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Sensation perfekt - Fünf Zweien für Göttingen

Bundesliga der Standard-Formationen Sensation perfekt - Fünf Zweien für Göttingen

Die Sensation ist perfekt. Das Tanzsportteam Göttingen beim Wertungsturnier der acht besten deutschen Standard-Formationen vor rund 2000 begeisterten Zuschauern in der Sparkassen-Arena den zweiten Platz hinter dem amtierenden Weltmeister 1. TC Ludwigsburg mit erneut sieben Einsen belegt.

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Quelle: Pförtner

Göttingen. Das ging unter die Haut: Gut 2000  begeisterte Zuschauer feuerten in der Sparkassen-Arena ihren Favoriten – das Tanzsportteam Göttingen – frenetisch an und waren gegen 21.40 Uhr völlig aus dem Häuschen. Mit fünf Zweien ging der zweite Platz in der Bundesliga der Standardformationen erstmals an die Mannschaft aus Göttingen.

„Ich bin wahnsinnig stolz auf mein Team“, jubelte Cheftrainer Markus Zimmermann und genoss ebenso wie seine  A-Formation das Bad in der Menge. „Das ist der reine Wahnsinn. Wir können es einfach noch gar nicht fassen“, berichtete Kapitän Winfried Reimann. „Endlich sind wir für unsere harte Arbeit belohnt worden“, sagte Teamsprecherin Katharina Benseler und rang im Freudentaumel um die passenden Worte.

 

Das Team

Katharina Benseler, Mieke Groeneveld,  Julia Lehmann, Vivian Heinemann , Paula Luise Staats, Julia Rösler, Christina Kellert Victoria Ghadiri - Ersatz: Katharina Wichmann, Aila Meschgbu, Gesa Ringe
Christopher Linne,  Winfried Reimann, Anton Shukov, Bastian Kalusche, Dennis-Tim Krüger, Michael Lieberum, Vlad Milinovici, Christopher Linne – Ersatz Nikolaus Lieberum
Trainer: Markus Zimmermann, Ariane Schießler, Peter Hahne, Anke Poppinga.

Kurz zuvor hatte die  Göttinger Formation mit der tollen Choreografie Rockphony, einer Mischung aus Rock und Klassik, mit Leidenschaft, Leichtigkeit und Lebensfreude den Funken der Begeisterung gezündet, der das tanzsportbegeisterte Publikum zu Beifallsstürmen hinriss. „Das übersteigt alles, was ich bisher in dieser Halle erlebt habe“, ließ selbst Jens Wortmann, der Vorsitzende des TSC Schwarz-Gold, seinen Emotionen freien Lauf: „Ich gönne Trainer Markus Zimmermann den Erfolg. Er hat nie aufgeben und das Team immer neu motiviert.“ Kann die Göttinger Formation bei den beiden noch ausstehenden Turnieren in Braunschweig (20. Februar) und in Nürnberg (5. März) Platz zwei konservieren, dann winkt wohl die Teilnahme an der Europa- oder gar Weltmeisterschaft.   

 

Die Wertung

1. 1.TC Ludwigsburg 1111111
2. Tanzsportteam Göttingen    3232222
3. Braunschweiger TSC   2323333
4. TSC Rot-Gold Casino Nürnberg   4444444
5. T.C.H. Oldenburg   5555555
6. Rot-Weiss Club Giessen    7666676
7. Rot-Weiß Klub Kassel 6777767
8. TSC Terpsichore TSA Friedberg    8888888

Damit verblieb für die A-Formation des neu formierten Altmeisters Braunschweiger TSC in diesem Turnier der dritte Platz.  Hingegen ließ beim dritten Ligaturnier der amtierende Weltmeister 1. TC Ludwigsburg im Finale nichts anbrennen und nahm nach einem tadellosen Durchgang alle sieben Einsen mit. Wieder in die 2. Liga absteigen müssen die Aufsteiger Rot-Weiß Klub Kassel (der ohne die verletzte Göttingerin Martina Lotsch antreten musste) und der TSC Terpsichore TSA Friedberg.

 
Am Ende war der Abschied der besten Standardformationen Deutschlands einfach nur herzlich: „Das war das wohl spannendste Turnier der Saison. Auf Wiedersehen am 4. Februar 2017 beim nächsten Göttinger Heimturnier der besten acht Standard-Formationen Deutschlands.“

Stimmen zum Turnier

Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler : Formationstanz in Göttingen: Das steht inzwischen auch für die Geschichte eines unglaublichen sportlichen Erfolges.  Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie verdient Zweiter geworden ist. Dass dies in Göttingen gelungen ist, freut mich besonders.

