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Trotz Bronze: Obernfelder Radballer verpassen WM-Teilnahme knapp

Hallenradsport-WM Trotz Bronze: Obernfelder Radballer verpassen WM-Teilnahme knapp

Mit zwei Bronzemedaillen kehrte der RV Stahlross Obernfeld von den Deutschen Hallenradsport-Meisterschaften in Lübbecke (NRW) zurück ins Eichsfeld. André und Manuel Kopp wurden im Radball ebenso Dritte wie das Gespann Jennifer Kopp/ Anna Meseke im Radpolo.

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Medaille geholt, WM-Teilnahme verpasst: Manuel (l.) und André Kopp (M.), hier in einer früheren Partie gegen Großkoschen.

Quelle: Schneemann

Lübbecke/Eichsfeld. Eine Platzierung auf dem Treppchen war das, was sich die Obernfelder Radballer vorgenommen hatten, und dennoch überwog hinterher die Enttäuschung. Durch eine Finalteilnahme hätten sich die Kopps für die WM in Malaysia Ende November qualifiziert. Dazu hätte ein Sieg im letzten Gruppenspiel gegen den späteren Sieger Eberstadt gereicht, und danach sah es auch lange aus. Erst 30 Sekunden vor dem Ende gelang dem Gegner der 2:2-Ausgleich, der die Obernfelder WM-Träume zerstörte. Auch das abschließende souveräne 6:3 im Duell um Rang drei gegen Iserlohn vor rund 1500 Zuschauern konnte die Kopps kaum aufmuntern.

 
„Die Enttäuschung über die verpasste WM-Teilnahme ist größer als die Freude über Bronze“, gab Manuel Kopp anschließend zu. Immerhin – durch den Auftritt in Westdeutschland fuhren die Stahlrösser zum vierten Mal in Folge eine Medaille bei nationalen Titelkämpfen ein. „Auch das muss man erstmal schaffen“, unterstrich der Teamsprecher.

 
Dessen Partner André war in der Partie gegen den RMC Stein (1:5) nach einem Abwehrversuch so unglücklich mit dem Kopf auf die Latte des umgestürzten Tores gefallen, dass er mit einer Platzwunde ins Krankenhaus gebracht werden musste. Ersatzmann Raphael Kopp übernahm, doch André Kopp zeigte sich hart im Nehmen. Nachdem die Wunde mit zwei Stichen genäht worden war, ließ er sich flugs wieder in die Halle bringen, um gegen Gärtringen (2:1) wieder auf das Feld zu fahren. Mit einem 4:1 gegen die überraschend starken Iserlohner waren die Obernfelder gut in das Turnier der besten deutschen Teams gestartet.

 
Die Medaille war am Ende jedoch „nur ein ganz kleines Trostpflaster“, wie Manuel Kopp zugab. Es wäre das erste Mal gewesen, dass die Eichsfelder Deutschland bei einer WM vertreten hätten. Nun fliegen sie zwar in rund fünf Wochen nach Südostasien, aber nur als Ersatz.

 
Freuen konnten sich hingegen Anna Meseke und Jennifer Kopp. Die Radpolo-Spielerinnen, die sich beide in der Woche zuvor noch mit einer Erkältung herumgeplagt hatten, setzten sich gegen Wetzlar (5:2) und den Zweiten Reideburg (5:1) durch. Hätten das Duo beim unglücklichen 2:3 gegen den späteren Champion Frellstedt I bei einer 2:1-Führung nicht gleich zwei Viermeter verschossen, wäre sogar noch mehr möglich gewesen.

 
Da sich die Obernfelderinnen auch gegen die Frellstedter Zweitvertretung nach 0:3-Rückstand noch knapp mit 3:4 geschlagen geben mussten, sprang am Ende für sie Platz drei heraus. Kopp/Meseke lagen mit sechs Punkten aus vier Spielen punktgleich mit Frellstedt II, wiesen aber mit 15:10-Treffern im Schlussklassement die leicht bessere Tordifferenz auf als der Vierte (16:13).

 

Von Christian Roeben

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