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SC Eichsfeld gegen Grün-Weiß Hagenberg: Vier Platzverweise

„Im 4-4-2 begonnen, im 4-2-0 aufgehört“ SC Eichsfeld gegen Grün-Weiß Hagenberg: Vier Platzverweise

Jan Steiger, Teammanager des Kreisligisten SG GW Hagenberg, hat im Fußball schon einiges erlebt. Ein Spiel wie am vergangenen Wochenende war allerdings auch für ihn völliges Neuland: Gleich vier Hagenberger Spieler wurden in der Partie beim SC Eichsfeld des Feldes verwiesen. Und dennoch gewann der Spitzenreiter souverän mit 3:0 gegen den starken Sechsten.

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Göttingen. „Dass wir mit neun Spielern gegen elf Eichsfelder das 2:0 erzielt haben, und dann mit sieben gegen elf sogar noch das 3:0 schießen, das hat dem Spiel wirklich die Krone aufgesetzt“, verdeutlicht er.

Das gelte vor allem, weil der SC Eichsfeld „eine wirklich gute Kreisliga-Mannschaft“ sei.

Nach einer roten und drei gelb-roten Karten (38., 68., 90., 90.+1) verteidigten die Gäste in der Schlussphase ihren Vorsprung. „Wir haben im 4-4-2-System begonnen – und dann im 4-2-0 aufgehört und einfach das Beste aus der Situation gemacht“, so Steiger, der die zum Schluss aktiven Spieler explizit lobte: „Die haben alles gegeben.“

So gelang dem SC Eichsfeld trotz 27 Minuten in doppelter und vier Minuten in vierfacher Überzahl kein Torerfolg. Im Gegenteil: Hagenberg war noch zweimal erfolgreich (83., 90.+5). „Wir haben uns kaum Chancen erarbeitet und hätten mehr über die Flügel spielen müssen“, analysierte Manuel Odebrecht, Fußball-Abteilungsleiter des SC Eichsfeld. Er betonte aber im gleichen Atemzug: „Hagenberg hat wirklich clever verteidigt.“

Es muss nur mit sieben Spielern begonnen werden

Dass es neben den vier Platzverweisen insgesamt elf gelbe Karten gab, führten weder Odebrecht noch Steiger auf übertriebene Härte zurück. „Die Vielzahl an Karten legt das nahe, aber an sich war das ein ganz normales Kreisliga-Spiel“, so Steiger, der glaubt: „Wenn alle Schiris so pfeifen würden, hätte man in jedem Spiel vier bis acht Platzverweise.“ Odebrecht bestätigt: „Das Spiel war nicht unfair.“

Theoretisch hätte Hagenberg noch weitere Platzverweise kassieren können – und damit auf den Spuren des Partyhits der Toten Hosen von 1996, „Zehn kleine Jägermeister“, gewandelt, bei dem immer mehr Protagonisten verschwinden, bis am Ende nur noch ein einziger übrig bleibt.

Denn „ein Spieler pro Team“ reiche, erklärt Christian Rahlfs, Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses im Kreis Göttingen-Osterode. Eine Regel, dass ein Spiel abgebrochen wird, wenn nur noch sechs Spieler eines Teams auf dem Feld stehen, existiert folglich nicht. „Es muss nur mit sieben Spielern begonnen werden“, klärt Rahlfs auf.

Von Timo Holloway

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