 
Herbert Löwe (ASC-Ehrenmitglied): Ich werde in diesem Jahr 85 und tanze mit meiner Frau Ingrid  immer noch. Da lasse ich natürlich solch einen Leckerbissen nicht aus. Tanzen geht einfach ins Blut, und ein solch tolles Turnier vor dieser herrlichen Kulisse ist doch einmalig. In der Gunst des Publikums ist Deutschland für mich die heimliche Hauptstadt der Formationen.

 
Peter Krüger (Nienburg): Das Tanzsportteam Göttingen ist eine große Familie. In der Bundesliga ist diese Atmosphäre hier in der Universitätsstadt einzigartig. Diesbezüglich kommt vielleicht nur annähernd die Deutsche Meisterschaft wie zuletzt in Bremen mit. Was aber hier im Göttinger „Tanzwohnzimmer“  geleistet wird, das ist schon einmalig und verdient hohe Anerkennung.

 
Daniela Minlinovici (Göttingen):  Ich bin in den vergangenen Jahren bei den Heimturnieren immer dabei gewesen. Auf dieses Event freue ich mich immer wieder. Es ist schon beeindruckend wie viel Leute sich von den Emotionen des Tanzsports anstecken lassen und begeistern sind.  Das ist jetzt endlich entsprechend belohnt worden. Dabei steckt doch  richtig  viel Arbeit dahinter, was wohl die wenigsten wissen.

 
Marcel König (Kassel): Göttingen ist ein total guter Gastgeber. Das tanzsportbegeisterte Publikum sorgt hier einfach immer wieder für einen echten Hexenkessel. Das haben die Formationen mit ihren  tollen Leistungen gespürt. Ich freue mich über den zweiten Platz von Göttingen. Schade, dass Kassel abgestiegen ist.

 
Bärbel Becker (Rosdorf): Diese Veranstaltung hat einfach einen besonderen Charme. Das geht schon unter die Haut, gerade nach dem tollen Auftritt der Göttinger. Die gezeigten Leistungen sind einfach nicht hoch genug einzuschätzen.

 

Faszination Formationstanz

 

Acht Paare, eine Idee – ein Thema, eine Musik – eine Choreographie, Teamgeist und Trainingsdisziplin – fünf Turniere, super Stimmung, Leistung, Hoffnung – Erfolg oder Tränen.  Wer einmal die Faszination des Teamsports Formationstanz mit all seinen Emotionen erlebt hat, den lässt sie so schnell nicht wieder los.

 
Geboren in den 30er-Jahren des vorigen Jahrhunderts aus der Idee der „Pattern Dances“, die zunächst in nur einem Tanz und meist mit vier Paaren Bilder auf die Tanzfläche zeichneten, entwickelte sich eine eigenständige Disziplin des Tanzsports, die spätestens mit Einführung der offiziellen Weltmeisterschaften im Jahre 1973 auch in Deutschland unaufhaltsam zu wachsen begann. Heute tanzen Wettkampfformationen – getrennt nach den Turnierarten in den Standard- und in den Lateinamerikanischen Tänzen – mit acht Paaren und zeigen alle fünf Tänze. In der  Standardformation sind dies Langsamer Walzer, Wiener Walzer, Tango, Slowfox und Quickstep. Bei der Standardformation müssen alle genannten fünf Tänze im Hauptteil der Choreografie zu finden sein.  Alle Tänzer müssen dem Rhythmus und dem Takt der Musik folgen. Alle Bewegungen sollen gleichzeitig ausgeführt werden. Die Musik selbst (also die Auswahl der Musikstücke) wird nicht bewertet. Tänzerische Leistung, die Ausführung der Choreografie sowie Durchgängigkeit und Charakteristik stehen im Fokus der jeweiligen Wertungsrichter.

 
Stete Erfolge der Spitzenteams des DTV sorgten in den 90er Jahren für einen Boom, in dessen Folge mittlerweile etwa 170 Mannschaften die Turniere von der Landesliga bis zur 1. Bundesliga in den Standard- und Lateinformationen bestreiten. Neue Musikideen sowie die ständige Weiterentwicklung der Bild-, und Schrittchoreografien bedeuten eine permanente Herausforderung von Saison zu Saison.

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