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Stadtlauf: Titelverteidigerin hat hohe Ziele

internationale Spitze Stadtlauf: Titelverteidigerin hat hohe Ziele

Erster Start, erster Sieg – die Sparkassenlauf-Premiere für Ida-Sophie Hegemann hätte im vergangenen Jahr nicht erfolgreicher ausfallen können. Am 29. August, wenn der Duderstädter Stadtlauf  erneut zahlreiche Läufer in die Innenstadt locken wird, will die 15-Jährige, die in ihrem Alter zur nationalen Spitze gehört, möglichst noch schneller unterwegs sein.

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Läuft beim Sparkassenlauf auf dem Duderstädter Kopfsteinpflaster: Ida-Sophie Hegemann.

Quelle: Thiele

Duderstadt. Über fünf Kilometer setzte sich das Nachwuchstalent der LG Eichsfeld vergangenes Jahr in 20:57,90 Minuten durch. „Eine Zeit unter 18:20 Minuten wäre toll, allerdings ist das auf Kopfsteinpflaster schwieriger, als wenn die Strecke flach wäre.“

Zwar zeichnen die Leichtathletin, die früher auch Tennis und Fußball spielte, nach eigener Angabe „Ehrgeiz und Durchhaltevermögen“ aus, der Wettkampf auf heimischem Terrain soll aber vor allem Spaß und Freude bringen. „Das steht im Vordergrund, aber natürlich will ich auch wieder eine gute Leistung bringen. Dass am Streckenrand mehr Leute für einen klatschen als sonst, spornt einen natürlich an.“

Auch im Italien-Urlaub schnürte Hegemann, die von Olaf Waida betreut wird, die Laufschuhe. Rumsitzen und Faulenzen – nichts liegt ihr ferner. „Ich habe schon im Urlaub das Training auf der Bahn vermisst. Wenn ich nicht jeden Tag laufen kann, dann fehlt mir einfach etwas.“  Dass macht sie auch ihrem Trainer klar.

Um belastungsbedingte Verletzungen zu vermeiden und das Lauftraining auf Alter und Konstitution ideal abzustimmen, führen Trainer und Schülerin ein Trainingstagebuch, in dem jede Einheit penibel erfasst wird und auch Beschwerden sofort vermerkt werden. Vom Coach verordnete Pausen mag die schnelle Schülerin gar nicht so gerne. „Ich bin eine schwierige Athletin. Wenn mein Trainer mir sagen würde, ich soll jetzt mal drei Tage pausieren, würde ich so lange mit ihm diskutieren, bis er es sich anders überlegt“, schmunzelt die Sparkassen-Lauf-Vorjahressiegerin.

Wie ehrgeizig die Eichsfelderinnen an zukünftigen Bestzeiten und Erfolgen arbeitet, verrät nicht nur ihr Wochenpensum, das rund 70 Kilometer beträgt. „Mehr sollten es in meinem Alter auch noch nicht sein, das ist schon ziemlich viel.“  Im Training versucht sie, immer noch schneller zu sein, als es der Trainer vorgibt: „Nur dann bin ich richtig zufrieden.“ Irgendwann einmal, so die Idealvorstellung, soll es auch im internationalen Vergleich ganz weit nach oben gehen, auch wenn der Weg bis dahin noch weit ist.

Erst vor zwei Jahren begann Hegemann nämlich mit dem Laufen auf Leistungsebene. „Andere Spitzenläufer in meinem Alter laufen schon seit acht Jahren. Da muss ich noch viel aufholen.“

Athleten wie der in Somalia geborene Brite Mo Farah, der sich bei den Olympischen Spielen in London die Goldmedaille über 10 000 Meter sicherte, inspirieren Hegemann. In den Italien-Ferien konnte sie sich die Rennen zwar nicht live im Fernsehen ansehen („Da liefen nur Wiederholungen von der Fußball-Europameisterschaft“), wurde aber von LG-Trainer Hartmut Hublitz per SMS immer auf dem Laufenden gehalten und sah sich die Rennen später auch nochmal im Internet an.

Eine Karte der deutschen Spitzenläuferin Sabrina Mockenhaupt aus dem Trainingslager in Südafrika hat sich die hoffnungsvolle Nachwuchsathletin stolz eingerahmt: „Eigentlich wollte ich nur ein Autogramm haben, damit hätte ich nie gerechnet und habe mich wahnsinnig gefreut.“

In Zukunft, so der Wunsch des Gespanns Waida/Hegemann, soll die Stoppuhr nach fünf absolvierten Kilometern bei 16, lieber noch bei 15 Minuten stehen bleiben. „Das ist ganz schön schnell“, weiß Hegemann, die im Herbst erstmals die Zehn-Kilometer-Distanz auf der Straße in Angriff nehmen will. „Die Strecken über fünf und zehn Kilometer mag ich wesentlich lieber, aber mein Trainer sagt immer, die 800 Meter sind wichtig für die Grundschnelligkeit.“

Dass am Wochenende deutschlandweite Wettkämpfe anstehen und die Freizeit deshalb nur knapp bemessen ist, empfindet Hegemann nicht als Belastung, im Gegenteil. „Man ist immer woanders und kommt viel rum. Außerdem habe ich bei der Leichtathletik viele Freunde. Das Laufen macht mir einfach unheimlich viel Spaß.“

Im Schulsport darf die Bald-Zehntklässlerin auch mal ihr eigenes Trainingsprogramm mit einfließen lassen, wenn Leichtathletik auf dem Stundenplan steht. Manchmal fordern die Jungs sie auch zu einer Wallrunde auf: „Aber das geht immer gut für mich aus.“ Die männlichen Mitstreiter sehen dann nur von hinten ihre wehenden blonden Haare. Genau so, hofft Hegemann, soll es auch den Konkurrenten beim anstehenden Sparkassenlauf ergehen.

Anmeldungen für den Duderstädter Sparkassenlauf am Mittwoch, 29. August, sind bis Sonntag, 26. August, um 24 Uhr unter www.duderstaedter-sparkassenlauf.de möglich.

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