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Torpedo Göttingen kauft indische Expertinnen ein

Tischtennis Torpedo Göttingen kauft indische Expertinnen ein

In der kommenden Tischtennis-Saison werden die Torpedo-Damen nach ihrer souveränen Regionalliga-Meisterschaft in der 3. Liga antreten. Antreten müssen, denn insgeheim hatten Klub und Spielerinnen sogar auf einen Start in der 2. Liga spekuliert.

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Geht künftig für Torpedo auf Punktejagd: die bundesligaerfahrene indische Nationalspielerin Shamini Kumaresan.

Quelle: Straede

Göttingen. Um auch in der neuen Liga für Furore zu sorgen, baut Torpedo künftig auf die indischen Spitzenspielerinnen Shamini Kumaresan und Mousumi Paul.

Die Entscheidung, dass das Bundesliga-Unterhaus den Spielbetrieb unterhalb der Sollstärke aufnehmen wird und Torpedo somit in der 3. Liga spielen wird, ist jüngst gefallen. Ein Hochrücken der Göttingerinnen hätte aus der 3. Liga allerdings endgültig eine Farce gemacht.

Denn dort haben sich nur sechs Klubs gemeldet, von denen – und das ist die gute Nachricht – bislang noch keiner vorzeitig zurückgezogen hat. Die Saison startet im September. Bei den Herren ist dagegen der erste Rückzug bereits offiziell.

Da die Wettspielordnung einen Ausgleich mit der Süd-Staffel nicht hergibt, bleiben für die Torpedanerinnen in der kommenden Saison lediglich fünf Heimspiele, zehn Begegnungen insgesamt. Viel Aufwand für vergleichsweise wenig Sport also, das muss das junge Team nun so akzeptieren.

Die Spielerinnen beginnen am Sonnabend, 26. September, mit einer Heimpartie gegen den Vorjahresvierten Rödinghausen. Das erste Auswärtsspiel steht am Sonntag, 4. Oktober, in Großburgwedel an. Die weiteren Gegner kommen aus Bremen, Kiel und – neben Göttingen einziger Aufsteiger – Düsseldorf.

Die typischen Vornamen der gegnerischen Spielerinnen in dieser Liga sind normalerweise entweder Lin, Qian und Ying Ni, oder Irina, Tamara und Kateryna. Denn nur mit bezahlbaren deutschen Kräften ist auf diesem Level sportlicher Erfolg kaum zu generieren.

In dieser Hinsicht geht Torpedo einen etwas anderen Weg: die zukünftigen Spitzen-Akteurinnen heißen Shamini und Mousumi und kommen aus Indien. Beide halten sich zu Trainingseinheiten in Deutschland auf und treten in dieser Zeit für Torpedo an. Kumaresan schaffte als Teilnehmerin bei der vergangenen Weltmeisterschaft in Suzhou den Einzug in die Hauptrunde, in der vergangenen Saison bestritt sie einige Spiele für den Bundesliga-Aufsteiger Bad Driburg.

Die Westfalen hatten die 27-jährige indische Nationalspielerin vom Champions-League-Sieger und Deutschen Meister TTC Eastside Berlin verpflichtet. Bei den Hauptstädterinnen war sie als fünfte Kraft im Team zu drei Erstliga-Einsätzen gekommen.

Paul ist laut indischer Rangliste die Nummer sieben, in Deutschland war die 30-Jährige bislang noch nicht aktiv. Da Torpedo nur jeweils eine außereuropäische Spielerin einsetzen darf, müssen sich sich beiden abwechseln. Da mit Kateryna Kiziuk, Marie-Sophie Wiegand und Diana Rogusina die Leistungsträgerinnen der Aufstiegssaison gehalten wurden, hat Torpedo ein schlagkräftiges Team zusammen, das zudem auch noch auf Constanze Schlüter und Johanna Wiegand zurückgreifen kann.

Wie sich die Göttingerinnen am Ende schlagen, hängt zu einem gehörigen Teil auch davon ab, mit welchen Aufstellungen die jeweiligen gegnerischen Klubs antreten werden. Fest steht nur, dass Torpedo bereits vor dem ersten Aufschlag den Klassenerhalt geschafft hat.

Von Ralph Budde

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