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Stefan Adler soll den Veilchen Flügel verleihen

Basketball-Bundesliga Stefan Adler soll den Veilchen Flügel verleihen

Wer jüngst ein Spiel von Basketball-Bundesligist BG Göttingen besuchte, hat vielleicht die krachenden Dunkings im Aufwärmprogramm etwas vermisst. Statt dessen schnüren sich Jason Boone und Co. Gummibänder um die Knie und marschieren alle nach dem Kommando von Stefan Adler.

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Lässt die Profis bis zu 25 Stunden im Monat bei Kraftübungen ins Schwitzen kommen: Stefan Adler – hier mit John Little.

Quelle: Hinzmann

Seit dieser Saison hat der 30-Jährige, den die meisten nur „Addi“ nennen wieder den Job als Konditionstrainer beim Bundesligisten inne, trainiert bis zu 25 Stunden im Monat mit den Profis. Dabei geht es dem Sportwissenschaftler besonders darum, die Effizienz von Bewegungsmustern zu steigern. „Die Qualität der Bewegung kann auf diesem hohen Level den Unterschied bringen“, erklärt der Göttinger. Auch wenn einige der Übungen für die amerikanischen Spieler etwas seltsam anmuten („Viele Drills sind mir völlig unbekannt“, Dwayne Anderson), freuen sie sich laut eigener Aussage jedes Mal auf die Einheiten bei „Addi“.

Doch längst nicht nur die Profis kommen bei Adler auf ihre Kosten. Mittlerweile trainieren neben den Regionalliga-Mannschaften auch mehrere Jugendteams der BG 74 mit Adler, der auch die U-15-Nationalspielerinnen des Team Göttingen mehrmals wöchentlich individuell betreut. „Das ist für die Kinder eine schöne Kontinuität, wenn sie sehen, dass der selbe Trainer, der mit den Profis trainiert, sich auch um sie kümmert“, sagt Adler. Lob erntet er von allen Seiten. „Sein Training ist optimal auf Basketball abgestimmt“, schwärmt BG-Damentrainerin Jennifer Kerns.

Der Sport hat es dem aus der Nähe von Hildesheim stammenden Adler schon seit Kindertagen angetan. Als Fußballer schnürte er für den TSV Leinsen in der Bezirksliga die Schuhe, begann später wie selbstverständlich sein Studium der Sportwissenschaften an der Uni Göttingen. „2005 habe ich dann aus zeitlichen Gründen aber meine eigene sportliche Karriere beendet“, berichtet er etwas wehmütig. Dem geliebten runden Leder ist er aber nach wie vor treu geblieben, arbeitet derzeit erfolgreich als Kotrainer der U 17 des FC Roswithastadt. „Das macht unheimlich viel Spaß“, betont Adler, der für den Klub auch das komplette Ausdauerprogramm im Jugendbereich konzipierte und schon im ersten Jahr seiner Tätigkeit den Aufstieg in die Bezirksliga realisierte.

„Ich wollte schon immer mit professionellen Sportlern arbeiten, ihnen helfen ihre Performance zu steigern“, sagt Adler. 2006 wurde BG-Headcoach und Sportdirektor John Patrick auf den damaligen Fitnesstrainer im FIZ aufmerksam. „Gleich in meinem ersten Jahr haben wir den Aufstieg in die Bundesliga geschafft – unbestritten mein emotionalster Moment als Sportler“, blickt Adler zurück, der auch noch im ersten Jahr in der BBL die Basketballer betreute.
Neben der sportlichen Leitung des FIZ nach Abschluss seines Studiums 2007, wagte Adler den Schritt in die Selbstständigkeit, ist seitdem Leiter des „21st Century Athletic Body Development“.
Mit der BG will er sich voll auf die anstehende Arbeit konzentrieren und hat ehrgeizige Ziele. „Mit diesem Vorbereitungsprogramm muss die BG dieses Mal einfach die erste Playoffrunde überstehen“, scherzt er. Blickt man auf seine Erfolge, sollte man diese Aussage aber wohl durchaus ernst nehmen.

Von Rupert Fabig

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