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Überragender Knudsen führt TV Jahn zum Sieg

Handball-Regionalliga Überragender Knudsen führt TV Jahn zum Sieg

Es wird einige Zeit dauern, bis Stephan Albrecht, Trainer des Handball-Regionalligisten TV Jahn Duderstadt, realisiert haben wird, was am vergangenen Sonnabend in der Mündener Gymnasiumhalle passierte. Zum ersten Mal in einem Pflichtspiel gewannen die Eichsfelder bei der TG Münden. 26:25 (14:12) stand es nach 60 spannenden und jederzeit kurzweiligen Spielminuten.

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Unsanft gestoppt: Duderstadts Dennis Knudsen wird hier von Mündens Matthias Linke (rechts) zu Fall gebracht. Der Däne war mit zwölf Treffern der erfolgreichste Werfer.

Quelle: Vetter

600 Zuschauer mussten in der vollbesetzten Halle eng zusammenrücken, angesichts der Minusgrade, die draußen herrschten, kein Problem. Den Fans sollte es aber auch darüberhinaus angesichts der packenden Partie noch tüchtig warm werden.
Den ersten Hitzeschub bekam allerdings Stephan Albrecht: Nach fünf Minuten – die Mündener führten deutlich mit 4:0 – signalisierte ihm sein Spielmacher Mark Tetzlaff, dass er starke Kopfschmerzen habe und auf keinen Fall weitermachen könne. Doch die Eichsfelder waren wild entschlossen, sich nicht vom Weg abbringen zu lassen. Der grippegeschwächte Marco Krist saß nur zur „Abschreckung“ auf der Bank – an einen Einsatz war zu keiner Phase der Begegnung zu denken. Als dann auch noch Nerijus Kesilis nach einem Foul an Janis Pavlovics mit der Roten Karte (26.) sehr hart bestraft wurde, schien es, als sollte es wieder nichts mit dem so sehnlichst erhofften Auswärtssieg werden.
Weit gefehlt, der TV Jahn, der zeitweise in einer Formation auf dem Parkett stand, die selbst der Trainer noch nie gesehen hatte, fightete, als ginge es ums nackte Überleben. Allen voran Dennis Knudsen und Lukas Kobusinski auf dem Parkett und Christian Wedemeyer zwischen den Pfosten. Das Trio schien mit telepathischen Fähigkeiten seine Mannschaftskameraden mitzureißen. Dies gelang auffallend gut beim pfeilschnellen Carlos Swoboda, der mit cleveren Aktionen auf Rechtsaußen für viel Unruhe in der Mündener Abwehr sorgte.
Der TV Jahn entwickelte wahren „Teamspirit“ (insbesondere bei Unterzahlsituationen), von dem sich der Gegner, selbst Routiniers wie Andrij Doktorovych und Florin Luca, sichtlich beeindruckt zeigte. „Wir müssen uns fragen, warum wir nicht in der Lage waren, gegen eine stark dezimierte Duderstädter Mannschaft zu bestehen“, so ein total enttäuschter Mündener Trainer Peter Rommel, der mit seiner Crew im Vorfeld viel Aufwand betrieben hatte, „wir aber nur kleine Schritte vorwärts machen“, zeigte sich der Coach ernüchtert und entschuldigte sich bei den Mündener Fans für die Vorstellung seiner Crew.
Dazu gab es für Jahn-Coach Stephan Albrecht keinerlei Veranlassung. Er bedankte sich bei den gut 150 mitgereisten Anhängern, die die Partie von der ersten bis zur letzten Spielminute genießen konnten. „Es war eine tolle Atmosphäre, die Fans haben hundertprozentig hinter uns gestanden, zuletzt sind wir auf dem Zahnfleisch gegangen. Die Jungs liegen jetzt in der Kabine und sind wahrscheinlich zu schwach, den Kronkorken von der Bierflasche zu entfernen“, so ein überglücklicher Albrecht.
TG Münden: Gumulla, Petrauskas (nur bei Siebenmetern eingesetzt) – Jungermann, Endig, Luca (5), Grambow (9/1), Eisenbach (1), Linke, Doktorovych (2), Ditzel (4), Andreassen, Pavlovics (4).
TV Jahn Duderstadt: Wedemeyer – Bogott, Heim (3), Kesilis (1), Knudsen (12/3), Kobosinski (5), Nass (1), Sandrock (1), Swoboda (3), Tetzlaff.
Stationen: 4:0 (5.), 5:3 (11.), 8:6 (15.), 9:8 (17.), 12:12 (26.), 12:14 (30.) – 14:18 (39.), 17:20 (48.), 17:21 (49.), 20:22 (53.), 23:25 (58.), 25:26 (60.).

Von Vicki Schwarze

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