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Seulingen spielt schwach und scheidet aus

Fußball-Kreispokal Seulingen spielt schwach und scheidet aus

Seulingen gegen SV Groß Ellershausen/Hetjershausen: 88 Minuten lang haben die Zuschauer nur Magerkost zu sehen bekommen. Dann wurde es dramatisch: In der 89. Minute erzielte die Heimelf das 1:1, um mit dem Abpfiff noch ein Tor zu kassieren und mit 1:2 (0:0) aus dem Kreispokal zu fliegen.

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Keine Gnade im Pokal: Seulingens Yannick Triebe (l.) will Groß Ellershausens/Hetjershausens Marcel Geisler stoppen.

Quelle: Jan Helge Schneemann

Seulingen. Als der Schuss von Kevin Kuhl hinter TSV-Keeper Dennis Diedrich einschlug und Schiedsrichter Maurice Milczewski direkt darauf abpfiff (91.), kannten die Gäste kein Halten mehr. Spieler, Trainer und Betreuer, alle stürzten sich jubelnd auf den gerade einmal zehn Minuten zuvor eingewechselten Torschützen. Es war der absolute Höhepunkt einer Partie, bei der die Emotionen bis dahin eher durch missglückte Aktionen ausgelöst worden waren.

Vor allem bei den Platzherren lief wenig zusammen. „So kann man doch kein Spiel aufziehen“, brüllte ein völlig erboster Seulinger Trainer Ercan Beyazit. „Ist denn alles, was wir besprochen haben, in der Kabine geblieben?“. Schließlich wusste sich Beyazit nur noch in Galgenhumor zu flüchten. Nachdem die Gäste einen Ball ins Aus geschlagen hatten, spielte er demjenigen seiner Spieler, der den Einwurf ausführen sollte, die Kugel mit folgenden Worten zu: „Das ist dann wohl der erste Pass, der heute ankommt.“

Die Leistung des TSV war also ganz schwach. Und die des SV? „Super“, jubelte Coach Matthias Knauf. Sein Team sei mit dem „allerletzten Aufgebot“ angetreten, von den eingesetzten Spielern hätten mehrere wegen Krankheit eigentlich zu Hause hocken müssen. Zur Pause hatte Knauf prophezeit, dass seine Elf um Minute 60 herum einbrechen würde.

Doch das geschah nicht. Zum einen, weil der TSV aus seiner Feldüberlegenheit nichts machte, zum anderen, weil die Gäste bis zum Schluss trotz offensichtlichen Kräftemangels aufopferungsvoll kämpften. Bestes Beispiel war Claudio Crapanzano, der, als Julian Wiesner außen abgedrängt war, „Ich komm, ich helf dir“ brüllte, einen Sprint einlegte, Wiesners Pass annahm und den Ball anschließend in den gegnerischen Strafraum schlug. „Wir hätten den Sieg nicht verdient gehabt“, resümierte Beyazit nach Spielschluss. „Was wir gezeigt haben, war ganz schwach und ist schwer in Worte zu fassen.“ hru

TSV: Diedrich - Regenhard (72. M. Habig), Michael Münter, A. Habig, Krellmann - Gatzemeier (67. Scholle), Wucherpfennig (70. Marius Münter), Habenicht, Heckerodt, Triebe - Ö. Beyazit. - Tore: 0:1 Kaden (47.), 1:1 Özkan Beyazit (89.,FE), 1:2 Kuhl (91.). hru

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