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Tischtennis-Bezirkspokal: Torpedaner räumt Altherren-Riege des TSC ab

Schiller gewinnt Turnier im Alleingang Tischtennis-Bezirkspokal: Torpedaner räumt Altherren-Riege des TSC ab

Die Geschichte der Bereichsendrunde des Tischtennis-Bezirkspokals ist schnell erzählt. Das Finale gewann Torpedo mit 5:4 gegen Gastgeber TTC und darf nun beim Bezirksfinale antreten. Doch den sportlichen Stellenwert der Veranstaltung demonstrierten einige Klubs auf ihre Art.

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Jan Dirk Krumbach scheitert im Pokalfinale mit Gastgeber TTC am Lokalrivalen Torpedo.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Die Bovender Spitzenakteure ziehen andere Freizeitaktivitäten vor – der BSV schickte eine verstärkte Kreisliga-Mannschaft vorbei. Und der Einbecker Spitzenspieler – bester Akteur der Bezirksoberliga teilte mit, er reise „deswegen nicht extra von seinem Wohnort an“. Da war es noch ein glücklicher Umstand, dass beide Teams nicht gleich gegeneinander spielten und am Ende das Spiel um Platz drei bestritten (5:0 für Einbeck).

Das Finale bot vor allem Altherren-Sport. Sicherlich sind die dort gezeigten Leistungen der Spielklasse angemessen, aber die meisten Akteure sind bereits einige Jahrzehnte in den Tischtennis-Hallen des Bezirks unterwegs. Nur einer fällt heraus: Torpedos Lennart Schiller. Erfreulicherweise macht gerade er den Unterschied aus. Der Nachwuchsspieler zeigte seinen Gegnern, was eine Harke ist und gewann für sein Team dieses Turnier praktisch im Alleingang.Nach seinen drei Siegen im Finale über die TTCer Keitel, Loncar und Krumbach wünscht man sich mehr junge Spieler von seiner Qualität.

Aber der Tischtennis-Sport blutet immer mehr aus, und viele Entscheidungsträger suchen nach Möglichkeiten, die Disziplin attraktiver zu machen.  Eine Überlegung am Rande dieses Turniers ist, auch Punktspiele in Turnierform zu organisieren.

Reinhold Wegener vom ausrichtenden TTC hält das für eine interessante Idee: „Dann ist sicherlich viel mehr los in der Halle.“ Und TTC-Mannschaftsführer Jan Dirk Krumbach ergänzt: „Kein schlechter Gedanke, das reduziert die Anzahl der Spieltermine und erzeugt natürlich auch mehr Stimmung in der Halle.“ Für Bereichsleiter Ralf Kellner könnten derartige „Event-Spieltage“ schon passen, allerdings „ist das eher was für höhere Klassen, die am Wochenende spielen. Und man müsste natürlich das Spielsystem anpassen, für Sechserteams kommt so etwas kaum in Frage“, glaubt er. Und der Regionsvorsitzende Wolfgang Böttcher gibt zu bedenken: „Nicht alle Vereine haben ausreichend große Hallen, da müsste man hinsichtlich des Spielortes ganz flexibel sein.“

Einig sind sich fast alle Beteiligten, dass etwas passieren muss. Damit sich Spieler wie Lennart Schiller in Zukunft wieder mit Gleichaltrigen messen können.

Von Ralph Budde

►Kommentar: Zuschauer verprellt

Im Vergleich zu anderen Sportarten gehen Tischtennisspieler ihrem Sport weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit nach. Die Aktiven wünschen sich mehr Zuschauer und Stimmung in den Hallen. Doch den Kontakt mit dem Publikum hat die stark überalterte Spielergemeinde längst verloren.

Beim Pokal-Bereichsfinale zogen es die Akteure des letzten Einzels vor, sich zunächst noch das vorhergehende Match anzusehen. Offenbar nahmen sie an, dass die Zuschauer Feuer und Flamme für den folgenden ausgiebigen Einspielvorgang der beiden Akteure sein würden.

Gespräche oder Sitzplatzwechsel der Zuschauer zogen des öfteren böse Blicke der hoch konzentrierten Spieler nach sich, bisweilen wurde sogar lautstark um Ruhe ersucht. Beim Öffnen einer Flasche am Catering-Tisch stand der Übeltäter kurz vor dem Hallenverweis. Doch wenn Zuschauer mucksmäuschenstill sein müssen und erst nach dem Ballwechsel klatschen dürfen, wird das nichts mit mehr Stimmung.

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