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So fährt es sich auf der Schleife

Tour d‘Energie So fährt es sich auf der Schleife

Es ist ein Novum in der elfjährigen Geschichte der Tour d´Energie: Erstmals ist auf der Langstrecke des Jedermannradrennens der Fährort Hemeln nicht Ausgangspunkt einer Bergauffahrt - sondern das Ende einer Abfahrt.

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Für die ländliche Idylle keinen Blick haben werden die Teilnehmer der Tour d´Energie.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Mit ihren imposanten Kurven wirkt die Straße, die an die Weser hinabführt, wie eine Schlange, die sich durch den Bramwald windet.

250 Höhenmeter werden die Fahrer auf fünf Kilometern verlieren, zwei Spitzkehren werden sie durchfahren - und voraussichtlich Geschwindigkeiten von bis zu 70 Stundenkilometer erreichen. Noch schneller ist die neue Abfahrt hinab nach Scheden bei Kilometer 30.

Links an der Insel vorbei

Womöglich steht da in der Spitzengruppe auf dem Tacho gar die „acht“ vorne. Aufmerksamkeit ist von den 2200 Teilnehmern gefordert, weil am Ortsschild Scheden eine Verkehrsinsel wartet. Die klare Empfehlung? Linksseitig dieser Insel fahren!

In Scheden beginnt ein hügeliger Streckenabschnitt. Wie bei den so genannten „Klassikern“ des Profiradsports sind immer wieder kleine Kuppen zu erklimmen, die zweifellos an die Substanz gehen. Wie profiliert die neue Strecke insgesamt ist, das vermag ein Standard-Höhenprofil kaum abzubilden.

Statt gleichmäßigem Pedalieren stehen auf der 100-Kilometer-Runde etliche Rhythmuswechsel bevor. Wenn man wollte, konnte man sich bei früheren Austragungen der Tour zwischen Hann. Münden und Hemeln ausruhen.

Wenige Möglichkeiten zum Verstecken

Dazu hing man sich, flussabwärts an der Weser entlang fahrend, einfach in den Windschatten der Vorderleute. Hingegen gibt es nach der Streckenänderung, die aufgrund einer Baustelle in Hann. Münden notwendig geworden war, nur noch wenige Möglichkeiten, sich im Fahrerfeld zu verstecken.

Der neuralgischste Punkt des gesamten Rennens liegt womöglich acht Kilometer hinter Scheden: Nach einer abschüssigen Kurvenkombination ist im Ortskern von Ellershausen eine 90-Grad-Linkskurve zu nehmen. Und als würde dieser Richtungswechsel noch nicht ausreichend Anforderungen an Können und Konzentration stellen, so wartet unmittelbar vor dem Kurveneingang auch noch eine flache Wasserrinne aus Kopfsteinpflaster auf die Teilnehmer.

Gleichmäßigkeit sorgt für Sicherheit

Um nach Hemeln zu gelangen, müssen die Aktiven danach einen drei Kilometer langen Anstieg meistern - der Höhepunkt der Rhythmuswechsel. Auf der schlangenartigen Abfahrt hinab an die Weser gibt es zwar viele Kurven. Die Gleichmäßigkeit des Gefälles sorgt aber für Sicherheit. Aufzupassen gilt es indes auf die 180-Grad-Linkskurve nach etwa 1,5 Kilometern.

Und mehr noch auf die Spitzkehre am Ende der Bewaldung, weil diese einer Kurvenkombination folgt. Ein Novum in diesem Jahr ist ferner ein 21 Kilometer langer Anstieg: Um das „Dach der Tour“, den auf knapp 480 Metern gelegenen Hohen Hagen, zu erklimmen, geht es von Bursfelde aus stetig bergan. Zunächst auf einem idyllischen Abschnitt durch das Niemetal gen Löwenhagen, wo im Idealfall bei Vogelgezwitscher Sonnenstrahlen durch den Nadelwald blitzen.

In Imbsen dockt man an die altbekannte Strecke an und fährt durch Dransfeld zum Hohen Hagen. Dessen Abfahrt ist zwar rasant, den Teilnehmern aus den Vorjahren aber bereits bestens bekannt.

Von Timo Holloway

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