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TVG Gieboldehausen schickt derzeit Nachwuchsmannschaften ins Rennen

Langer Atem nötig TVG Gieboldehausen schickt derzeit Nachwuchsmannschaften ins Rennen

Ein starkes Nervenkostüm ist manchmal nötig, dazu etwas Geduld und viel Enthusiasmus. Nicht nur Rita Diederich, die die Kinder- und Jugendvolleyballgruppen des TV Germania Gieboldehausen trainiert, profitiert von diesem erstrebenswerten Mix – auch ihre Schülerinnen.

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Mit Spaß dabei: Beim Volleyball ist es für den Nachwuchs wichtig, früh zu beginnen, um sich die richtige Technik anzueignen.

Quelle: Walliser

Eichsfeld. „Am Anfang ist Volleyball für die Kinder schwer, weil sie den Ball nicht fangen dürfen“, sagt die 48-Jährige, die bis vor anderthalb Jahren die Damenmannschaft der Germania betreute. „Es braucht etwas Zeit, bis die richtige Technik da ist.“

An dieser feilt die gebürtige Wollbrandshäuserin mit ihren Mädchenmannschaften fleißig. „Am Anfang waren auch Jungs dabei, aber nur vereinzelt. Die sind dann aber nach kurzer Zeit wieder gegangen, weil es ihnen alleine unter Mädchen keinen Spaß gemacht hat.

Die Jungs ziehen den Fußball vor.“ Und so übt Diederich mittwochs und freitags mit fast 30 Spielerinnen, die Jüngsten sind gerade mal acht Jahre alt. Zwar werden Spielfeld und die Anzahl der Akteurinnen pro Team bis zur U 16 verkleinert, gespielt wird im Punktspielbetrieb jedoch mit einem normalen Volleyball. „Das ist anfangs schon eine kleine Hemmschwelle für die Kinder, da sie sich zunächst an den harten Ball gewöhnen müssen“, berichtet Diederich.

„Man kann nicht heute anfangen und sechs Monate später eine Meisterschaft spielen“

Derzeit ist der TVG Gieboldehausen der einzige Verein aus dem Untereichsfeld, der Nachwuchsteams auch bei Punktspielrunden oder Meisterschaften ins Rennen schickt, und das mit Erfolg. Bei den Regionsmeisterschaften in Göttingen belegte sowohl das U-12- als auch das U-13-Team den zweiten Platz und qualifizierte sich damit für die Bezirksmeisterschaften.

Die Spielerinnen, die in der Universitätsstadt an den Start gingen, sind schon länger dabei. „Man kann nicht heute anfangen und sechs Monate später eine Meisterschaft spielen“, sagt Diederich, denn dazu sei das Niveau auch in der U 12 bereits zu hoch: „Man meint es nicht, aber schon in diesem Alter werden die Bälle in die Lücken gelegt und es wird genau gespielt.“

Auf Erfolge im Jugend-Punktspielbetrieb oder bei Turnieren hofft zukünftig auch die Volleyballsparte des VfB Bodensee. Aktuell bestreiten die 14 Jungen und Mädchen, die das VfB-Team bilden, lediglich Freundschaftsspiele. „Es ist aber geplant, in der neuen Saison in die Punktspielrunde einzusteigen“, berichtet Katrin Henniges, die für die Damenvertretung in der  Bezirksklasse aufschlägt.

Aushänge im Ort halfen dabei, Nachwuchsspieler anzulocken. „Es sind richtig viele Neue gekommen“, freut sich Spartenleiterin Ute Henniges.

Manchmal etwas Frust

Gleich drei Damen- und eine Herren-, aber keine Jugendmannschaft schickt der TSV Nesselröden derzeit ins Rennen. „Unsere dritte Mannschaft ist noch sehr jung, die Spielerinnen sind zwischen 16 und 19 Jahre alt“, berichtet Guido Leineweber, Spielertrainer des ersten Herrenteams.

Nachwuchs zu finden, sei aber generell sehr schwer, räumt Leineweber ein. „Manchmal kommen ein paar Mädchen, aber Volleyball fängt mit zwölf Jahren erst so richtig an, und da spielen die meisten Jungs schon Fußball.“

Rita Diederich kommt ihrer Aufgabe als Jugendtrainerin in Gieboldehausen sehr gerne nach. Nur manchmal kommt etwas Frust auf, „wenn Mädchen aufhören, die ich ausgebildet habe“.  Zum Glück, so Diederich, seien Kinder, die nur kurzfristig den Ball über das Netz pritschen oder baggern, eher die Ausnahme. „Solange es den Kindern Spaß macht, macht es mir auch Spaß“, unterstreicht sie. Auch wenn man als Trainer  – genau wie als Spieler – einen langen Atem braucht.

Von Christian Roeben

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