Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Stephan Margraf: Serie à la Hoffenheim gespielt

Fußball-Bezirksliga Stephan Margraf: Serie à la Hoffenheim gespielt

Die Dauer einer Ehe lässt sich normalerweise nicht im Vorfeld bestimmen. Im Falle von Stephan Margraf und Dieter Bilbeber, Trainer und Manager des SV BW Bilshausen, war der Zeitraum allerdings festgelegt. Drei Jahre wollten sie es miteinander versuchen. Nach zwei Jahren kam jetzt allerdings das Aus – geblieben ist eine echte Männerfreundschaft.

Voriger Artikel
Gute Leistungen heimischer Athleten
Nächster Artikel
Versöhnlicher Abschluss für die Fußball-Junioren

Ins Straucheln geraten: In dieser Szene passiert dies dem Bilshäuser Niels Hollenbach. Im Verlauf der Serie fingen sich die Blau-Weißen allerdings wieder und belegten in der Endabrechnung Platz drei.

Quelle: Pförtner

 Dieter Bilbeber war es, der die sportliche Verbindung platzen lassen musste, ungern, aber sein Beruf ließ ihm keine andere Wahl. Ganz oder gar nicht, so lautete die Überzeugung des Bilshäusers. „Ich hatte schon ein bisschen schlechtes Gewissen“, erzählt Bilbeber, der vor nunmehr zwei Jahren gemeinsam mit Stephan Margraf in offizieller „Mission“ als Manager angefangen hatte. Dabei kümmerte er sich nicht nur um die Bezirksliga-Mannschaft, sondern auch die Reserve sowie die Juniorenteams gehörten mit zu seinem Aufgabengebiet. „Um eine solche Aufgabe hundertprozentig auszufüllen fehlt mir ganz einfach die Zeit“, so Bilbeber, der in intensiven Gesprächen Stephan Margraf seine immer konkreter werdende Entscheidung schließlich mitteilte.

So traurig der Coach über das Ausscheiden Bilbebers auch war und ist, Stephan Margraf hat vollstes Verständnis für die Entscheidung. „Es war wirklich ein Wahnsinn, was er alles gemacht hat, wollte allen gerecht werden.“ Einen kurzen Moment spielte sogar Margraf mit dem Gedanken, sein Engagement zu beenden, doch die konstruktive Arbeit der vergangenen Monate und das Potenzial, dass in der Mannschaft steckt, brachten ihn schnell wieder von diesem Entschluss ab.

Speziell die gerade erst beendete Serie kostete einige Nerven, brachte aber auch wertvolle Erkenntnisse. „Wir haben in der Bezirksliga eine Serie à la Hoffenheim gespielt“, stellt Margraf einen Vergleich an. In der Tat legten die Blau-Weißen eine furiose Halbserie hin, führten die Tabelle an, ehe sie durch Verletzungen und berufliche Verpflichtungen völlig aus dem Gleichgewicht gerieten, ehe sie sich zum Ende der Saison noch einmal fingen und mit einem letztlich sehr guten dritten Platz abschlossen. „Unser Spiel ist flexibler geworden. Wir sind leistungsorientierte Hobbyfußballer“, bezeichnet der Coach sein Team, an dem ihm besonders die gute Einstellung gefiel. Und in deren Reihen sich mit Sven Heinrich der erfolgreichste Torjäger befindet. 30 Treffer hat der engagierte Stürmer in dieser Saison erzielt. „Besonders bei Sven hat man immer gemerkt, dass er, wenn es mal nicht so gut lief, das Spiel noch drehen wollte“, lobt Margraf.

Keine Altlasten

Die Einstellung und Loyalität schätzt der Coach auch an Dieter Bilbeber, der es sich nicht hat nehmen lassen, die neue Saison bis ins Detail vorzubereiten. „Ich habe schon ganz früh mit den Gesprächen begonnen, allen gesagt, dass sie ihre Entscheidung unabhängig von meiner Person treffen sollen“, so Bilbeber, der sich auf keinen Fall nachsagen lassen möchte, „Altlasten“ zu hinterlassen. 

Die Mannschaft bleibt auch in der kommenden Saison zusammen. Hinzu kommen von den A-Junioren Drafi Heinrichs, Max Müller und Xavier Rosenthal. Ob es darüber hinaus noch Verstärkungen geben wird, darüber wollten sich die Verantwortlichen noch nicht näher äußern.

Jetzt genießen die Bilshäuser erst einmal ihre Abschlussfahrt nach München und anschließend ihre Sommerpause. Die Abschlussfahrt findet selbstverständlich mit Dieter Bilbeber statt, ehe sich dieser dann seine schöpferische Pause gönnt. „Man muss erst einmal einen gewissen Abstand bekommen“, so Bilbeber, der in Zukunft nicht mehr jede freie Minute auf dem Sportplatz zubringen kann. Informiert über das Geschehen beim SV BW Bilshausen wird er aber dennoch auch in Zukunft sein, denn immerhin spielt sein Sohn Robin im Herrenteam des Vereins.

Von Vicki Schwarze

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regional
Alle Verein der 1. Bundesliga im Quotenvergleich von SmartBets.
19.10.2017 - 19:09 Uhr

Mit so einem klaren Ergebnis hat im Vorfeld niemand gerechnet: Mit 10:0 besiegt die deutsche Polizei-Nationalmannschaft im 96-Stadion in der Eilenriede die russische Auswahl.

mehr
Burgturnier 2017: Highlights aus drei Tagen