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TV Jahn nimmt sich im Derby zu viele Auszeiten

3. Handball-Liga TV Jahn nimmt sich im Derby zu viele Auszeiten

Mit 23:31 (9:13) unterlag der TV Jahn Duderstadt in der Drei-Flüsse-Stadt Hann. Münden in der vollbesetzten Gymnasiumhalle.

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Vor vollbesetzten Rängen: Duderstadts Carlos Swoboda weiß trotz der 23:31-Niederlage seines Teams mit sechs Toren zu überzeugen.

Quelle: Theodoro da Silva

Hann. Münden. Thomas Brandes, der Trainer des TV Jahn Duderstadt, brachte es auf den Punkt: „In Münden muss alles passen, wenn man hier gewinnen will.“ Doch am gestrigen Sonntag beim Saisonauftakt passte längst noch nicht alles zusammen beim Handball-Drittligisten. „Münden hat völlig verdient gewonnen, ist souverän aufgetreten. Ich war beeindruckt, wie Münden gespielt hat“, fügte der Jahn-Coach an.

Mehr beeindruckt als ihm lieb gewesen sein konnte, zeigte sich auch seine Mannschaft. Nur in den ersten zehn Minuten bot sie sehenswerten Tempohandball, agierte mit dem Kontrahenten auf Augenhöhe - und führte mit 4:2. Dann allerdings folgten zwei vergebene glasklare Chancen, die die Jahner zu diesem Zeitpunkt gehörig aus dem Tritt brachten. Stück für Stück kamen die Gastgeber heran, erzielten in der zwölften Minute durch ihren auffälligsten Akteur im ersten Durchgang, Neuzugang Martin Hummel vom SV Concordia Delitzsch, den 5:5-Ausgleich. Die 6:5-Führung für die Jahner durch Dennis Knudsen sollte dann für den Rest der Spielzeit die letzte bleiben, denn wieder war es Hummel, der zum 6:6 traf. Ein weiterer Neuling, nämlich Oliver Tesch vom TuS Nettelstedt-Lübbecke, markierte das 7:6.

Thomas Brandes reagierte, verordnete Hummel, der allein im ersten Durchgang sieben Tore warf, eine Manndeckung durch Frederik Brandes. Doch was der Gästecoach in taktischer Hinsicht auch versuchte, die Heimmannschaft hatte immer eine Antwort parat.
Besonders die Abwehr der Duderstädter präsentierte sich nicht so homogen wie noch in der Vorbereitung. Und auch im Angriff lief es nicht so rund, wobei speziell die linke Seite hinter den Erwartungen zurückblieb. „Meine Mannschaft hat nicht die Leistung abrufen können, die sie zuletzt gezeigt hat“, resümierte ein enttäuschter, aber gefasster Eichsfelder Teamchef.

Dass es letztlich eine so deutliche Niederlage wurde, lag an den „Auszeiten“, die sich die Gäste in beiden Halbzeiten nahmen. Zwischen der 13. und der 24. Minute warfen die Jahner nicht ein einziges Tor. Fast schien es, als hätten sie ein wenig Angst vor dem Mündener Keeper Christian Gumula, der einen extrem guten Tag erwischt hatte. Allerdings auch ein wenig „Schützenhilfe“ bekam, denn Tetzlaff & Co. warfen ihn regelrecht warm.

„Wenn es läuft, dann läuft es“, fand ein sichtlich zufriedener TG-Coach Peter Rommel nach dem Spiel die richtigen Worte. Er warnte allerdings vor allzu großem Optimismus. „Wir sind lange noch kein Topfavorit. Es war ein erster Schritt.“

Thomas Brandes blickte unterdessen bereits voraus. „Ich freue mich schon auf das Rückspiel – dann wird sich meine Mannschaft in einer anderen Verfassung präsentieren“, versprach er.
TV Jahn Duderstadt: Wedemeyer, Krüger – Brand (1), Brandes (3), Gelley (1), Heim (2), Kesilis (1), Knudsen (7/2), Naß, Swoboda (6), Tetzlaff (2).

Beste Werfer TG Münden: Hummel (9/1), Reiser, Leinhart (je 5).
Stationen: 1:2 (7.), 3:4 (11.), 5:5 (12.), 8:6 (19.), 10:6 (23.), 11:7 (25.), 13:9 (30./Halbzeit); 15:9 (34.), 17:10 (36.), 18:13 (38.), 23:14 (42.), 26:19 (50.), 29:22 (56.), 31:23 (60./Endstand).

Von Vicki Schwarze

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