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Vom Probetraining zur WM

Tanzen Vom Probetraining zur WM

In der Tanzschule Krebs tackern 26 Füße Tango zur Filmmusik von „Fluch der Karibik“. Dass dabei manche Schritte noch unsicher wirken und manche Formationen unstrukturiert, hat einen guten Grund: Formationstanz ist für fast alle der 13 Aktiven, die am öffentlichen Probetraining teilnehmen, Neuland.

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Konzentriert bei der Sache: Beim Formationstanzen kommt es auch auf Synchronität und Körperbeherrschung an.Foto: Bänsch

Quelle: Arne Bänsch

Göttingen. „Jeder muss klein anfangen. Und wenn man sich hocharbeitet, kann man irgendwann auch ganz oben ankommen“, sagt Leif-Erik Gerich. Der 23-Jährige finde am Formationstanz „die Synchronität und Körperbeherrschung faszinierend“. Seine Teilnahme am Probetraining des Göttinger Tanzsportteams, einer Kooperation aus TSC Schwarz-Gold, ASC 46 und der Tanzschule Krebs, hat ein bisschen etwas von einem Casting. Denn je nach Leistung können die Nachwuchs-Tänzer den Formationen A bis C zugeteilt werden.

„Unter Leistungsdruck stehe ich deshalb aber nicht“, lächelt Gerich. Cheftrainer Markus Zimmermann sieht dies ganz ähnlich - und sagt in Anspielung auf die Fernseh-Sendung „Germany´s Next Topmodel“: „Es geht uns nicht darum, dass am Ende jemand ein Foto erhält oder nicht. Sondern darum, Spaß am Tanzen zu vermitteln.“

Der 47-Jährige betont: „Wenn jemand Motivation und den Willen mitbringt, zu trainieren und sich zu verbessern, ist das viel wichtiger als das reine Können.“ Insgesamt freute sich der Gesamtkoordinator über regen Zuspruch an den beiden öffentlichen Trainingsterminen: 38 Interessierte nahmen das Angebot wahr - die Jüngsten unter ihnen elf Jahre, die Ältesten mehr als doppelt so alt.

Zimmermann zufolge werden fast alle Interessierten nach den Ferien in der C-Formation starten, mit zwei Trainingseinheiten wöchentlich. Dass es von dort aus allerdings ganz schnell aufwärts gehen kann, demonstrierte Rebecca Feider: Sie nahm 2016 am Probetraining teil - und tanzt nun für die A-Formation, die sogar bei Weltmeisterschaften startet.

Solch ambitionierten Ziele hegt Sophia-Klara Mutz vorerst nicht. Für sie ist das Training eher ein persönliches Casting: „Es geht mir darum, herauszufinden, ob Formationstanzen für mich das Richtige ist oder nicht“, erklärt sie. Nach einer guten Stunde mit Tango, langsamem Walzer, Lernfortschritten und Lächeln ist ihre Tendenz eindeutig: „Ja, ich will“, sagt die 17-Jährige, die - wie auch viele andere der Aktiven - etwa zwei Jahre Tanzerfahrung mitbringt. „Freunde haben mir dann mal erzählt, wie viel Spaß Formationstanz macht.“

Am Formationstanz reize Cheftrainer Markus Zimmermann nicht zuletzt die Tatsache, dass es eine der wenigen Sportarten sei, die „Männer und Frauen gemeinsam betreiben“. Sein Zwischenfazit, das er an die Gruppe richtete, lässt durchaus positiv in die Zukunft blicken: „Die Ausrichtung ist noch nicht ganz perfekt“, verdeutlichte er nach einer guten Stunde Training, um dann hinzuzufügen: „Aber das wird.“ th

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