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TV Jahn Duderstadt bestreitet letztes Heimspiel gegen Vorsfelde

Handball-Oberliga TV Jahn Duderstadt bestreitet letztes Heimspiel gegen Vorsfelde

Jubel und Jammer, Tore und Tristesse – wenn Handball-Oberligist TV Jahn Duderstadt am Sonnabend in der Halle „Auf der Klappe“ sein vorläufig letztes Oberliga-Heimspiel gegen den MTV Vorsfelde bestreitet, werden Spieler und Zuschauer emotional wohl zwischen Sport und Abschied gefangen sein.

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Im letzten Heimspiel noch einmal sein ganzes Können abrufen möchte der TV Jahn Duderstadt, hier Nikolas Grolig (r.).

Quelle: Richter

Duderstadt. Neben zahlreichen altgedienten Leistungsträgern wie Torwart Christian Wedemeyer oder Matthias Heim wird aller Wahrscheinlichkeit auch Trainer Christian Caillat dem TV Jahn, der seine Mannschaft wohl aus der Oberliga zurückziehen wird, den Rücken kehren. Anwurf des Spiels gegen den Tabellenzweiten ist um 18 Uhr.

All zu viel Sentimentalität will Coach Caillat jedoch im Vorfeld nicht aufkommen lassen. „Nachdenken und vielleicht auch ein wenig traurig sein können wir nach dem Spiel. Vorher werden wir alles versuchen, um den Spielern, die gehen, einen bestmöglichen Abschied zu geben.

Wir wollen uns so gut wie möglich verkaufen“, kündigt der Franzose, der seine berufliche Zukunft weiter offen lässt, an. Um die Motivation seiner Jungs mache er sich keine Sorgen, versichert der 41-jährige Ex-Profi: „Alle Spieler sind heiß. Vorsfelde ist eine der besten Mannschaften der Liga, aber wir werden alles probieren.“

„Auf das Spiel“ will sich auch Torwart und Leistungsträger Christian Wedemeyer konzentrieren. „Ich glaube, das wird mir auch ganz gut gelingen. Hinterher bleibt dann Zeit, um vielleicht etwas wehmütig zu werden.“ Vierzehn  Jahre – mit Unterbrechungen – stand Wedemeyer seinen Mann im Jahner Gehäuse, bestritt rund 250 Meisterschafts-Heimspiele:

„Mit den Pokalpartien kommt man bestimmt auf knapp 300“, sagt der 35-Jährige, der seine Zeit beim TV Jahn als „sehr konstruktiv beschreibt: „Die Zusammenarbeit war immer gut, und es hat sehr viel Spaß gemacht.“  Als Schiedsrichter wird der Keeper dem Verein erhalten bleiben. Sein Wunsch zum Heimabschied dürfte sich aber nur schwer realisieren lassen: „Ich würde sehr gerne mal ohne Gegentor bleiben.“

Nach elf Jahren geht auch die Ära von Matthias Heim, der einst von der HG Rosdorf-Grone ins Eichsfeld wechselte, im Jahn-Dress zu Ende. „Das wird bestimmt ein Moment, der emotional wird“, sagt der Rückraumspieler, der alles „genießen und aufsaugen“ will. Als Lehrer und Familienvater sei er jedoch jetzt sehr eingespannt.

Auch wenn es ihm schwerfalle, „jetzt ist es an der Zeit, um aufzuhören. Der Entschluss hat nichts mit der aktuellen Situation des Vereins zu tun, das stand schon länger fest.“ Gerne erinnert sich Heim an spannende zurückliegende Dritt- und Oberligapartien in heimischer Halle: „Das war schon immer eine coole Atmosphäre.“

Die, das wünschen sich alle Akteure und der Duderstädter Trainer, soll auch heute gegen Vorsfelde herrschen: „Ich hoffe, dass ganz viele Zuschauer kommen und uns gegen einen starken Gegner unterstützen“, sagt Caillat vor dem letzten Saison-Heimauftritt.

Ganz lange überlegt haben Finn Kreitz und sein Bruder Bjarne, ob sie den TV Jahn Duderstadt verlassen sollen. „Aber als sich dann herauskristallisiert hat, wer alles aufhört, da haben wir uns entschieden, zur HSG Rhumetal zurückzugehen“, erzählt der wurfgewaltige Rückraumspieler.

Zwei Spielzeiten verbrachte das Duo bei den Eichsfeldern. „Es ist sehr schade, dass es so gekommen ist, denn der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft ist viel besser geworden. Jetzt wollen wir zum Schluss noch mal zeigen, was wir können.“

Von Vicki Schwarze und Christian Roeben

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