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TV Jahn feiert ersten Auswärtssieg der Saison

3. Handball-Liga TV Jahn feiert ersten Auswärtssieg der Saison

Am vorletzten Spieltag der Saison 2005/06 besiegelte ein 28:28 beim Lehrter SV den Abstieg des TV Jahn Duderstadt aus der Handball-Regionalliga. Bei der Neuauflage des Duells am vorigen Sonnabend in der 3. Liga Ost jubelte jetzt das Eichsfeldteam, denn mit 26:23 (10:6) feierte es in der Halle an der Schlesischen Straße in Lehrte den ersten Auswärtssieg im laufenden Spieljahr.

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Zeitspiel droht: Duderstadts Frederik Brandes (Nr. 7) muss aus der Distanz abziehen und scheitert mit seinem Wurf.

Quelle: Plümer

Dabei waren die Vorzeichen keineswegs optimal. Der angeschlagene Kreisläufer Nerijus Kesilis machte sich zwar warm, winkte danach aber ab – die Muskelverhärtung in der Wade verhinderte seinen Einsatz. Rechtsaußen Carlos Swoboda hatte nach dem Aufwärmprogramm mit Nasenbluten zu kämpfen und kam mit leichter Verspätung aus der Kabine.

Auf dem Spielfeld entwickelte sich sodann eine torarme erste Halbzeit, die ganz im Zeichen einer bärenstarken Gästeabwehr stand. Die Hausherren gingen in der zehnten Minute zum ersten und einzigen Mal in Führung (3:2), bissen sich dann aber die Zähne an der gut organisierten Jahn-Defensive aus und brachten bis zur Pause nur noch drei weitere Treffer zu Stande. Duderstadts Torhüter Christian Wedemeyer entnervte Lehrtes Siebenmeterschützen, wehrte je einen Strafwurf von Marcel Wendt (13.) und Hendrik Benckendorf (27.) ab – im zweiten Fall parierte er noch den Nachwurf aus kürzester Entfernung.

Im Abschluss klappte allerdings auch auf Seiten der Eichsfelder nicht alles. Frederik Brandes, der Kesilis am Kreis vertrat, war bei seinem ersten Siebenmeter über die Markierung getreten, so dass sein Treffer nicht zählte (7.). In der Anfangsphase ließ Frederik Brandes noch zwei weitere klare Chancen ungenutzt, und in den letzten Minuten vor der Halbzeit schlossen die Jahner dann zum Leidwesen von Trainer Thomas Brandes mehrere Angriffe unvorbereitet ab. Zwar war der Coach auf seine Deckung stolz („In der ersten Hälfte haben wir Beton angerührt“), schimpfte aber trotz des 10:6-Vorsprunges beim Seitenwechsel: „Wir hätten hier mit 13:6 führen müssen.“

„Wir müssen stabil weiterspielen“, gab Wedemeyer beim Pausentee die Devise für den zweiten Durchgang aus, doch nach Wiederbeginn ließen seine Mitspieler die Zügel schleifen. Der eingewechselte Christian Brand belebte zwar das Angriffsspiel, doch dafür offenbarte die Deckung Lücken. Das Verschieben klappte nicht mehr, und so kamen die Lehrter, deren Rückraum nicht so stark wie erwartet auftrumpfte, vor allem über Tore von den Außenpositionen näher heran.

In der 47. Minute schien die Partie zu kippen: David Gelley traf die Latte, Matthias Heim handelte sich eine Zeitstrafe ein, und Lehrtes Arne-Peter Leunig erzielte den 19:20-Anschlusstreffer. Wedemeyer verhinderte mit einer Glanztat jedoch das drohende 23:23 (55.), und in der turbulenten Schlussphase, in der sich die Gastgeber durch einen technischen Fehler und einen Fehlwurf ihrer letzten Chancen beraubten, bewiesen die Jahner die etwas stärkeren Nerven. Zwar vergab Frederik Brandes noch einen Siebenmeter, doch zwei Treffer von Linksaußen Jan-Philipp Nass zum 25:23 und 26:23 brachten die Entscheidung zu Gunsten des TV Jahn.

TV Jahn: Wedemeyer, Krüger – Brand (7), Brandes (4/2), Gelley (2), Heim, Knudsen (8), Nass (4), Swoboda (1), Krist, Kesilis (n.e.), Kaufmann (n.e.).

Beste LSV-Werfer: Zimmermann (6/3), Leunig (5).

Stationen: 3:2 (10.), 3:5 (14.), 5:9 (24.), 6:10 (30.); 9:14 (37.), 14:18 (42.), 19:20 (47.), 22:23 (54.), 22:24 (56.), 23:24 (57.), 23:26 (60., Endstand).

Von Michael Bohl

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