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„Sport ist ein Katalysator für Frieden“

Südafrikanische Sportministerin „Sport ist ein Katalysator für Frieden“

„Ich bin sehr dankbar für das ‚Weltwärts‘-Projekt“, hat Pemmy Majodina, südafrikanische Ministerin für Sport, Freizeit, Kunst und Kultur, bei ihrem Besuch beim ASC 46 gesagt. Anlass für die Deutschlandreise der Ministerin ist die 20-jährige Partnerschaft der Ostkap-Provinz mit Niedersachsen.

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Südafrikas Sportministerin Pemmy Majodina mit dem niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius.

Quelle: GT

Göttingen. Seit 2008 schickt der ASC mit dem „Weltwärts“-Projekt Freiwillige nach Südafrika, die dort Kinder und Jugendliche in Schulen und Kinderheimen betreuen und mit ihnen Sport treiben. Außerdem gibt es mittlerweile auch das entgegengesetzte „Incoming“-Projekt: Freiwillige aus Südafrika kommen zum ASC und helfen ebenfalls in Kindergärten und Schulen und können eigene Sportangebote für die Kinder entwickeln.

„Sport ist ein Katalysator für Frieden“, sagte Majodina, er verringere Ärger und Aggressionen und sei damit ein einzigartiges Instrument. „Die Freiwilligen sind passioniert, sie verlassen ihre Komfortzone, beschweren sich nicht und diskrimieren nicht“, zeigte die Ministerin sich begeistert von den deutschen Freiwilligen, die sie in Südafrika kennengelernt hat.

Sie wies auch darauf hin, dass schwarze und weiße Kinder in Südafrika oft in zwei „communities“ getrennt voneinander aufwachsen würden. Diese Grenzen würden zum Teil dadurch aufgehoben, dass die deutschen Freiwillige dorthin kommen und sich integrieren.

Dazu passt der Satz „Sport has the power to change the world“ von Nelson Mandela, den sowohl der ASC-Vorsitzende Jörg Schnitzerling als auch Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) zitierten. Der Politiker bezeichnete den ASC als „wichtigsten Partner für den Freiwilligenservice Sport“.

Zum Besuch der Ministerin mit ihrer Delegation beim ASC gehörte auch ein kurzes Treffen mit den beiden Freiwilligen aus Südafrika, die zurzeit beim ASC arbeiten. Thembinkosi und Yolanda wurden von Majodina herzlich begrüßt - und führten einen Tanz mit ihrer Kindergruppe vor.

Sowieso scheint Tanzen zu den Lieblingssportarten der Afrikaner zu gehören: Ingo Dansberg, Teamleiter des Internationalen Freiwilligenservices beim ASC, zeigte ein Video von einem „Funday“ an einer südafrikanischen Schule. Wohin die Kamera auch schwenkt: Überall sind tanzende Kinder zu sehen. Und mittendrin: ein deutscher Frewilliger. „Und er ist eigentlich wirklich kein Tänzer“, sagt Dansberg scherzend.

Das „Weltwärts“-Projekt

„Weltwärts“ ist ein entwicklungspolitischer Freiwilligendienst, der 2008 durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ins Leben gerufen wurde. Seitdem sind rund 26 000 Freiwillige in verschiedenste Länder ausgereist. Rund 180 aktive Organisationen gibt es, welche die Freiwilligen vorbereiten und in die Länder entsenden. Dazu gehört auch der ASC in Göttingen, der dabei auf den Bereich Sport spezialisiert ist. Weitere wichtige Bereiche sind Bildung, Gesundheit, Umwelt, Landwirtschaft, Kultur oder Menschenrechte. Jährlich gehen rund 3 500 junge Menschen über „Weltwärts“ ins Ausland. Sie engagieren sich zwischen sechs und 24 Monaten bei einer lokalen Partnerorganisation. hsc

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