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Tim-Marlow Gawor ist weider für die BG Generals im Einsatz

American Football Tim-Marlow Gawor ist weider für die BG Generals im Einsatz

Er hatte gerade mal drei Jahre Football-Erfahrung. Dennoch hat sich Tim-Marlow Gawor fast auf Anhieb auch in den USA durchgesetzt. In seinem Austauschjahr in Stafford, Virginia, wurde er Stammspieler der ersten Mannschaft, die in der sogenannten Tripple A – also der höchsten Spielklasse – antritt.

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Nach einem lehr- und erfolgreichen Jahr in den USA wieder für die BG Generals am Football: Tim-Marlow Gawor.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Am Sonntag steht er wieder in seiner Heimat auf dem Feld. Um 15 Uhr treten die Generals im Maschpark im Oberliga-Spitzenspiel gegen die Hamburg Ravens an.  

„Football in Deutschland und in Amerika – das sind zwei Welten“, sagt der 18-Jährige. Sechsmal in der Woche, von Montag bis Freitag jeweils vier Stunden, am Sonnabend zweieinhalb Stunden, trainieren die „Black Hawks“ (schwarze Habichte) der Brook Point High School. 22einhalb Stunden – und das neben dem Besuch einer Ganztagsschule.  

Aber nicht nur die Trainingsdauer, auch die Professionalität, die Härte und die Disziplin, mit der im amerikanischen High School Football (vergleichbar mit dem deutschen Junioren-Vereins-Fußball) zu Werke gegangen wird, beeindruckten Gawor tief. „Jede Minute ist verplant“, so der Gieboldehäuser, „alles wird fotografiert und anschließend bis ins kleinste Detail analysiert“. Die Spieler seien extrem schmerzunempfindlich; ein Mitspieler habe sich während des Spiels die Hand gebrochen und trotzdem weitergemacht. Die Disziplin sei eisern; wer nicht mitziehe, dürfe bestenfalls Strafrunden um den Platz laufen, um anschließend beim Training nur zuzugucken – schlimmstenfalls fliege er raus.

Für Gawor wirkte sich diese Kompromisslosigkeit jedoch positiv aus – ihr verdankt er seinen Platz in der ersten Mannschaft. Chefcoach Tommy Buzzo suspendierte nämlich zwei seiner Spieler und suchte nach Ersatz in der Zweiten. Dort, wo Gawor spielte. Und weil sich der Deutsche zwar nicht durch sein Football-Verständnis – „da sind mir die Amerikaner meilenweit voraus“, gibt er ohne Umschweife zu – aber durch seinen Willen sowie durch seine Athletik auszeichnete, bekam er seine Chance. Und nutzte sie. Als Middle Linebacker – eine Art Libero – kam er zum Einsatz, und zwar in allen Spielen, die übrigens stets Freitagabend vor rund 1500 Zuschauern stattfinden.

„Es ist unglaublich, was ich über Football gelernt habe“, sagt der 1,85 Meter große und 93 Kilo schwere Gawor. Wie man die gegnerische Aufstellung liest, um den kommenden Angriffszug zu antizipieren, wie man reagiert, wenn sich ein Gegenspieler nähert, wie man einen gegnerischen Blockversuch abwehrt. Bei letzterem Manöver, dem sogenannten „Rip Move“, habe der Trainer sogar auf die richtige Daumenstellung geachtet, ist der ehemalige Bezirksliga-Fußballer noch heute erstaunt.

Seit dem 18. Juni ist Gawor wieder in Südniedersachsen, spielt – obwohl er eigentlich noch Jugendlicher ist – für die Herrenmannschaft der BG 74 Generals. „Wir können Tim auf allen Positionen einsetzen“, lobt Co-Trainer Moris Brinkwerth, „er ist extrem athletisch, super schnell und zeigt unglaublichen Einsatz.“  Den möchte Gawor am liebsten in der nächsten Saison wieder in den USA zeigen. Denn er hat sich für ein Stipendium beworben, um ein weiteres Jahr an der High School spielen zu können, um anschließend vielleicht seinen großen Traum – Football am College zu spielen – verwirklichen zu können. 

Von Hauke Rudolph

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