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Wasserrutsche und Höhenmeter

„Wurmberg-Challenge“ Wasserrutsche und Höhenmeter

Er sorgt gemeinsam mit seinem Organisationsteam dafür, dass vor, während und nach der am 21. Oktober erstmals ausgetragenen „Wurmberg-Challenge“ in Braunlage alles glatt geht. Der Seeburger Markus Schreier, selbst begeisterter Extrem-Hindernislauf-Athlet, ist in seinem Element, wenn es um das Rennen geht.

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Braunlage. Schreier ist Mitglied der Harzer Keiler. Doch der deutschlandweit beliebte „Harzer Keiler Run“ in Hörden am Harz konnte in diesem Jahr nicht stattfinden. „Grund war die Terminkollision mit anderen Veranstaltungen in der Region“, erklärt Schreier. Einen extremer Hindernislauf sollte trotzdem stattfinden.

Einzel- und Teamwertungen

Bei der Wurmberg-Challenge am 21. Oktober werden drei Strecken angeboten. Auf Kinder zwischen acht und 15 Jahren wartet der zwei Kilometer lange „Würmchenlauf“. Der etwas mehr als zwölf Kilometer lange „Kill me“-Lauf ist ab 16 Jahren freigegeben. Beim „Kill me again!“-Wettstreit müssen die Teilnehmer zwei Runden und damit etwas mehr als 24 Kilometer zurücklegen. Neben der Einzelwertung wird es auch einen Teamwettbewerb sowie Sonderwertungen geben. Jeder Läufer, der ins Ziel kommt, erhält eine Medaille. Auf die Gewinner der verschiedenen Klassenwertungen warten Trophäen und weitere Preise.

Die Idee dazu kam Schreier bereits im vergangenen Jahr. Nach einem Gespräch mit Ulrich Schwedhelm, dem Besitzer des 971 Meter hoch gelegenen Ausflugsziels „Wurmberg-Alm“, stand der Entschluss schnell fest: Ein neuer Hindernislauf in der Region musste her.

„Als ich die Idee meinen Teamkollegen von den Harzern Keilern vorgeschlagen habe, waren einige bereit, mitzuhelfen“, erinnert sich Schreier.

Der Wille und die Euphorie, einen neuen spektakulären Wettbewerb ins Leben zu rufen, waren das eine - die offiziellen Wege zu beschreiten das andere. „Als ich der Stadt Braunlage zum ersten Mal von unserer Idee berichtet habe, herrschte noch Skepsis. Viele haben Vorbehalte, weil sie Hindernisrennen mit Militär verbinden. Und es geht auch um naturschutzrechtliche Aspekte “, erläutert der 46-jährige Seeburger.

Doch als Schreier seine Pläne im Detail erläuterte, fiel die Reaktion anders aus als erwartet: „Ich dachte, die schmeißen mich in hohem Bogen raus. Aber sie haben zugestimmt und gemeint: Das passt wie die Faust auf´s Auge.“

Doch mit der Zustimmung der Stadt fing die Arbeit für Schreier und sein Team erst an. Einfach eine Strecke planen und mit ein paar Hindernissen versehen, so einfach lässt sich ein Lauf nicht mal eben ins Leben rufen. „Ich musste alleine 24 Genehmigungen einholen. Das habe ich etwas unterschätzt“, berichtet Schreier schmunzelnd. Umweltschutzaspekte und naturschutzrechtliche Aspekte mussten berücksichtigt werden, auch Bau- und Ordnungsamt stellten Anforderungen: „Das ging soweit, dass wir erklären mussten, wie wir den Müll und das Spülwasser entsorgen und woher wir das Holz und Stroh für die Hindernisse beziehen.“

Das neu gestaltete Rennen fand sofort großen Anklang. Nur eine Stunde, nachdem im Januar die Online-Anmeldung freigeschaltet worden war, hatten sich bereits 700 Läufer registriert. Das Limit liegt bei 1500 Erwachsenen und 200 Kindern. Die Organisatoren hätten gerne 3000 Läufer mit ins Boot geholt, aber das sei aufgrund von Vorgaben der Stadt nicht möglich gewesen, verrät Schreier.

Der selbstständige Seeburger will mit seinem Team - insgesamt werden zwischen 80 und 120 Helfer im Einsatz sein - die eigenen Erfahrungen mit einfließen lassen, um Sportlern und Zuschauern eine unvergessliche „Wurmberg-Challenge“ zu bieten. Start und Ziel werden im Kurpark sein, „um möglichst viele Zuschauer mit einzubinden“. Für den Anfang haben sich die Macher gleich etwas besonderes ausgedacht: Schon unmittelbar nach dem Start wird es nass, denn es soll in den Kurparkteich gehen.

Neben bekannten Hindernissen - insgesamt werden auf dem Weg hinauf auf den Wurmberg und wieder zurück 20 davon warten - wie Strohpyramiden wartet auch eine 35 Meter lange Wasserrutsche, die abwärts ins Tal führt. Beim höchsten Hindernislauf Norddeutschlands müssen pro Runde 1100 Höhenmeter überwunden werden. „Alleine das ist schon eine Herausforderung“, betont Schreier. Dazu gilt es, zu klettern, schwimmen und zu hangeln und pro Runde rund 370 Treppenstufen zu meistern. „Das gibt schön straffes Bindegewebe“, kündigt Schreier lachend an. Dazu müsse man die Jahreszeit beachten. Ende Oktober könne es auf dem Wurmberg schon ein paar weiße Flocken schneien, warnt er.

Ohne gute Vorbereitung sei der Lauf nicht zu meistern. „Wir wollen ihn aber so gestalten, dass man ihn auch als Nicht-Profi schaffen kann“, betont Schreier. Zusätzlicher Anreiz für die Athleten: Die „Wurmberg-Challenge“ gehört zur „OCR Series“, der einzigen professionellen Serie für Hindernisläufe in Deutschland. Somit können auch EM- und WM-Qualifikationspunkte ergattert werden.

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