Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
TV Jahn Duderstadts Trainer Caillat kritisiert Mentalität der Mannschaft

„Das ist auch eine Frage der Einstellung“ TV Jahn Duderstadts Trainer Caillat kritisiert Mentalität der Mannschaft

Der erste Advent verlief für TV Jahn Duderstadts Trainer Christian Caillat in gedämpfter Stimmung. Durch die 26:31-Niederlage bei der HSG Schaumburg-Nord rutschten die Eichsfelder auf den zwölften Platz ab. Das obere Tabellendrittel, das der Coach vor der Saison als Ziel ausgegeben hatte, ist weiter denn je entfernt.

Voriger Artikel
Seulingen wächst über sich hinaus
Nächster Artikel
Frauenhandball-Oberliga: Göttinger Teams bleiben ohne Erfolgserlebnis

Frustriert nach den jüngsten Niederlagen: TV-Jahn-Trainer Christian Caillat.

Quelle: Schneemann

Duderstadt. „Ich bin noch immer enttäuscht“, bekennt Caillat nach der vierten Pleite aus den letzten fünf Partien. Die sportliche Qualität spricht Ex-Profi Caillat seinen Spielern nicht ab, sieht eher Defizite in Sachen Einstellung und Charakter.

„Die Mannschaft hat von der individuellen Klasse alles, was man braucht, um zu bestehen, aber wenn wir  mit drei oder vier Toren hinten liegen, dann gehen die Köpfe sofort runter, und das ist sehr, sehr schlecht“, kritisiert der Franzose die Mentalität der Mannschaft. „Das ist auch eine Frage der Einstellung. Wenn man in solch einer Phase nicht bereit ist, zurückzulaufen, dann wird es schwer.“

Zwar hatten die Duderstädter in der jüngeren Zeit auch Verletzungsprobleme – Leistungsträger wie der nun wieder fitte Matthias Heim oder Justin Brand standen oder stehen nach wie vor nicht zur Verfügung – doch das will Caillat nicht als Entschuldigung gelten lassen.

„Die Verletzungen haben uns natürlich die Möglichkeit genommen, unsere Spielweise zu festigen, trotzdem erwarte ich gerade von den erfahrenen Spielern, mit einer positiven Einstellung voranzugehen und mehr Verantwortung zu übernehmen.“

„Christian Caillat genießt unser vollstes Vertrauen“

Duderstadts Manager Ekkehard Loest sieht ähnliche Probleme, will jedoch nicht den Stab über das verjüngte Team brechen. „Wenn der Gegner etwas wegzieht, dann wird die Mannschaft unruhig“, hat Loest erkannt, jedoch immerhin auch gegen Schaumburg eine kleine Steigerung im zweiten Durchgang ausgemacht.

Bei aller Kritik, die derzeit auf den TV Jahn-Tross einprasselt, „das ist gerade ein Umbruch, den wir vollziehen müssen. Wir bleiben aber ganz ruhig, auch wenn die Situation momentan nicht schön ist.“ Der Trainer, unterstreicht Loest, stehe nicht zur Disposition: „Christian Caillat genießt unser vollstes Vertrauen.“ Kurzfristige Verstärkungen werde es nicht geben: „Es bietet sich zum einen personell nichts an, und zum anderen ist es auch finanziell nicht möglich.“

Die Trendwende muss am kommenden Sonnabend im Heimspiel gegen Wittingen erfolgen. „Das ist ein Pflichtsieg, ganz klar. Dieses Spiel dürfen wir nicht verlieren. Dann müssen wir zeigen, dass wir den Charakter haben, um zu gewinnen“, fordert Trainer Caillat. Wie der Negativlauf gestoppt werden soll, weiß der Franzose bereits: „Ich kenne nur ein Rezept, um da wieder rauszukommen, und das lautet harte Arbeit und in jedem Training 100 Prozent zu geben.“

Unter Zugzwang sieht der erfahrene Torwart Christian Wedemeyer-Kuhlenkamp sein Team und empfiehlt, „den Blick nach unten zu richten“ und zudem „diszipliniert und konzentriert“ zu agieren: „Das haben wir gegen Schaumburg in der ersten Halbzeit schon wieder nicht gemacht.“

► Kommentar: Routiniers sind gefordert

▶ Hinter Handball-Oberligist TV Jahn Duderstadt liegt ein trister November mit bitteren Niederlagen. Auch wenn von den jungen Spielern wie Nikolas Grolig, Finn und Bjarne Kreitz nicht erwartet werden kann, „in der Oberliga alles kaputt zu schießen“, wie es Duderstadts Manager Ekkehard Loest salopp formuliert – auf dem Spielfeld ist noch immer genügend Substanz vorhanden, um eine wesentlich bessere Rolle zu spielen.

Das Ziel muss weiterhin das anvisierte obere Drittel sein. Das sieht auch Christian Caillat so. Der ehemalige Profi kritisiert Charakter und Einstellung seiner Spieler zu Recht heftig, weil sie ihn zuletzt in schöner Regelmäßigkeit durch kollektives Versagen auf dem Platz im Stich ließen – Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund lässt grüßen.

Mit Akteuren wie Christian Wedemeyer-Kuhlenkamp, der zweifellos zu den Top-Torhütern der Liga gehört, Mark Tetzlaff, Carlos Swoboda, Jan-Philipp Naß und Matthias Heim tragen genügend Handballer den TV-Jahn-Dress, die ihre Klasse schon oft in höheren Ligen nachgewiesen haben. Speziell diese Routiniers müssen nun ihre Vorbildfunktion ausüben, um ihre jungen Teamkollegen zu führen und mitzureißen.

Christian Roeben

Christian Roeben

Quelle:

Von Christian Roeben

Voriger Artikel
Nächster Artikel
04.12.2016 - 12:05 Uhr

Das 13. Erfolgserlebnis des Bundesliganeulings aus Leipzig wurde von "einer kapitalen Fehlentscheidung" überschattet. Das Missgeschick von Schiedsrichter Dankert sorgt nach der Partie für jede Menge Wirrwarr.

mehr
Hardenberg Klassika Gartenmarkt