Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Teilnehmerrekord und Hitzeschlacht

Lauf-Event Teilnehmerrekord und Hitzeschlacht

Die 4000er-Marke wurde knapp verpasst, aber mit 3795 Startern verzeichnete die 30. Auflage des Göttinger Frühjahrsvolkslaufes am Sonntag einen neuen Teilnehmerrekord. Es herrschten in und um das Jahnstadion bei Temperaturen um die 28 Grad fast optimale Bedingungen. Auf goettinger-tageblatt.de finden Sie die Ergebnisse.

Voriger Artikel
HG Rosdorf-Grone verliert 26:33
Nächster Artikel
Turntiger feuert Bambini an

Der Bambini-Lauf beim Frühjahrsvolkslauf im Göttinger Jahnstadion

Quelle: Warda

Göttingen. Nur die Halbmarathonläufer litten unter der stechenden Sonne. So mussten die Sanitäter mehrere kollabierte Teilnehmer des Halbmarathons versorgen, der erstmals ausgetragen wurde. Entsprechend zurückhaltend fiel das Fazit von Steffen Tiedtke, Vorsitzender des Veranstalters, der Betriebssporgemeinschaft der Sparkasse Göttingen, aus: „Auch wenn wir die 4000-Teilnehmer-Grenze nicht geknackt haben, sind wir natürlich zufrieden. Aber es gibt auch einige, die sich anscheinend überschätzt haben.“

Vor allem der Zuspruch bei den Schülerläufen war sehr gut, und der Bambinilauf mit rund 500 Starter ein buntes Durcheinander. Für den Halbmarathon hatten sich 283 Läufer angemeldet, und am Ende entschied Andreas Gerrits von der LG Göttingen (LGG) in 1:19.02 Stunden mit mehr als viereinhalb Minuten Vorsprung die Distanz für sich – nachdem er am Tag zuvor in Einbeck den Bierstadt-Lauf über 24,9 Kilometer gewonnen hatte. „Bei diesen Temperaturen um die Mittagszeit zu starten, war richtig hart, aber wenn man gewinnt, ist das alles sowieso egal“, sagte Gerrits.
Über zehn und fünf Kilometer gewannen die Titelverteidiger. Florian Reichert vom Theodor-Heuss-Gymnasium war in 33:24 Minuten über die längere Distanz nicht zu schlagen. „Es war mega-heiß und hinten raus windig“, sagte Reichert, der mittlerweile eigentlich Spezialist – und Deutscher Meister – über die ultra-lange Cross-Strecke ist. „An meine alten Zehn-Kilometer-Bestzeiten komme ich nicht mehr heran, aber Laufen in der Natur macht mir mittlerweile auch viel mehr Spaß.“

10-km-Sieger Florian Reichert kurz nach dem Zieleinlauf

10-Kilometer-Sieger Florian Reichert kurz nach dem Zieleinlauf.

Quelle: Warda

Über fünf Kilometer siegte Jasper Cirkel von der LGG. „Am Anfang hatte ich schwere Beine vom Training, aber nach zwei Kilometern konnte ich mich absetzen“, berichtete Cirkel, der sich nur noch auf ein Eis mit den anderen LGGern freute. Während andere über die Hitze stöhnten absolvierte Jens Lüdeke, Berufsfeuerwehrmann in Hamburg, die zehn Kilometer in 20 Kilogramm schwerer Ausrüstung – unter anderem um sich auf einen Weltrekordversuch im nächsten Jahr im Halbmarathon vorzubereiten. „Für eine gute Zeit war es ein bisschen warm“, sagte der 25-Jährige abgekämpft. „Und außerdem habe ich heute morgen in Hamburg noch ein Feuer gelöscht. Die Bedingungen waren also  nicht optimal.“

Busemann ist der Star des Tages

Er galt in seiner aktiven Zeit als Dortmunder Frohnatur – und das hat sich nicht geändert: Prominenter Co-Moderator von Frank Neumann vom Göttinger Fachgeschäft Laufline war am Sonntag im Jahnstadion dessen Namensvetter Frank Busemann, Olympia-Silbermedaillengewinner im Zehnkampf.
Der 41-Jährige war beim Volkslauf der Star des Tages, gab Autogramme und machte jedes Selfie mit. Stand er zu Beginn seiner Karriere mit längeren Laufstrecken auf dem Kriegsfuß, habe er später das Training umgestellt, berichtete er: „Das hat mir im Zehnkampf 50 Punkte gebracht.“
Nach seiner aktiven Laufbahn baute er das Lauftraining aus und lief Marathon. „Doch seitdem die Kinder da sind, hat das abgenommen. Nach dem ersten Kind lief ich noch Halbmarathon, nach dem dritten Kind nicht mal mehr zehn Kilometer.“ Busemanns Geheimnis: „Ich brauche ein Ziel, und dann muss ich auch regelmäßig laufen. Aber das kann ich meiner Frau nicht antun.“ Deshalb schlug er auch das (nicht ernst gemeinte) Angebot aus, für die Halbmarathonläufer den Tempomacher zu geben: „Höchstens bis zum Stadiontor!“
Seine Eltern waren Trainer, er selbst sei auf dem Sportplatz groß geworden. „Es ist das A und O, dass die Kinder lernen, aktiv zu sein, sonst verkümmert irgendwann der Bewegungsdrang“, unterstrich Busemann. Für seine Kinder „gehört das auch dazu“, und wenn er in Göttingen wohnen würde, „wäre der Volkslauf mein Lauf“. Allein wegen des Volkslaufes möchte er aber nicht umziehen: „Ich fühle mich in Dortmund sehr wohl.“

„Der Frühjahrsvolkslauf gehört wie die Tour d‘Energie zu Göttingen und führt in diesem Jahr auf ein erfolgreiches Erlebnis Turnfest hin“, sagte Rainer Hald, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse. Tiedtke war unterdessen beeindruckt, „mit wie viel Dampf die Läufer über zehn Kilometer ins Ziel kommen“ – nicht alle hatten sich am Sonntag zu viel zugemutet.

Ergebnisse

Hier können Sie die Ergebnisse des Frühjahrsvolkslaufs als PDF herunterladen.

2 km Lauf Grundschulen

2 km Lauf weiterführende Schulen

5 km Lauf

5x2 km Staffel

10 km Lauf

Halbmarathon

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
30. Göttinger Frühjahrsvolkslauf
Bei der 30. Auflage des Frühjahrsvolkslaufes nahmen besonders viele Schüler und Bambini teil.

Es war zwar ungewöhnlich heiß, doch ansonsten schrieb die 30. Auflage des Göttinger Frühjahrsvolkslaufes eine Erfolgsgeschichte: Es gab einen Teilnehmerrekord mit 3795 Startern, eine rege Beteiligung der Schulen - und vor allem viel gute Laune im Jahnstadion Göttingen.

mehr
02.12.2016 - 20:20 Uhr

Die VW-Kritik an Wolfsburgs Sportchef Klaus Allofs hat für klärende Gespräche im VfL-Aufsichtsrat gesorgt. Das Gremium rief intern zur Ordnung auf, formulierte aber auch deutlich Erwartungen an Allofs. Zudem wurde bestätigt: VW plant keine Änderungen des Engagements.

mehr
Hardenberg Klassika Gartenmarkt