähnlich gemacht, wenn junge Spieler in den Verein gekommen sind.“

Noch immer bestehen Kontakte zu Björn Breckerbohm, Manuel Telle, dem ehemaligen Betreuer Marcus Schaefer und Jahn-Urgestein Karl Kayser. Für den Herbst ist ein Treffen im Eichsfeld geplant. Seine Torwart-Konkurrenten von damals kann Krüger auch noch alle nennen: „Erst waren es Martin Post und Jens Krieter, später kam dann Christian Wedemeyer dazu. Ich sehe das Torwartspiel aber weniger als Konkurrenz, sondern eher als Teamsport.“

Nach fünf Jahren und dem Vordiplom an der Uni Göttingen (Wirtschaft/Wirtschaftsinformatik) zog es Krüger nach dem Abstieg der Jahner wieder in die 2. Bundesliga und seine Heimat Sachsen-Anhalt zurück. Drei Jahre stand er für den SV Anhalt Bernburg zwischen den Pfosten, lernte dort seine Frau Sandra kennen und schloss sein Studium ab, ehe 2003 der Wechsel zum damaligen Zweitligisten HSG Augustdorf/Hövelhof folgte. Für diesen Verein hütete er bis zum vergangenen Sonnabend das Tor, absolvierte - inklusive Testspielen - mehr als 500 Begegnungen.

So ganz ohne Handball geht es für den Vater der zwölfjährigen Zoë und des achtjährigen Rasmus aber auch in Zukunft nicht. Er wird mehr Zeit für die Aktivitäten seiner Kinder haben, macht im Sommer seine DHB-Torwarttrainer-Lizenz und übernimmt dann das Training der Torfrauen beim nur 15 Kilometer von Lemgo entfernten Bundesligisten HSG Blomberg-Lippe, wo er seine Erfahrungen dann nicht nur an die Keeperinnen der Erstliga-Mannschaft weitergibt, sondern auch an die aus dem Regionalligateam und der A-Mädchen-Bundesliga. „Ich werde aber nicht bei den Spielen dabei sein. Das war ursprünglich nicht geplant, weil mein Vertrag in Augustdorf eigentlich noch ein Jahr lief“, sagt der Berufsschullehrer. Dass Krüger, der sich sportlich nie ein zeitliches Limit gesetzt hatte, ihn nun vorzeitig aufgelöst hat, liegt daran, dass der Verein mit zwei jüngeren Torleuten weiterarbeitet. Damit kann der ehemalige deutsche A-Jugend-Meister (mit dem SC Magdeburg) und 17-fache Jugend-Nationalspieler gut leben. Und vielleicht hat er tatsächlich die Zeit, seine Kontakte im Eichsfeld zu pflegen. Gern gesehen ist Ronny Krüger mit seiner Familie hier allemal.

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