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Torwart-Routinier Martin Post zieht Söhre den Zahn

Auch ohne Training überragend Torwart-Routinier Martin Post zieht Söhre den Zahn

Im Mai 2014 schien die bis dato 34-jährige Handballkarriere des Martin Post ihr Ende gefunden zu haben. Eigentlich wollte der Torwart damals gegen Nord-Edemissen zum letzten Mal zwischen den Pfosten stehen. Gut für die Jahner, dass das Urgestein dieses Vorhaben nicht umgesetzt hat.

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Torwart-Titan: Martin Post leistet dem TV Jahn Duderstadt immer noch wertvolle Dienste.

Quelle: Pförtner

Duderstadt. Da mit Tymon Trojanski und Magnus Gebhardt derzeit gleich zwei Keeper verletzungsbedingt fehlen und sich für das Verbandsliga-Heimmatch gegen die Sportfreunde Söhre lediglich noch Falko Behre als Torwart einsatzbereit gemeldet hatte, sprang der 49-jährige Post in die Bresche. Der Routinier kam rund eine Viertelstunde vor Schluss bei einem 13:16-Rückstand und mit ihm die Wende. Als ob er nie weggewesen wäre, parierte Post mehrfach glänzend und war damit ein maßgeblicher Faktor für die Aufholjagd und den späteren 22:21-Sieg.

„Am nächsten Tag habe ich meine Knochen schon ein bisschen gemerkt“, gibt der Fahrlehrer  zu und schmunzelt dabei. Bereits in der vergangenen Saison half Post zweimal aus, und auch dieser Einsatz hat dem Keeper richtig „viel Spaß“ gemacht. Mit Erfahrung und Auge kompensierte er mangelnde Spielpraxis. Im Tor steht Post nämlich nicht mehr, auch nicht im Training. „Donnerstags spiele ich mit meinen ehemaligen Mitspielern und Freunden Fußball, aber das ist eher Seniorensport“, verrät er und lacht dabei.

Duderstadts neuer Trainer Ilija Puljevic bedankte sich vorher und nachher beim so erfahrenen Rückhalt, der schon zu Zweitliga-Zeiten das Tor der Eichsfelder hütete. Da dem Verbandsligisten ab Januar mit dem neu verpflichteten Julian Zwengel sowie Falko Behre im Normalfall zwei Keeper zur Verfügung stehen,  rechnet Post so schnell nicht damit, wieder das Trikot überstreifen zu müssen. Sollte das TV Jahn-Urgestein, dessen Töchter Franziska und Emma  ebenfalls das Handballtor hüten,  künftig aber erneut gebraucht werden, steht der 49-Jährige wieder zur Verfügung: „Sollte sich jemand verletzen, helfe ich gerne aus.“

Anschließend wird Post sich jedoch seiner Familie stellen müssen. „Meine Töchter sind meine härtesten Kriktiker. Meine Mutter hat mich nach dem Spiel gefragt, ob alles heil ist, und meine Frau hat schon angekündigt, dass sie mir die Koffer vor die Tür stellt, wenn ich mich verletze“, verrät der Edeljoker, der seinen Wochenendverdienst  allerdings ganz bescheiden abtut: „Wichtiger war, dass die Mannschaft gewonnen hat. Wenn etwas Ruhe einkehrt, kann sie noch einige Plätze gutmachen.“

Von Christian Roeben

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