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Traditionelles Schießen mit Holzbögen bei 1. Harster Herbstjagd

Pirsch auf Gummitiere Traditionelles Schießen mit Holzbögen bei 1. Harster Herbstjagd

Vor rund 14000 Jahren erfand der Mensch das Bogenschießen. Seine Bedeutung hat es seither eingebüßt, nicht jedoch seine Faszination. Und so haben im Forst am Weinberg, zwischen Harste und Gladebeck gelegen, 122 Bogenschützen an der 1. Harster Herbstjagd teilgenommen. In vier Klassen – Herren, Damen, Jugend, Schüler – schossen sie in vier Kategorien – Primitiv-, Lang-, Jagd- und Blankbogen – ihre Besten aus.

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Quelle: Pförtner

Harste. Wobei es bei der Veranstaltung, die die Bogensport-Sparte des Schützenvereins Harste ausrichtete, weniger ums Gewinnen, als ums Mitmachen ging: Die Sieger erhielten dann auch keine Geldpreise und Pokale, sondern Präsentkörbe mit Wurstspezialitäten aus der Region.

Geschossen wurde auf Tiere – keine lebendigen natürlich, sondern naturgetreue Nachbildungen aus Gummi. Darunter Hirsch, Hase, Waschbär, Wildschwein, aber auch Eisbär, Krokodil und sogar ein T-Rex, insgesamt 28 verschiedene Exemplare. Für einen Treffer in die sogenannte Kill-Zone gab es 15, für jeden anderen Körpertreffer immerhin noch fünf Punkte.

An einigen der 28 Stationen herrschten erschwerte Bedingungen. An einer mussten sich die Schützen auf eine an Seilen hängende, schwankende Euro-Palette stellen, welche die Schlingerbewegungen eines Bootes simulieren sollte. An einer anderen saßen sie auf einem Sattel, der auf einem Baumstamm lag, schließlich schossen früher unter anderem die Mongolen vom Pferd aus, und das sogar bei vollem Galopp.

„Wir betreiben einen Familiensport“

Ähnlich wie die Reiterkrieger aus Fernost sahen einige Schützen dann auch wild aus – einer hatte ein großes Messer dabei, ein anderer einen Köcher, der aus dem Leib eines toten Fuchses bestand. Aber anders als Dschingis Khans wüste Horden waren die Teilnehmer der Herbstjagd vollkommen friedlich. „Wir betreiben einen Familiensport“, erläuterte Kassenwart Rolf-Dieter Fischer.

„Bei uns geht es nicht so sehr um Leistung, sondern um Spaß, Geselligkeit und gemeinsames Erleben der Natur.“ Bogenschützen sind dann auch echte Naturburschen, wie Spartenleiter Till Habermann berichtete: „So ein Turnier wird durchgezogen, auch wenn es in Strömen regnet.“ Aber Petrus meinte es gut, es herrschte ideales Wetter.    

Futuristisch anmaßende Bögen, die unter anderem mit Visieren, Stabilisatoren und Pfeil-auflagen ausgestattet sind, gab es auf der Herbstjagd nicht zu sehen, genauso wenig wie Exemplare aus Kunststoff oder Aluminium. „Unsere Bögen sind aus Holz“, erklärte Fischer, „weswegen das, was wir machen, auch traditionelles Bogenschießen genannt wird“.

Lob für den Parcours

Oder auch instinktives Schießen, weil die Schützen keinerlei Hilfsmittel verwenden, sondern sich ausschließlich auf ihre Sinne verlassen.

Der Parcours, für den die meisten Teilnehmer rund dreieinhalb Stunden benötigten, erfuhr viel Lob. „Die Attrappen sind so aufgestellt, wie echte Tiere in der Wildbahn stehen würden“, fand Clemens Müller, der extra aus dem mehr als 200 Kilometer entfernten Dortmund angereist war.

Andere Teilnehmer kamen aus Gießen, Kassel, Braunschweig und Hannover. „Der Zuspruch war sehr gut“, zog Habermann zufrieden Bilanz. „Die erste Herbstjagd soll nicht die letzte gewesen sein.“

Von Hauke Rudolph

Pirsch auf Gummitiere: Traditionelles Schießen mit Holzbögen bei der 1. Harster Herbstjagd. ©Pförtner

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