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Studenten wehren sich gegen Kunstrasen

Petition gestartet Studenten wehren sich gegen Kunstrasen

Eigentlich war alles in trockenen Tüchern, eigentlich waren der Veranstalter und der Eigentümer der Spielfläche optimistisch, dass die Uni-Liga 2016 ein voller Erfolg wird. Doch jetzt hagelt es Proteste - einige Studenten wollen lieber auf den Rasenflächen des Hochschulsports Göttingen spielen.

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Die Fußballplätze des Unisports sorgen für Diskussionen unter den Studierenden.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Auf dem Gelände des Göttinger Hochschulsports am Sprangerweg sind in den vergangenen Monaten vier Kunstrasenflächen entstanden, ausgestattet mit Flutlicht, überdacht. Eine Million Euro hat das gekostet, den Löwenanteil trägt der Verein für Freizeitsport und Gesundheitstraining an der Uni Göttingen, ein Förderverein des Hochschulsports. „Es wurde alles aus eigenen Einnahmen finanziert“, sagt Axel Bauer, Leiter des Hochschulsports. „Die Plätze sind konstant bespielbar, ein Ganzjahresprogramm ist möglich“, so Bauer.

Online-Petition gestartet

Und was machen die Studenten? Die beschweren sich. Auf den Soccer-Courts stehe sehr viel weniger Fläche zur Verfügung, die Spieltage würden „aufgesplittet“, die Zuschauer hätten keine Möglichkeit mehr, die Spiele zu verfolgen. Das findet Heiner Kalvelage, der eine Online-Petition gestartet hat. „Das Uni-Liga-Feeling geht total verloren“, sagt Kalvelage.

Hochschulsport-Chef Bauer kann diese Argumentation nicht nachvollziehen: „Dieser erste Aufschrei ist doch nur die halbe Wahrheit.“ Es könnten alle vier Felder parallel bespielt werden, die Umrandungen seien für die Zuschauer begehbar, es gebe einen ganzen Platz für „Aktivitäten drumherum“ - „Party-Stimmung“ sei nach wie vor möglich. Und überhaupt: „Wir sind kein Fußball-Institut, die Situation war so nicht haltbar.“

Nur drei Monate nutzbar

Bauer meint damit die Schäden am Rasen, die von der Uni-Liga verursacht wurden. Nach deren Beginn Mitte Mai wird bis Mitte Juli gespielt. „Dann ist die Rasenfläche kaputt.“ Die Sanierung habe jährlich 30 000 Euro gekostet, und Rasen sei regelmäßig neu eingesät worden. Resultat: Die Plätze blieben bis in den Oktober hinein gesperrt. „Die Nutzungszeit der Rasenflächen betrug bisher nur drei Monate, andere Sportarten gingen leer aus“, unterstreicht Bauer.

„Man ist jedes Jahr bereits, ein Rugby-Turnier zu veranstalten. Der Rasen sieht danach so zerstört aus, wie nach fünf bis zehn Uni-Liga-Spieltagen“, wird in der Petition dagegen gehalten. Ein wenig zwischen den Stühlen sitzt die Uni-Liga-Organisation, die laut Bauer seit Beginn der Planung vor zwei Jahren im Boot ist und sich mit den Soccer-Courts arrangiert hat.

Wohl wenig Aussicht auf Erfolg

„Zwar wird mit einer Tradition gebrochen, gleichzeitig bieten sich aber neue Möglichkeiten und Vorteile“, heißt es auf der Homepage. Ein Verantwortlicher war am Donnerstag nicht zu erreichen.

Die Aufregung ist groß, aber die Petition hat voraussichtlich wenig Aussicht auf Erfolg. „Es gibt kein zurück, in keinem Fall“, stellt Bauer klar. Immerhin sei die Uni-Liga „eine wesentliche Motivation“ für den Bau der Soccer-Courts gewesen. „Es gibt auch eine andere Brille“, sagt der Hochschulsport-Chef über die unzufriedenen Uni-Fußballer.

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