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„Jetzt kann kein Verein mehr tricksen“

Tischtennis „Jetzt kann kein Verein mehr tricksen“

Wer ist der beste Tischtennisspieler aus dem Eichsfeld und der Region? Der sogenannte „QTTR-Wert“ gibt darüber objektiven Aufschluss. TTR steht für „Tischtennis-Rating“, auf der Basis von „TTR-Werten“, die die Spielstärke repräsentieren, das „Q“ für Quartal.

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Routinier Reinhard Wucherpfennig schlägt in der Bezirksoberliga für den TSV Seulingen aktuell mit einem QTTR-Wert von 1786 auf.

Quelle: Niklas Richter

Eichsfeld. Seit knapp fünf Jahren werden die Ergebnisse aller Spieler von der Bundesliga bis zur Kreisklasse erfasst. „Der QTTR-Wert dient dazu, jeden Akteur bundesweit einheitlich nach Leistungsstärke einzusortieren“, erklärt Reinhard Wucherpfennig vom Bezirksoberligisten TSV Seulingen. Als Staffelleiter der Klassen von der Kreisliga bis zu den Kreisklassen begrüßt Wucherpfennig das System. „Früher wurden die Spieler in bestimmte Leistungsgruppen aufgeteilt. Das führte aber dazu, dass manche bei Turnieren in unteren Klassen gemeldet haben, um dort zu gewinnen“, erklärt er. Dies ist nun nicht mehr möglich. Bei Turnieren werden die Klassen nach QTTR-Werten eingeteilt - ein zu niedriges Melden wird dadurch vermieden.

Durch das System, in dem die Werte tagesaktuell erfasst werden, sei es auch für ihn als Staffelleiter einfacher, den Überblick zu behalten und die Spieler einzusortieren, sagt Wucherpfennig. Derjenige Akteur mit dem höchsten QTTR-Wert muss das erste Einzel spielen, auch die folgenden Positionen richten sich nach den Punkten der jeweiligen Spieler. „Jetzt kann kein Verein mehr tricksen“, bestätigt er.

In die Wertung fließen alle Ergebnisse aus dem offiziellen Spielbetrieb - seien es Punktspiele, Pokalpartien oder Turniere - mit ein. Für gewonnene Duelle gibt es Plus-, für verlorene Matches Minuspunkte. Deren Höhe richtet sich nach dem Wert des jeweiligen Gegners. „Das System erfasst allerdings nur Sieg oder Niederlage und nicht, ob man drei oder fünf Sätze gespielt hat“, erklärt Stefan Nolte, Mannschaftsführer des Bezirksoberligisten TSV Nesselröden. Das veranlasste einige Spieler zu leichter Kritik. „Insgesamt hat sich das System aber bewährt“, betont Wucherpfennig.

In der Bezirksoberliga Süd liegen die Werte zwischen 1600 und 1900 Punkten. Tim-Martin Kujoth von der SG Rhume weist von den Spielern aus dem Untereichsfeld mit 1893 Zählern die höchste Punktzahl auf. Zum Vergleich: Deutschlands Weltklassespieler Timo Boll kommt auf über 2600 Zähler. Damit dürft er theoretisch auch in der Bezirksoberliga aufschlagen. „Für die einzelnen Ligen gibt es keinen Maximalwert“, erklärt Wucherpfennig.

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