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TV Jahn Duderstadt will Jugendarbeit verbessern

Lokalsport TV Jahn Duderstadt will Jugendarbeit verbessern

Das eventuelle Aus der 1. Herren-Mannschaft des TV Jahn Duderstadt in der Handball-Oberliga hat bei ehemaligen Spielern und Trainern der Eichsfelder unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. In einem sind sie sich allerdings einig, einen Rückzug aus dem Leistungshandball würden sie bedauern.

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Quelle: EF

Duderstadt. „Ich bin zu 99 Prozent davon überzeugt, dass die Mannschaft in der kommenden Saison nicht in der Oberliga antreten wird“, sagt Karl Kayser, der einst die erfolgreiche B-Jugend des TV Jahn unter anderem mit Martin Post, Gunnar Kalkbrenner, Jörn Kühle und Stefan Eckermann trainierte, die später das Gerüst des erfolgreichen Herren-Teams bildete. Für ihn war die Entwicklung angesichts eines Teams, dessen Leistungsträger über 30 Jahre alt sind, absehbar. „Da es auch keine A- und B-Jugend gibt, rächt sich dies jetzt natürlich“, so Kayser.

„Es macht einen schon traurig, wenn man so etwas hört“, erklärt Gunnar Kalkbrenner, ehemaliger Kreisläufer beim TV Jahn. „Wobei, wenn man bedenkt, wer alles weg geht, dann gibt es wahrscheinlich keine andere Chance“, meint Kalkbrenner. Er selber sei allerdings die vergangenen Jahre nicht nah genug dran gewesen, um sich ein umfassendes Urteil bilden zu können, sagt er.

Für den scheidenden Jahn-Manager hat Martin Post durchaus Verständnis. „Es war einfach absehbar. Der Unterbau ist nicht da. Und ich kann auch Ekki verstehen, der sich jetzt beruflich anders aufstellen wird. Er hat immer viele Kritiker gehabt, die können jetzt ja zeigen, wie man es besser machen kann.“ Viel Zeit und Energie habe der Manager und Abteilungsleiter in die Arbeit gesteckt. „Es ist traurig, dass es so weit gekommen ist, aber es ist eben extrem schwer, das Niveau zu halten, denn es kommen ja keine Spieler mehr nach.“ Was seiner Meinung nach auch finanzielle Gründe hat.  „Es ist heute anders als bei uns, die wir bis zur Regionalliga für ein paar Turnschuhe und einen Trainingsanzug gespielt haben.“ Vorstellen, aktiv an einem Neuanfang mitzuarbeiten, könnte sich Post, aber angesichts seiner beruflichen Belastung habe er keine Chance, dieser Aufgabe auch nur ansatzweise gerecht zu werden.

Wenn es nach Jens Heublein ginge, dann müsste die Verantwortung in Zukunft auf mehr Schultern verteilt werden. „Man müsste sich einfach mal mit mehreren Leuten zusammensetzen, auch mit den Sponsoren, und sehen, was machbar ist“, erklärt er. Laut Heublein müsste verstärkt ein Augenmerk auf die Jugendarbeit gerichtet werden. „Dieser Bereich ist in der Vergangenheit doch ein wenig vernachlässigt worden“, ist seine Ansicht. In welcher Klasse die Duderstädter seiner Meinung nach in der kommenden Saison antreten sollten, ist für ihn nicht leicht zu beantworten. „Es sind ja nicht mehr viele Spieler da, von daher ist es natürlich sehr schwierig.“

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