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Tischtennis: Justas Galatiltis spielt seit 2005 für die SG Lenglern

„Als Freund und Spieler unverzichtbar“ Tischtennis: Justas Galatiltis spielt seit 2005 für die SG Lenglern

Er kann es immer noch: Wenn Justas Galatiltis vom Tischtennis-Verbandsligisten SG Lenglern nach raffiniertem Aufschlag seine ansatzlos geschlagene Rückhand einsetzt, ist für den Gegner meist alles zu spät. Seit zehn Jahren ist der gebürtige Litauer in Lenglern eine feste Größe und als Spitzenakteur nicht mehr wegzudenken.

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Justas Galaltiltis zelebriert einen  seiner gefürchteten Aufschläge.

Quelle: Pförtner

Lenglern. Als Zehnjähriger hat er in seiner Heimatstadt Vilnius mit Tischtennis angefangen, dort in der höchsten Liga gespielt. Sein Sportstudium führte ihn schon einmal für ein Jahr nach Deutschland, wo er für einen Leipziger Klub spielte und nebenbei Deutsch lernte. Mittlerweile Mitglied der litauischen Nationalmannschaft, vermittelte ihn ein beim MTV Jever spielender Landsmann 2005 nach Lenglern, wo die SG mit seiner Hilfe größere sportliche Ziele erreichen wollte. „Die Fahrtkosten habe ich erstattet bekommen, und das zusätzliche kleine Salär war für mich als Student natürlich hochwillkommen“, so Galatiltis. Die sportlichen Pläne der SG erfüllten sich damals nicht, und der heute 31-Jährige wechselte für zwei Jahre nach Wennigsen.

Kontakt nach Lenglern reißt nie ab

Doch etwas war geblieben. Galatiltis: „Ich hatte in Lenglern sehr schnell Freunde gefunden, und der intensive Kontakt riss in den folgenden zwei Jahren nie ab.“ 2008 kam der diplomierte Sportlehrer zurück nach Lenglern, zwei Jahre später siedelte er mit seiner Frau und seinem damals zweijährigen Sohn nach Göttingen über. „Besonders für meine Frau war das nicht leicht, aber wir waren hier sofort voll eingebunden, alle haben sich toll um uns gekümmert.“
Zunächst als Heizungsbauer tätig, machte Galatiltis nebenbei den Führerschein für Lastkraftwagen und fand dann eine Stelle bei einem Paketdienst. Seine Frau und seine mittlerweile zwei Söhne sind hochzufrieden: „Das Leben in Göttingen ist im Vergleich zu Vilnius ruhiger, auch sicherer. Und die Perspektiven für unsere Kinder sind hier einfach besser als in Litauen, auch wenn es dort sichtbar vorangeht“, berichtet Galatiltis. Zweimal im Jahr fährt die Familie zu den Eltern in die Heimat. „Ein kleiner Trost dafür, dass sie nicht hier sind und ihre Enkel aufwachsen sehen“, sagt Galatiltis, der zu Hause mit seiner Familie litauisch spricht, aber wie seine Frau und sein älterer Sohn auch fließend Deutsch beherrscht.

Die integrative Kraft des Sports wird im Fall Galatiltis besonders deutlich: „Wir sind hier fast schon wie eine Familie, machen auch viel außerhalb des Tischtennis’ – es ist einfach schön.“ Finanzielle Gründe für sein Engagement bei der SG seien nicht ausschlaggebend: „Ich bekomme noch eine kleine Kostenpauschale, aber das spielt eigentlich keine Rolle.“ Justas Galatiltis ist in Göttingen angekommen. Kontakte zu anderen litauischen Familien, aber auch über die beiden Kinder tun ein Übriges. Beim Schrauben an alten Autos und Motorrädern schaltet er mal ab und ist überzeugt, dass für ihn und seine Familie alles sehr gut gelaufen ist.

„Regelrecht zusammengewachsen“

Arbeit und Familie haben etwas an der sportlichen Leistung gekratzt – und das nagt schon ein wenig an seinem Ehrgeiz. Aber das ist in Lenglern nur ein Aspekt. „Justas ist hier als Freund und Spieler unverzichtbar“, sagt sein Doppel-Partner Karsten Henkel, „wir sind hier regelrecht zusammengewachsen.“ Und da hat Justas Galatiltis als Sympathieträger der SG Lenglern auch noch eine gute Nachricht: „Auch wenn es derzeit so aussieht, dass wir absteigen: Ich werde definitiv bei meiner Mannschaft hier in Lenglern bleiben.“

Von Ralph Budde

Courage nicht belohnt

In der Tischtennis-Verbandsliga hat die SG Lenglern gegen die Topklubs aus Badenstedt und Oker hart um jeden Punkt gefightet. Zum Punktgewinn reichte es trotzdem nicht.

Badenstedter SC – SG Lenglern 9:6. Zumindest ein Zähler hätte die SG für ihren couragierten Auftritt verdient gehabt, aber beim 5:4 nach dem ersten Durchgang schafften die Gastgeber gleich vier Siege in Folge und erzwangen dadurch die entscheidende Wende. Das Glück, das Galatiltis und Argut bei ihren Siegen in der Spitze trotz 1:2-Satzrückstand entwickelt hatten, verflüchtigte sich gegen Ende der Partie. Es blieb bei den weiteren Punkten durch Galatiltis/Henkel, Kunze und Neumann (2).

SG Lenglern – VfL Oker 4:9. Phasenweise musste man schon genau hinschauen, um festzustellen auf welcher Tischseite die Spieler des Titelanwärters und auf welcher die des Schlusslichts standen. Galatiltis/Henkel hatten ihr Doppel gewonnen, Galatiltis in seinem ersten Einzel klar gepunktet. Und als Argut gegen den Top-akteur der Liga, Kostadinov, einige Matchbälle herausspielte, schien die SG an diesem Tag einiges reißen zu können. 

Doch der VfL-Routinier setzte sich mit etwas Glück durch und brachte Oker damit in die Erfolgsspur. Beim 2:5 tat Steffen Neumann dann das, was man mit einem Ersatzspieler in dieser Liga tun muss: Er schoss ihn glatt ab. Und auch Argut machte noch einen hart erkämpften Punkt. Doch das war es dann, Lenglern spielte einmal mehr auf Augenhöhe, blieb aber wieder ohne Punktgewinn. So ist der Abstieg wohl bald besiegelt. rab

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