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Terminlich kommt der Geburtstag ungelegen

Bovender Herbert Hausknecht feiert 70. Geburtstag Terminlich kommt der Geburtstag ungelegen

Es gibt Termine, die lassen sich nicht beeinflussen - beispielsweise Geburtstage. Eine Einladung absagen ist ja noch eine mögliche Option, doch wenn es der eigene Festtag ist, dann ist man in der Pflicht. Als eine schöne Pflicht empfindet es Herbert Hausknecht, am Freitag, 10. Juni, mit 85 Gästen seinen 70. Geburtstag zu feiern.

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Seit 1980 ist der Bovender Herbert Hausknecht als Parcoursbauer auf nationalen Turnieren unterwegs.

Quelle: Harald Wenzel

Bovenden. Viel Zeit hat der Bovender Parcoursbauer allerdings anschließend nicht. „Am Sonnabend wird dann noch gefrühstückt und dann muss ich los“, erzählt er.

Das hochkarätig besetzte Reitturnier in Fritzlar ist sein Ziel. Dort ist er seit Jahren als Parcourschef im Einsatz und lässt sich dies auch 2016 nicht nehmen, trotz der nicht optimalen Terminlage. „Es hat mehrere Familienfeiern gegeben, die ohne mich stattgefunden haben. Da ist meine Frau dann allein hingefahren.“

Helma Hausknecht hat das zeitaufwändige Hobby ihres Mannes immer mitgetragen, zumal auch die beiden gemeinsamen Kinder Antje und Jörg sich früh für den Reitsport begeisterten. „Jörg und Antje sind geritten, meine Frau hat die Pferde gefahren und ich habe den Parcours gebaut“, berichtet der Bovender, der an den Wänden in seinem Büro eigentlich keinen Platz mehr für Erinnerungsstücke hat, die er von zahlreichen Turnieren mitgebracht hat.

Auch von ihm existieren Bilder hoch zu Ross, denn Hausknecht ist früher selber M-Springen geritten. „Wir hatten zu Hause Landwirtschaft, da war es irgendwie selbstverständlich, dass man geritten ist“, erzählt der Bovender. Selbstverständlich war es für ihn auch schon seither, ehrenamtlich zu arbeiten. 1973 übernahm er in Bovenden seinen ersten Posten als Sportwart. Doch damit nicht genug. „Klaus Lohmann, ein älterer Bekannter hat dann zu mir gesagt, ich sollte doch Richter auf Turnieren werden und hat mich zum Kehr geschickt, wo ich an einem Lehrgang teilnehmen sollte“, erinnert sich Hausknecht. Dazu ist es nicht gekommen, wohl aber zum Parcours bauen. „Ich habe damals bei Otto Manfred Hack hospitiert.“ 1980 durfte Hausknecht dann eigenverantwortlich bis zur Klasse M aufbauen. Nur drei Jahre später legte er in Wahrendorf seine Prüfung für die S-Klasse ab.

Von diesem Zeitpunkt an war es mit der Freizeit im Hause Hausknecht vorbei. Denn das Familienoberhaupt war inzwischen auch Vorsitzender in Bovenden, als Sportwart im Kreisreiterverband Göttingen tätig und Vorsitzender vom Jagdgenossenschaftsverband. Seit 2012 ist er Vorsitzender des Bezirkspferdesportverbandes Braunschweig.

Selber steigt er inzwischen nicht mehr aufs Pferd und lässt andere für sich laufen. Inzwischen läuft er selber, zweimal die Woche, um sich fit zu halten. Und geht jetzt auch schon einmal zu einem Reitturnier nur als Besucher, wie zuletzt in Nörten. Mindestens ebenso wie die Leistungen der Reiter interessiert ihn dann der Aufbau des Parcours, der kritisch beäugt wird. Und Fachgespräche darüber gibt es auch. „Ich kenne die ganzen Spitzenreiter ja schließlich schon seit Jahren.“

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