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Rückkehrer soll den Takt vorgeben

Handball-Oberliga Rückkehrer soll den Takt vorgeben

Beim Interview-Termin mit dem Tageblatt sucht sich Justin Brand ein schattiges Plätzchen im Café. Im Rampenlicht will der Neuzugang des Handball-Oberligisten TV Jahn Duderstadt mit seinem Team stehen, wenn die Saison in fast genau vier Wochen mit einem Auswärtsspiel beim MTV Großenheidorn losgeht.

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Justin Brand

Quelle: Mischke

Duderstadt. Bis dahin soll auch die Fersenverletzung abgeklungen sein, an der der Rückraumspieler seit dem freundschaftlichen Duell mit der HSG Rhumetal vor knapp drei Wochen laboriert. Tägliche Physiotherapie hat schon Besserung gebracht. Vielleicht erledigt die spanische Mittelmeersonne ja den Rest - Brand gönnt sich derzeit mit seiner Freundin eine Woche Mallorca-Urlaub. „Der stand schon lange fest und ist auch nötig, denn die letzte Zeit war sehr anstrengend“, sagt der gebürtige Hildesheimer, der am 18. August 23 Jahre jung wird.

Bis zu fünf Mal wöchentlich hat Trainer Artur Mikolajczyk den Kader in der Vorbereitung zum Training gebeten. Hinzu kam für Brand, der bereits in der Saison 2014/15 unter dem damaligen Coach Christian Caillat im Trikot des TV Jahn auflief, auch noch Universitätsstress. Das Jura-Studium geht in die entscheidende Phase - doch vor Herausforderungen ist dem Spielmacher nicht bange. Weder im Hörsaal noch auf dem Platz.

Vom kühlen Kopf des Strategen sollen künftig auch seine Mitspieler profitieren. „Mich zeichnet Teamfähigkeit aus und ich mache nicht viele Fehler. In entscheidenden Situationen bin ich ganz gut. Früher war ich dann total aufgeregt. Jetzt kann ich einen klaren Kopf behalten und will versuchen, der Mannschaft so zu helfen“, erklärt der ehemalige Jugend-Bundesligaspieler.

Schon mit sechs Jahren fing der Student an, Handball im Verein zu spielen. Dass er Talent hatte, fiel schnell auf. Über Rosdorf ging es mit 14 Jahren ins Internat nach Hildesheim und mit 15 weiter in die Akademie in Flensburg. Springe und Baunatal hießen die weiteren Stationen. Dort verfeinerte Brand Technik und Taktik. „Justin ist ein sehr ehrgeiziger Spieler mit einer guten Ausbildung und einem tollen Spielverständnis“, lobte ihn Coach Mikolajczyk. „Ich denke, dass er zu einem Führungsspieler in unserem Team aufsteigen kann. Für mich soll er in jedem Fall im Angriff mein verlängerter Arm werden.“

Mit 20 fing Brand in Göttingen sein Studium an. Durch seinen Freund Alexander Kornrumpf, selber Akteur bei den Jahnern, landete Brand vor drei Jahren schließlich im Eichsfeld - allerdings nur für eine Saison. „Leider ist die Mannschaft damals auseinandergebrochen, sonst würde ich jetzt bestimmt schon drei Jahre in Duderstadt spielen“, versichert Brand, dessen 17-jährige Schwester bei den BG 74 Veilchen Girls in der Jugendbasketball-Bundesliga spielt. „Die ist schon größer als ich“, verrät der 1,86 Meter-Mann lachend. Auch sein jüngerer Bruder ist für die BG aktiv, im U-14-Team.

Über Baunatal und Münden ist der Mittelmann nun wieder beim TV Jahn gelandet. Die Rückkehr fühle sich an wie eine Heimkehr, erklärt Brand: „Ich habe mich sofort wieder wohlgefühlt. Der TV Jahn ist ein supersympathischer Verein. Ich mache mir keine Sorgen, dass irgendetwas schiefgehen kann.“

Klasse und Teamgeist stimmen laut des Spielmachers im Kader. „Der Zusammenhalt ist richtig gut, es macht Spaß mit den Jungs. Aber natürlich muss sich auf dem Platz erst alles einspielen.“ Brand glaubt jedoch daran, dass das gelingen wird - auch dank des Coaches Mikolajczyk. „Artur ist ein Supertp. Er hat eine klare Linie und zieht sein Konzept durch, aber man kann mit ihm über alles sprechen, auch über Privates. In der Halle ist er dann aber Trainer. Es gibt nicht viele, die das so gut trennen können.“

Der Start hat es für Brand und Co in sich. Zum Auftakt stehen drei Auswärtspartien in Folge in Großenheidorn, Burgdorf und Vorsfelde an. Anschließend kommt es zum Duell mit Brands Exklub TG Münden. „Darauf freue ich mich schon jetzt, das wird ein besonderes Spiel“, versichert der Spielmacher, der wie im Studium „step by step“ denken will: „Diese Saison gilt es, sich zu finden und sie möglichst gut zu überstehen. Danach können wir dann richtig angreifen.“

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