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Senioren-Ballett: Älteste Schülerin ist 80 Jahre alt

ASC 46 Senioren-Ballett: Älteste Schülerin ist 80 Jahre alt

Seit September 2009 bietet der ASC 46 zwei Ballettgruppen für Senioren an. In diesem Kurs stehen allerdings nicht schnelle Drehungen und hohe Sprünge im Vordergrund, der Fokus liegt vielmehr auf Haltung und Balance sowie Koordinationsübungen zu Musik.

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Vor der Spiegelwand: die Senioren-Tänzerinnen im ASC-Ballettzentrum an der Danziger Straße.

Quelle: Hinzmann

„Dieses Seniorensportangebot ist einmalig in Göttingen“, betont Christian Steinmetz von der ASC-Geschäftsleitung.

Die Idee, Ballett für ältere Menschen anzubieten, sei „einfach entstanden“, führt die tanzpädagogische Leiterin Jenny Kompart aus. „Viele der jungen Tanzmäuse werden von ihren Großmüttern zum Ballett gebracht“, erklärt sie. Der ASC habe daraufhin den Gedanken der Seniorinnen aufgegriffen, auch einmal zu trainieren. Außerdem fühlten sich manche Erwachsenen in den Gruppen zwischen vielen jungen Leuten unwohl, sagt sie, auch für diese seien die Seniorenkurse gedacht. Die kurzerhand ins Leben gerufene Schnuppergruppe sei auf eine positive Resonanz gestoßen.

Wichtig sei, sich auf die Teilnehmer individuell einzustellen, jeder habe andere Möglichkeiten. „Meine älteste Schülerin ist 80“, unterstreicht Kompart, in den 50-plus-Gruppen befinden sich aber auch Menschen, die das Rentenalter noch nicht erreicht haben. „Körpergerechtes Arbeiten“ sei nötig, die Übungen förderten den ganzen Organismus, auch das Gehirn.

Ballett zeichnet sich durch eine hohe Bewegungsvielfalt und die Konzentration auf die Musik aus, bei der das neuromuskuläre System besonders gefordert wird. Übungen, die zunächst mit rechts ausgeführt werden, mit links zu absolvieren, stellen das Gehirn und die Koordinationsfähigkeiten auf die Probe. Nach der Aufwärmphase, bei der die Senioren durch Balancieren auf kleinen Massagebällchen besonders die Durchblutung der Füße anregen, folgt der Technikteil an der Stange, danach Bewegungen durch den Raum.

Tanzen im Alter hat auch eine präventive Wirkung, weil durch die bestimmte Art der Belastung die Knochendichte gestärkt wird. Außerdem führe ein verbesserter Gleichgewichtssinn zu weniger Stürzen. „Man lernt, sich abzufangen“, sagt Jasmin Steinmetz, Fachbereichsleiterin Tanzen des ASC. Die Verbesserung der Körperhaltung ist ein weiterer positiver Aspekt des Angebots, zusätzlich würden Koordination und das Raum-Körper-Gefühl gefördert. „Die Kombination aus Tanzen, Gesundheitsvorsorge und generationsübergreifendem Sport ist für den ASC sehr wichtig“, sagt Christian Steinmetz. „Den Gesundheitsaspekt mit Tanz zu verbinden, ist ein Geschenk für alle“, betont er. Neben der lockeren Stimmung in der Gruppe sorgen verschiedene Aufführungen für die Motivation der „Schüler“. Momentan üben die Senioren ein Programm ein, das bei der ASC-Tanzgala im Dezember aufgeführt wird.

Das 50-plus-Ballett trifft sich dienstags von 17.30 bis 19 Uhr und donnerstags von 10 bis 11.30 Uhr im ASC-Ballettzentrum, Danziger Straße 19.

Von Tobias Christ

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