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Tag des Mädchenhandballs

Grundschule Gieboldehausen Tag des Mädchenhandballs

Die Schulturnhalle ist klein, der Andrang groß: 30 Mädchen aus den Klassenstufen drei und vier der Gieboldehäuser Grundschule haben eine Sonderschicht in Sachen „Handball“ eingelegt. Ein Trainerteam des TV Jahn vermittelt die Grundlagen des Spiels auf spielerische Art und Weise.

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Quelle: Wenzel

Gieboldehausen. Sportlehrer Frank Klaus hat sich beim Handballverband Niedersachsen beworben, um den Tag des Mädchenhandballs an die Schule zu holen. „Wir haben ein besonderes Sportprofil“, erläutert der Pädagoge, der im Vorfeld die Kinder im Sportunterricht auf den Besuch der Handballer vorbereitet hat.

Wie eine Fortbildung

„Es ist aber schon etwas anderes, wenn Leute, die täglich im Trainingsbetrieb stecken, die Übungen übernehmen. Ich gucke mir viel ab, das ist für mich wie eine Fortbildung.“ Christopher Barth, Kreisläufer im Oberliga-Team und FSJler im Verein, Igor Schuldes (Rechtsaußen) und Franziska Post, C-Mädchen-Trainerin und Torfrau (beim Oberligisten Northeim) beschäftigen sich jeweils mit zehn Schülerinnen. „Eine Frau muss ja an einem Mädchentag auch zum Team gehören“, sagt die Lehramts-Studentin für Sport und Deutsch am Gymnasium mit einem Augenzwinkern.

Wurftechniken, Koordination und Spielverständnis werden auf spielerische Weise vermittelt, es wird motiviert, korrigiert und gelobt. Für Schule und Verein ist diese HVN-Aktion eine Win-win-Situation. „Natürlich wollen wir Interesse bei den Mädchen wecken, vielleicht können wir ja die eine oder andere dazu bringen, mal beim Training vorbeizuschauen“, sagt Holger Schulz, Manager der Oberliga-Mannschaft.

Lieber bewegen

Im Moment erarbeiten einige engagierte Jahn-Mitglieder ein neues Jugendkonzept. „Um irgendwann mal wieder alle Altersklassen mit einer Mannschaft besetzt zu haben, brauchen wir einen langen Atem. Das ist uns klar.“ Viele der Mädchen sind bereits auf eine Sportart festgelegt. Die Viertklässlerinnen Milly (9 Jahre) und Jael (9) sind sich als Läuferinnen der LG Eichsfeld einig, dass sie lieber im Feld spielen als das Tor zu hüten. „Wir bewegen uns lieber.“ Für Janice (10), Fußballerin beim SV Bernshausen, macht das Spielen mit einer Mannschaft am meisten Spaß, sie kennt Handball aus dem Fernsehen.

„Cool“ finden alle drei, dass die Jungs an diesem Tag Turnhallen-Verbot haben. „Da wird keiner ausgelacht, keiner sagt sofort, dass wir etwas falsch gemacht haben. Außerdem lernen wir hier auch mal die Mädchen aus den anderen Klassen besser kennen.“ Am Ende gibt es Teilnahme-Urkunden, die der TV Jahn extra hat drucken lassen, ein Flyer mit Trainingszeiten und eine Freikarte für das Heimspiel am 19. November gegen den VfL Hameln. Dann können die Mädchen Igor Schuldes und Christopher Barth einmal in Aktion bejubeln.

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