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Trainer Hermann Paar bittet BG 74 zum ersten Training

2. Damenbasketball-Bundesliga Trainer Hermann Paar bittet BG 74 zum ersten Training

„Von mir aus kann die Saison losgehen“, sagt BG-74-Geschäftsführer Richard Crowder, als er das erste Training des Damenbasketball-Zweitligisten mit den beiden neuen US-Amerikanerinnen verfolgt. Acht seiner Schützlinge und zwei Gastspielerinnen hat Coach Hermann Paar um sich geschart.

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Quelle: Heller

Göttingen. Trotz der schweißtreibenden Temperaturen in der Halle des Hainberg-Gymnasiums von deutlich über 30 Grad Celsius dribbeln die Veilchen-Ladies bestens gelaunt übers Parkett, passen sich Bälle zu oder probieren – wie Lucy Thüring und Birte Bencker – eine skurrile Dunking-Variante, bei der der gebeugte Rücken der einen zur Abschussrampe Richtung Korb für die andere wird. Paar schaut dem munteren Treiben mit wohlwollendem Lächeln zu und stellt klar, dass ihm Trainieren in stickig, heißer Halle tausendmal lieber ist als im Büro zu sitzen.

US-Allroundspielerin Joanne Miller und Landsfrau Raven Anderson, die sich bislang nicht kannten, scheinen sich auf Anhieb mit ihren neuen Mitspielerinnen zu verstehen, plaudern und scherzen angeregt mit ihnen und miteinander. Typisch für Amerikanerinnen, die aus US-Megastädten in der südniedersächsischen Provinz landen, schwärmen die aus Los Angeles stammende Miller und die in San Diego aufgewachsene Anderson von Göttingen als einem beschaulichen, gemütlichen und übersichtlichen Ort mit Wohlfühl-Charakter und freundlichen, weltoffenen Menschen.

Die auf allen drei kleinen Positionen einsetzbare 1,73 Meter große Miller, die BG-Teammanager Andreas Fink wegen ihrer Statur und Beweglichkeit sowie ihres Durchsetzungsvermögens an den ehemaligen Veilchen-Star Ofa Tulikihihifo erinnert, hat in ihrer Collegezeit als beste Akteurin der Grambling State University und überragende Spielerin der ersten dänischen Liga bei Lemvig VB in ihrer ersten Profiserie jede Menge Selbstbewusstsein aufgebaut. „Meine Saison in Dänemark war eine tolle Erfahrung. Jetzt suche ich eine neue Herausforderung in der stärkeren deutschen Liga“, begründet die 23-Jährige ihren Wechsel zur BG 74. „Ich möchte mich weiter entwickeln und mit meinen Führungsqualitäten, meiner Basketball-Intelligenz und meinen Scorerfähigkeiten das Team auf einen höheren Level heben und mit Göttingen in die erste Liga aufsteigen“, lautet ihr Anspruch.

Auch die 1,88 Meter große Centerin Anderson hat sich den Aufstieg als Saisonziel gesetzt, äußert sich vor ihrer ersten Profisaison aber zurückhaltender als ihre gleichaltrige Landsfrau, obwohl sie in ihrem Abschlussjahr an der Northern Arizona University mit 12,1 Punkten und 7,5 Rebounds im Schnitt fantastische Werte erzielt hat. „Ich bin sehr aufgeregt und gespannt auf mein erstes Jahr als Profi in Europa. Ich werde jedenfalls mein Bestes geben, um mein Team nach vorne zu bringen“, verspricht sie und berichtet bereitwillig, wie sie zu ihrem ungewöhnlichen Vornamen Raven (Rabe) gekommen ist: „Meine Eltern haben mir erzählt, dass meine Mutter bei meiner Geburt vor dem Fenster einen Raben im Baum hat sitzen sehen – und da war die Sache klar.“

Für ihn sei die Situation bei der BG 74 perfekt, versichert Cheftrainer Paar: „Alle ziehen extrem gut mit, und sechs Wochen Vorbereitung ist genau das, was ich mit vorgestellt habe. Ich bin sehr gespannt auf die Saison. Sehr wichtig für mich ist, dass die Mädchen richtig Spaß haben.“ Paar freut sich, dass er während der ersten Trainingstage auf die Erstliga-Spielerinnen Katarina Flasarova (2012/13 bei der BG 74 unter Vertrag) von Aufsteiger Panthers Osnabrück und Kierra Mallard von den Hurricanes Rotenburg zurückgreifen kann. Sie halten sich in Göttingen fit, da ihre Klubs erst nächste Woche mit dem Teamtraining beginnen. „Momentan sind nur acht meiner Spielerinnen da, weil einige wie Vera König und Jenny Crowder im Urlaub sind und Britta Daub bei der U-18-EM. Mit Katarina und Kierra habe ich die Möglichkeit, im Training Fünf gegen Fünf spielen zu lassen“, erläutert er.

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