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TV Jahn: Perfekter kann eine Woche nicht enden

Handball-Oberliga TV Jahn: Perfekter kann eine Woche nicht enden

Eine perfekte Woche liegt hinter Handball-Oberligist TV Jahn Duderstadt. Drei Spiele, drei Siege, der jüngste am vergangenen Sonnabend auch noch im prestigeträchtigen Derby gegen die HG Rosdorf-Grone und die Tabellenführung.

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So gut wie kein Durchkommen: Duderstadts Jan-Philipp Nass (links) wird von den Rosdorfern Aaron Fröhlich (Mitte) und Hubertus Brandes  (Nr. 10) attackiert.

Quelle: Walliser

Duderstadt. Die Welt für die Eichsfelder mit ihrem Trainer Frank Mai war rundherum in Ordnung. Mit 31:28 (12:14) gewann der TV Jahn vor eigenem Publikum gegen den Nachbarn in einem über 60 Minuten lang mitreißenden und jederzeit spannenden Spiel.

Fans der Eichsfelder war vor Beginn der Partie schon ein wenig mulmig geworden, als sie Keeper Christian Wedemeyer-Kuhlenkamp in Zivil auf der Tribüne sitzen sahen. Gebrochener Daumen lautete die niederschmetternde Diagnose. Für ihn machte sich „Altmeister“ Martin Post warm. Der Routinier sollte zur spielentscheidenden Figur werden. Er kam in der zweiten Halbzeit für den keineswegs enttäuschenden Christian Schmidt in einer sehr kritischen Phase, denn die Gastgeber lagen mit 12:14 zur Pause zurück. Der „Lange“, wie er in internen Mannschaftskreisen genannt wird, zermürbte die Rosdorfer Werfer systematisch, übertrug seine Motivation auf seine Vorderleute und war maßgeblich am Sieg beteiligt.

Dabei sah es anfänglich gar nicht so aus, als sollten sich die Duderstädter ernsthaft Sorgen über den positiven Ausgang des Abends machen müssen. Die Mai-Crew hatte einen Blitzstart hingelegt, führte nach zehn Minuten bereits mit 6:2. Doch innerhalb von zwei Minuten verspielten die Gastgeber diesen Vorsprung, die Rosdorfer schlossen zum 5:6 auf und glichen in der 15. Minute zum 7:7 aus. Und übernahmen von diesem Zeitpunkt an die Regie, hielten die Eichsfelder mit zwei Treffern bis zum Halbzeitpfiff auf Distanz.

Allerdings deutete sich aus zwei Gründen eine Wende an, denn zum einen kam Janis Grisanovs in der 16. Minute nach seiner Verletzung erstmals wieder aufs Parkett, traf bis zum Halbzeitpfiff dreimal. Zum anderen beorderte Jahn-Coach Frank Mai Linksaußen Benjamin Artmann als „Bodyguard“ für den gefährlichsten Rosdorfer, Hubertus Brandes. „Brandes hätte uns sonst heute erschossen“, erläuterte der Trainer nach der Partie. Seine Maßnahme hatte Erfolg, der Mittelmann der HG blieb in der Folge ohne seine sonstige Durchschlagskraft.

Von Minute zu Minute bekamen die Duderstädter mehr Selbstbewusstsein, die gefürchtete Schwächeperiode in der zweiten Hälfte blieb aus. Die musste allerdings HG-Coach Mirko Jaissle mit seiner Crew miterleben. Viele technische Fehler und Fehlwürfe brachten die Rosdorfer auf die Verliererstraße. In der 57. Minute führten die Hausherren mit 30:25, die Partie schien zu Gunsten der Duderstädter gelaufen. Doch plötzlich waren die Jahner in doppelter Unterzahl, und wenn die Rosdorfer nicht gerade in dieser Phase vermehrt Konzentrationsschwächen offenbart hätten, dann hätte es noch einmal sehr eng werden können. „Es ist eigentlich schade, dass wir uns nach unserer guten ersten Halbzeit selbst um den Lohn gebracht haben“, analysierte HG-Coach Mirko Jaissle nach dem Spiel. Der Gesichtsausdruck seines Gegenübers Frank Mai sprach Bände: Gelungener kann eine Woche nicht enden.

TV Jahn: Schmidt, Post – N. Grolig, V. Grolig (2), Artmann (1), Loest, Sereicikas (5), Grisanovs (7), Swoboda (2), Müller (5), Heim (7), Nass (2).
HG Rosdorf-Grone: Krüger, Eichhorn – Ruck (2), Kupzog (2), Fröhlich (5), Osei-Bonsu (2), Schulz (1), Brandes (4/1), Greve (1), Falke (7), Knust (4).
Stationen: 3:3 (6.), 6:2 (10.), 7:7 (15.), 10:13 (26.), 12:14 (30.) – 15:17 (36.), 25:20 (48.), 27:22 (53.), 30:24 (57.), 31:28 (60.).

Stimmen zum Spiel
Frank Mai: Wir haben in der ersten Halbzeit viele Fehler gemacht. Aber tolle Einzelleistungen und eine wahnsinnige Energieleistung haben dann den Ausschlag gegeben. Unseren Torwart Christian Schmidt habe ich nicht ausgewechselt, weil er eine schlechte Leistung gezeigt hat, sondern weil ich Rosdorf einen neuen Torwart präsentieren wollte. Ich habe Hubertus Brandes kurz nehmen lassen, weil er uns sonst erschossen hätte. Es ist noch nicht alles glatt gelaufen, aber die Jungs wissen, dass ich ihnen nicht gleich den Kopf abreiße.
Mirko Jaissle: Nach dem Verlauf der ersten Halbzeit hatte ich auch gedacht, dass wir gewinnen können, aber ich kenne meine Mannschaft und weiß, dass sie in der zweiten Hälfte meist eine kleine Schwächeperiode hat. Wir machen in der Vorwärtsbewegung, wenn wir eigentlich im Vorteil sind, unsere Fehler. Mich ärgert die Art und Weise wie wir verloren haben. Wenn eine Mannschaft klar besser ist, dann habe ich damit kein Problem, aber dies war meiner Ansicht nach heute nicht der Fall.
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