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Spritzige Osnabrücker verunsichern SVG

Fußball-Oberliga Spritzige Osnabrücker verunsichern SVG

„So'ne Gurke haben sie in dieser Saison noch nicht abgeliefert“, fasste ein Zuschauer die Leistung seiner SVG gegen den VfL Osnabrück II kurz und bündig zusammen. Durch das 2:2 (0:0) haben die Göttinger die Tabellenführung in der Fußball-Oberliga an U.L.M. Wolfsburg verloren, sind nun Dritter.

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Göttingens Florian Evers (l) spielt gegen den Osnabrücker Kamer Krasniqi (r) und Arber Mustafa.

Quelle: Pförtner

Göttingen. an, mit denen der Vorletzte im gegnerischen Stadion von Beginn an zur Sache ging, verunsicherte die Platzherren sichtlich. Technisch versiert und ballsicher präsentierten sich die Gäste um den brandgefährlichen, dribbelstarken Drittliga-Stürmer Deniz Taskesen, ließen den Schwarz-Weißen kaum Zeit zum Luftholen und nagelten sie in der ersten Viertelstunde in deren Hälfte fest. Zum Glück für die SVG spielten die jungen Osnabrücker ihre Angriffe selten zu Ende, sondern ballerten meist wild aus der Distanz – keine Gefahr für Keeper Denny Cohrs.

Die erste gelungene Kombination des Spitzenreiters brachte hingegen sofort Gefahr für VfL-Torwart Carsten Kuhn. Allerdings verstolperte Josu de Las Heras die von Stephan Kaul hereingegebene Flanke. Immerhin   sorgte die Aktion für den ersten Anflug von Stimmung bei den 280 Besuchern. Dafür verantwortlich waren in erster Linie Ada, Marek, Slavek und Pavel mit dröhnenden „Göttingen, Göttingen“-Anfeuerungen. Die in Salzgitter lebenden Polen reisen jedes Wochenende durch Niedersachsen, besuchen Spiele von der Kreis- bis zur Oberliga und pushen die Heimelf mit lautstarken Fangesängen.

Die SVG schien die Unterstützung indes nicht besonders zu beflügeln. Der VfL bestimmte weiter das Geschehen, allerdings gingen die Gastgeber jetzt beherzter in die Zweikämpfe und kamen so vermehrt zu Ballgewinnen und Torchancen. Eine davon verwertete Yannik Freyberg in der 61. Minute zum schmeichelhaften 1:0, als ihn ein blitzsauberer Steilpass von Florian Evers in die Schnittstelle der VfL-Abwehr erreichte und er das Leder zwischen die Beine von Torhüter Carsten Kuhn hindurch ins Netz schlenzte.

Mehr Ruhe und Souveränität brachte die Führung  aber nicht. Im Gegenteil: Die Osnabrücker erhöhten den Druck, in der SVG-Abwehr stimmte die Zuordnung  nicht, was der ungedeckte Taskesen prompt zum Ausgleich (68.) nutzte. Auch ihre zweite Führung  – zum 2:1 durch den eingewechselten Ali Ismail nach Ecke von De Las Heras (76.) – verspielte die SVG leichtfertig. Bei einer Flanke im Gegenzug fühlte sich im SVG-Strafraum niemand für Aris Briggs Zustra zuständig, der völlig unbedrängt zum 2:2 (77.) einschießen konnte.

„Wir haben eindeutig einen Punkt gewonnen und nicht zwei verloren“, stellte SVG-Kapitän Sebastian Gehrke klar. „Der Gegner war viel spritziger als wir, und bei den Gegentoren haben wir uns dumm angestellt. Das einzig Positive ist, dass wir beschissen gespielt und trotzdem nicht verloren haben. Was zählt, ist, dass wir als Aufsteiger weiter ungeschlagen sind und aus sieben Partien 15 Punkte geholt haben. Ich denke, das ist okay.“ Ähnlich sah es Trainer Knut Nolte, der zudem den starken Auftritt der Osnabrücker Drittliga-Reserve würdigte: „Ich glaube nicht, dass diese schnelle und spielstarke Mannschaft ein Abstiegskandidat ist. Wir haben unser schlechtestes Spiel gemacht, die Führung müssen wir aber trotzdem ins Ziel bringen.“

SVG: Cohrs – Käschel, Hoffmann, Gehrke, Burkhardt – Galante, De Las Heras, Freyberg, Evers (68. Ismail), Ziegler (64. Zackenfels) – Kaul. – Tore : 1:0 Freyberg (61.), 1:1 Taskesen (68.), 2:1 Ismail (76.), 2:2 Briggs Zustra (71.).

Oberliga Herren
Braunschweig – Lingen 5:3
Jeddeloh – Northeim 3:1
SV Arminia – Wunstorf 1:2
Wolfsburg – Heeslingen 2:1
Egestorf – Uelzen 6:0
Oldenburg – Bückeburg 1:0
Uphusen – Spelle-Venhaus 3:2
SVG – Osnabrück II 2:2
 1. U.L.M.Wolfsburg  7 17: 5 17
 2. FC Germania Egestorf-L.  7 19: 6 16
 3. SVG  7 19: 8 15
 4. 1. FC Wunstorf  7 11: 6 14
 5. SSV Jeddeloh  7 20:12 12
 6. FC Eintracht Northeim  7 14:12 12
 7. FT Braunschweig  7 13:11 12
 8. SC Spelle-Venh.  7 19:15 10
 9. TuS Lingen  7 16:12 10
10. VfL Oldenburg  7  9:13 10
11. SV Arm. Hannover  7 10:10  9
12. TB Uphusen  7 12:17  6
13. Heeslinger SC  7 10:17  6
14. VfL Bückeburg  7 10:19  4
15. VfL Osnabrück II  7  6:19  4
16. Teut. Uelzen  7  7:30  0
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03.12.2016 - 11:59 Uhr

Der VfL Wolfsburg wird in den kommenden Jahren voraussichtlich weniger Geld vom Automobilkonzern Volkswagen erhalten. Dies hätte auch Auswirkungen auf die Transferpolitik.

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