Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Rund 600 Kampfsportler reisen zum „Taikai Deutschland“ nach Göttingen

Großevent mit japanischem Touch Rund 600 Kampfsportler reisen zum „Taikai Deutschland“ nach Göttingen

Gegensätze ziehen sich an. Das wird beim „Taikai Deutschland“ einmal mehr deutlich, wenn gut 600 Bujinkan-Kämpfer aus Deutschland und Europa vom morgigen Freitag an die Hallen des Uni-Sportinstituts in Beschlag nehmen, um von 60 hoch graduierten Lehrern zu lernen. Denn das Motto der dreitägigen Veranstaltung lautet „InYo“.

Voriger Artikel
Handball-Oberliga: Handballfreunde gastieren beim TV Jahn Duderstadt
Nächster Artikel
3. Liga Volleyball: ASC Göttingen 46 startet mit einem Heimspiel

Entwaffnet: Meister Oliver Piskurek schlägt seiner Schülerin Kathrin Galicki ein Messer aus der Hand.

Quelle: Vetter

Göttingen. Das ist japanisch und bedeutet „die Gegensätze“. Beginn ist morgen um 8.45 Uhr in der Stadthalle, wo unter anderem der designierte Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) eine Rede hält.

Ein Taikai ist eine Zusammenkunft, die in Deutschland alle drei Jahre stattfindet. Die Idee stammt vom Japaner Hatsumi Sensei, Großmeister des Bujinkan. „Das Taikai hat zum Ziel, dass man sich nicht aus den Augen verliert, und keine Abspaltungen wie bei anderen Kampfsportarten entstehen“, erklärt Organisator Oliver Piskurek.

Die Großveranstaltung in Göttingen werde speziell, verspricht Piskurek. Sie erhalte einen japanischen Touch, da der 41-Jährige für acht Jahre in Japan gelebt und unter Sensei trainiert hat.

Mit der Planung des Events sind Piskurek und rund 50 seiner Schüler vom Arashi Dojo Göttingen seit einem Jahr beschäftigt. Hotels, ein Shuttle-Service und Essen mussten organisiert werden. Dazu wurde die Stadthalle für einen Galaabend mit Show und Musik am Sonnabendabend gemietet. „Es sind Investitionen im hohen fünfstelligen Bereich angefallen“, sagt Piskurek.

Täglich mehrere Stunden Training

Die Mühe sei es wert, denn den Teilnehmern, die auch aus Finnland, Italien, Spanien, Dänemark, Österreich und sogar Japan anreisen, soll ein außergewöhnliches Programm geboten werden. Täglich wird mehrere Stunden in kleinen Gruppen unter Leitung eines Dojo-Leiters trainiert. Am ersten Tag steht die Grundschule, das Kihon, auf dem Programm.

Am zweiten und dritten Tag wird sich der Samurai- und Ninja-Schule gewidmet. Jeder Lehrer bietet verschiedene Seminare an. Auch Piskurek, Träger des 15. und damit höchsten Dan, weiht seine Schüler in die Geheimnisse des Bujinkan ein, wobei auch mit Waffen wie Messern, Schwerter oder Schlagstöcken gekämpft werden kann.

Das Motto „InYo“ wurde Piskurek von Großmeister Sensei vorgegeben. Der 82-Jährige schickte dem Göttinger Biologen hierzu einen Brief sowie einige Kalligrafien. „Ich habe zunächst lange darüber gegrübelt, was er mir damit sagen will“, erinnert sich Piskurek.

Während der Vorbereitungen sei es ihm dann aber schlagartig klar geworden. „Während ich mit den anderen Lehrern das inhaltliche Programm geplant habe, gingen die Meinungen darüber häufig im Verhältnis 50:50 auseinander. Komplett gegensätzlich eben.“

Von Rupert Fabig

taikai-deutschland.de
 
Bujinkan

Bujinkan ist eine weltweit verbreitete, japanische Kampfkunst. Großmeister Hatsumi Sensei vereinte mehrere Kampfkunststile.

Was im feudalen Japan von den Samurai und Ninja praktiziert wurde, wird auf die heutige Zeit anwendbar gelehrt. Zum Beispiel im Bereich der Selbstverteidigung.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Rekord in Reichweite
Letzdes Jahr: Sergej Greb (ASC Goettingen, l.) boxt gegen Salem Nawres (BC Heros Salzgitter).

„Ich hoffe, dass wir den Rekord knacken und über 1000 Zuschauer in der Halle begrüßen können. Es lohnt sich, noch Karten zu kaufen“, sagt Dennis Ehrenberg. Denn das, was dem Publikum am Sonnabend, 27. September, in der Sparkassen-Arena geboten wird, sei ein echtes Spektakel, verspricht der Organisator der 6. Mc.Clean-Boxnacht des ASC 46.

mehr
10.12.2016 - 13:45 Uhr

Nach seinem Aus bei den Niedersachsen kritisierte Dieter Hecking die Einstellung der Spieler bei seinem Ex-Klub, verteidigte aber Julian Draxler und Manager Klaus Allofs.

mehr
Hardenberg Klassika Gartenmarkt