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Südniedersächsische Talente über Angelique Kerber

Tennis Südniedersächsische Talente über Angelique Kerber

Was zeichnet Angelique Kerber, die deutsche Finalistin bei den Australien Open, aus? Was macht sie so stark, was kann man von ihr lernen? Das Tageblatt hat mit zwei südniedersächsischen Tennistalenten, Susanne Golenia und Julia Marzoll, über das deutsche Tennis-Ass gesprochen.

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Angelique Kerber steht im Finale der Australien Open.

Quelle: Imago

Göttingen. Golenia, die beim TC Gieboldehausen in der Verbandsliga der Filzkugel hinterherjagt, gefällt besonders die kämpferische Einstellung der 28-jährigen Deutschen. „Ich finde, sie wirkt unheimlich fit und austrainiert“, gefällt der Eichsfelderin das Spiel von Kerber sehr gut. „Und auch mit der Außendarstellung der Finalistin kann sich Golenia anfreunden. „Ich finde, sie kommt in den Interviews immer sehr natürlich rüber, wirkt sehr sympathisch“, sagt die Gieboldehäuserin, die nun hofft, dass die Deutsche ihrer Gegnerin im Finale Paroli bieten kann. „Wenn sie Williams zum Laufen bringt, dann hat sie, denke ich, eine Chance.“

Das Rittmarshäuser Tennistalent Julia Marzoll hat die Spiele von Angelique Kerber aufgrund ihres täglichen Trainings nicht verfolgen können – sie trainiert in der Tennisbase Hannover. Am Donnerstag hat sie lediglich hin und wieder auf die Halbfinalpartie der Männer zwischen Djokovic und Federerer einen Blick werfen können. Kerber, findet die 14-Jährige, ist „defensiv extrem stark und kann auch gut aggressiv spielen“. Vor allem ihre Longline-Bälle die Linie entlang seien eine gefährliche Waffe. „Kerber ist eine kompakte Spielerin, sie kann einfach alles“, unterstreicht Marzoll.

Sie selbst könne sich vor allem von den Defensivqualitäten der deutschen Top-Spielerin noch etwas abgucken. „Ich muss auf jeden Fall noch an meinem Defensivspiel arbeiten“, sagt Marzoll, die bereits einige Erfolge für den TC Blau-Weiß Duderstadt eingefahren hat. „Aggressiv spiele ich schon ganz gut“, findet die 14-Jährige, die wie Kerber eine Linkshänderin ist und damit in einigen Spielen einen Vorteil auf ihrer Seite hat. Als Vorbilder würde Marzoll aber eher Federer oder Serena Williams, die Finalgegnerin von  Kerber, bezeichnen, „ein extremes Talent“.

Aber natürlich sei Kerber „im Linkshänderbereich eine starke Person, an der man sich gut orientieren kann“. Und die sich durch einen ausgeprägten Kampfgeist auszeichne. „Das muss ich auch noch lernen: zum Schluss alles aus mir herauszuholen.“

Von Vicki Schwarze und Eduard Warda

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