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Viel Lob für Otto Bock

Paralympics 2012 Viel Lob für Otto Bock

„Die Athleten sollen das Herz von allem sein, was wir tun. Wenn die Athleten im August 2012 nach London kommen, dann können sie sich vollkommen darauf konzentrieren, die beste Leistung ihres Lebens abzuliefern.

Um den Rest kümmern wir uns.“ Chris Holmes ist sich der Tragweite seiner Worte 553 Tage vor der Eröffnung der Spiele durchaus bewusst, denn mit einem Lächeln fügt der Direktor der paralympischen Belange im Organisationskomitee für die Olympischen Spiele 2012 in London an: „Wir werden uns an dieser Aussage messen lassen.“ Eine „unglaublich wichtige Voraussetzung“ für das Erreichen dieses selbstgesteckten hohen Ziels, sei der technische Service für die Athleten. „Die Technik ist essentiell. Dank der Übereinkunft mit Otto Bock, als technischer Dienstleister zu fungieren, können wir das garantieren“, betont Holmes während der gestrigen Pressekonferenz im Otto-Bock-Science-Center in Berlin.

Das mediale Interesse war immens: Nicht nur deutsche Top-Titel wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung entsendeten Berichterstatter, auch die englischen Traditions-Blätter Daily Mirror und The Times ließen Reporter einfliegen. Es waren sicherlich die Hochkaräter auf dem Podium, das vom Präsidenten des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) Sir Philip Craven komplettiert wurde, und der erste gemeinsame Auftritt des Londoner Organisationskomitees gemeinsam mit Otto Bock, das die großen Titel auf den Plan rief.

Holmes nutze die Chance, um die Entwicklung des Sponsoring bei den Paralympics zu betonen. „Alle großen Förderer des IOC bringen sich auch bei den Paralympics ein. Mit der Supermarktkette Sainsbury’s, wo am Wochenende fast ein Drittel aller Engländer einkaufen, haben wir einen weiteren immens wichtigen Sponsor gefunden. So tragen wir die Paralympics in die Gesellschaft.“ Dem stimmte auch Otto Bocks Marketing-Chef Helmut Pfuhl zu: „Die Paralympics bringen das Thema Inklusion auf sympathische Weise in die gesellschaftliche Diskussion.“

Einer stellte die Funktionäre allerdings ein wenig in den Schatten. Doch ganz im Geiste der paralympischen Familie freuten sich Craven und Co. darüber. Denn im Fokus sollen die Sportler stehen. Und gestern die Informationen eines überaus erfolgreichen Athleten: dem zweifachen WM-Goldmedaillengewinner Heinrich Popow. Vor drei Wochen gewann der 27-Jährige deutsche Ausnahme-Athlet im neuseeländischen Christchurch Gold über die 100 Meter und im Weitsprung der einseitig oberschenkelamputierten (T42).

Beliebt ist der Sportler besonders deswegen, weil er Fakten so prägnant auf den Punkt bringt. Die Bedeutung des Otto-Bock-Deals für die Athleten beschreibt der Wahl-Leverkusener so: „Die Sportler fragen nach der Anreise bei den Paralympics als erstes nach der Kantine und dem Internet-Café, und dann gleich nach Otto Bock.“ Der technische Service sei von ungeheuer großer Bedeutung: „Wir trainieren konzentriert für das Highlight, das alle vier Jahre stattfindet und arbeiten auch an der mentalen Stärke. Das ist alles abgeschlossen, wenn wir zu den Wettkämpfen fahren. Wenn dann aber im entscheidenden Moment die Prothese nicht optimal funktioniert, nützt das ganze Training nichts mehr.“ Zu seinen Technikern Tino Hartmann und Jens Nörtemann sagt er: „Wir sind mittlerweile Freunde geworden, vertrauen uns hundertprozentig.“

Welche Bedeutung Otto Bock in der paralympischen Familie hat, unterstrich IPC-Präsident Craven: „Wenn ich hierher komme, dann fühle ich mich, als ob ich nach Hause komme.“ Bei solchen Worten scheint es fast unmöglich, dass die Zusammenarbeit des IPC mit seinem Kooperationspartner Otto Bock, die im Sommer 2012 endet, nicht verlängert werden wird. Vielleicht erneut um vier Jahre, wie zuletzt in Peking 2008 geschehen.
Einen Termin in diesem Jahr sollten sich Sport-Enthusiasten vormerken, empfahl Holmes: „Am 9. September 2011 beginnt der Kartenvorverkauf.“ Tickets und Infos gibt es unter: www.tickets.london2012.com

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