Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 9 ° Regen

Navigation:
„Sinnvoll, Regeln international anzugleichen“

Basketball-Bundesliga „Sinnvoll, Regeln international anzugleichen“

Auf dem Bundestag des Deutschen Basketball Bundes (DBB) haben die Delegierten beschlossen, das Spielwertungs-System an die Regeln des internationalen Verbandes FIBA anzupassen (Tageblatt berichtete). Ab kommender Saison werden in allen Wettbewerben von der Bundesliga bis zur niedrigsten Jugendklasse gewonnene Spiele wie gehabt mit zwei Punkten und verlorene mit einem Punkt (statt null) gewertet. Null Punkte gibt es nur noch bei Spielverlust-Entscheidungen am grünen Tisch, etwa bei Nichtantreten. Das Tageblatt hat bei Funktionären und Trainern heimischer Vereine nachgefragt, was sie von der neuen Regelung halten.

Voriger Artikel
Yusuf Beyazit wechselt an den Sandweg
Nächster Artikel
Totaler Triumph für Grelli-Herrenteams

John Patrick

"Ehrlich gesagt, interessiert mich das momentan nicht besonders. Ich bin vollauf damit beschäftigt, ein Team für die nächste Saison aufzubauen“, erklärt MEG-Bundesliga-Coach John Patrick. Im Grunde sei es auch egal, wie gewertet wird. Der Sieger steht weiterhin besser da als der Verlierer – das sei, was zählt, unterstreicht der Bundesliga-Trainer des Jahres, der gerade vom Reebok Eurocamp aus Treviso (Italien) zurückgekehrt ist, wo sich die besten europäischen Nachwuchsspieler der Jahrgänge 1987 – 91 den Vertretern aller NBA-Clubs und der europäischen Spitzenvereine präsentiert haben. Einziger deutscher Akteur war der Gießener Johannes Lischka, einziger Beobachter aus der Bundesliga, wundert sich Patrick, sei er gewesen.

„Im Prinzip finde ich es sinnvoll, die Regeln international anzugleichen. An das neue Wertungssystem werden sich die Vereine schnell gewöhnen“, glaubt Daniel Endres, stellvertretender Abteilungsleiter des ASC 46. Problematischer findet er zu ändernde Spielfeldmarkierungen in den Hallen wie die Verlegung der Dreierlinie auf 6,75 Meter oder die rechteckige statt trapezförmige Zone. „Für Bundesligaclubs ist das ein Klacks, aber für die kleinen Vereine bedeutet es eine zusätzliche finanzielle Belastung “, kritisiert Endres.

Hans-Werner Schmidt, Abteilungsleiter und Regionalliga-Trainer der BG 74, erschließt sich der Sinn der neuen Wertungsregel nicht: „Ich kann nicht nachvollziehen, was die Änderung bringen soll.“ Zudem fürchtet Schmidt, dass der Wegfall der Sternchenwertung bei Nichtantreten – mit Ligaausschluss, wenn es zweimal in der Saison passiert – von Vereinen missbraucht werden könnte: „Um Kosten zu sparen, könnten sie bei weiten Fahrten null Punkte und Geldstrafe in Kauf nehmen, wenn es für sie sportlich um nichts mehr geht.“ Da müssten die Gremien des DBB durch entsprechende Beschlüsse eventuell nachbessern, gibt Pressesprecher Christoph Büker zu.

Von Michael Geisendorf

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regional
Alle Verein der 1. Bundesliga im Quotenvergleich von SmartBets.
23.10.2017 - 22:33 Uhr

Auch die SG Harste/Lenglern kann den Tabellenführer nicht stoppen und verliert mit 3:1

mehr
Burgturnier 2017: Highlights aus drei Tagen