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Wasserratten auf Goldmission

Kanupolo Wasserratten auf Goldmission

Die Kanupolo-Nationalmannschaft hat ein Trainingscamp in Göttingen abgehalten. Der neue Damen-Bundestrainer Klaus Schmalenbach leitete das Training der 15 Nationalspielerinnen.

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Heimspiel beim Trainingslager: Margret Neher bereitet sich mit der Damen-Nationalmannschaft vor.

Quelle: Wenzel

Göttingen. Mit dabei waren auch die Göttinger Spielerinnen vom GPC, Tina Glöckner, Katharina Kruse und Margret Neher, sowie die ehemalige Leinestädterin Tonie Lenz, die jetzt für dem Alster-Canoe-Club Hamburg im Boot sitzt. Das Wochenendprogramm bestand aus Fitness- und Techniktraining am und auf dem  Kiessee und in der Schwimmhalle des Hochschulsports. Vor den Testspielen wurden Kinderspiele wie Fangen und Brennball mit Booten im Wasser umgesetzt. Mit rasender Geschwindigkeit pflügten die Spielerinnen auch noch in der letzten Trainingseinheit durchs Wasser, als wäre es ihre erste.

 
Der neue Bundestrainer Klaus Schmalenbach ist gar nicht mal so neu im Kanusport. Von 1996 bis 2006 trainierte er bereits die Herren-Nationalmannschaft und war zuvor selbst Spieler. Nachdem der ehemalige Damen-Coach Lars Wolf aus privaten Gründen zurückgetreten ist, war die Stelle vakant. Der gebürtige Münchner Schmalenbach lebt und trainiert mittlerweile in Coburg und hat sich bereit erklärt kurzfristig einzuspringen. Jedoch behält er sich vor, das Amt weiterzuführen. Die Spielerinnen würden ihren neuen Trainer jedoch gerne auf Dauer behalten, sagt jedenfalls die Göttingerin Margret Neher. Die Kanutin lobt Schmalenbach: „Er ist ein super Trainer, weiß mit allen umzugehen und bringt stets neue Aspekte ins Training.“ Das Herz der 28-jährigen Kanupolo-Spielerin schlägt vorwiegend für den athletischen Kanu-Rennsport. Ihre Konzentration liegt derzeit auf der Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio 2016.

 
Dennoch möchte sich Neher nicht für eine Disziplin entscheiden: „Ich liebe einfach Wassersport.“ Besonders der Charme einer Randsportart ziehe die erfolgreiche Kanutin zum Kanupolo. Durch die „internationale Community“ zahlreicher Turniere besitzt der Sport einen großen sozialen Gesichtspunkt. Sollte sich Neher im April für Rio qualifizieren, muss sie sich aufgrund zeitlicher Überschneidungen zwischen Kanupolo und dem Rennsport entscheiden.

 
Der zehnköpfige Kader für die Weltmeisterschaft steht zwar noch nicht, aber Schmalenbach findet Neher durch ihren harten Wurf und die herausragende Athletik sehr stark. „Eine gute Kanupolo-Spielerin zeichnet natürlich eine gute Paddeltechnik und sichere Bootsbeherrschung aus. Sie sollte angstfrei spielen, um auch mal ein Risiko eingehen zu können. Vor allem ein sehr flexibler Wurf ist entscheidend, da die Beine eingeschränkt sind“, erklärt Schmalenbach.
Bislang kann die Damen-Nationalmannschaft auf eine überaus erfolgreiche Historie zurückblicken: Mit fünf WM-und sechs EM-Titeln steht Deutschland auf der Weltrangliste ganz oben. Nächstes großes Ziel der Damen ist im August die Weltmeisterschaft auf Sizilien. Bis dahin gilt es, sich bei drei Turnieren des ECA-Cups in Polen, Belgien und Frankreich vorzubereiten.

Von Severin Senge

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