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Wieder Gold

Kanupolo Wieder Gold

Seit Sonntag kann sich die Göttinger Studentin Katharina Kruse als zweifache World-Games-Siegerin bezeichnen: Mit der deutschen Kanupolo-Nationalmannschaft der Frauen holte sie im polnischen Breslau wie vor vier Jahren in Kolumbien Gold. Im Anschluss wurde bis spät in die Nacht gefeiert.

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Katharina Kruse, Lukas Richter und Tonie Lenz (von links) holen bei den World Games im Kanupolo Goldmedaillen.

Quelle: dpa

Göttingen/Breslau. Im eigens angemieteten Klub stieg eine gemeinsame Party mit dem Kanupolo-Nationalteam der Herren - denn auch das Herrenteam verteidigte durch einen 4:1-Erfolg gegen Italien seinen Titel aus dem Jahr 2013. Die Frauen-Mannschaft schlug im Finale die französische Auswahl nach einem spektakulären Auftritt mit 5:0.

Wie bereits beim 6:1-Erfolg im Halbfinale gegen den amtierenden Weltmeister Neuseeland spielte die Frauen-Nationalmannschaft im Endspiel wie aufgezogen. Bereits nach wenigen Sekunden stand es 1:0, danach traf Kruse zum 2:0 und zum 3:0. Weil auch die Defensive funktionierte und die Torhüterin Fabienne Thöle einen Sahnetag erwischt hatte, wurde es nicht mal mehr ansatzweise brenzlig, obwohl sich Frankreich in der zweiten Hälfte steigerte.

„Wir haben Frankreich beim ECA-Cup schon mal mit 7:2 bezwungen und wussten dadurch, dass wir dazu in der Lage sind“, berichtet Kruse am Tag danach. „Die Stimmung hat gepasst, wir haben uns gepusht.“ Für viele war die 26-Jährige beste Spielerin des Endspiels, das auf Sport1 live übertragen wurde.

„Wir haben uns gesagt: Jetzt wird es wichtig“

Nervöser sei die Mannschaft vor dem Halbfinale gegen den Weltmeister Neuseeland gewesen - doch auch in dieser Partie machte Deutschland schon früh alles klar. „Wir haben uns gesagt: Jetzt wird es wichtig“, unterstreicht Kruse. Noch in den Gruppenspielen hatten die Deutschen knappe Niederlagen gegen die späteren Gegner kassiert. „Wir haben kleine individuelle Fehler abgestellt. Beispielsweise lag ein Paddel im Weg und hat der Spielerin den Ball aus der Hand geschlagen. So etwas.Solche Unkonzentriertheiten passieren, wenn man die Dinge zu locker nimmt“, sagt Kruse. In die entscheidenden Partien sei man zwar mit Respekt gegangen, aber auch mit dem Bewusstsein: „Die sind definitiv zu schlagen!“

Lenz und Kruse müssen zur Dopingkontrolle

Gold gab es durch den 5:0-Finalsieg auch für die gebürtige Göttingerin Tonie Lenz, die genauso wie Kruse früher für den Göttinger Paddler-Club (GPC) aktiv war und nun für den Alster-Canoe-Club (ACC) in Hamburg spielt. Beide wurden im Anschluss für die Dopingprobe ausgelost, sodass Kruse das Herren-Finale auf einem winzig kleinen Monitor verfolgen musste. Die 28-jährige Lenz durfte in Begleitung einer Doping-Kontrolleurin von der Tribüne aus zusehen, denn schließlich kämpfte ihr Freund Lukas Richter, ebenfalls ehemaliger GPCer und heute für den ACC am Ball, um Gold - und das erfolgreich. Richter steuerte einen Treffer zum 4:1-Erfolg der Deutschen bei, und nun hat Hamburg das ersehnte Gold-Pärchen: Eine Boulevardzeitung hatte Lenz und Richter bereits im Vorfeld zum Kanupolo-Traumpaar stilisiert.

Nach der Abschlusszeremonie habe man im gemieteten Klub gefeiert und sei dann um 3.30 Uhr ins Bett gefallen, berichtet die Lehramtsstudentin Kruse. Mit Kolumbien 2013 könnten die World Games 2017 allerdings nicht verglichen werden. „Kolumbien war krasser“, erzählt Kruse, „aber unter den Athleten war die Stimmung total nett“.

Am kommenden Wochenende geht es bereits weiter, dann tritt der ACC bei einem Turnier in Dänemark an. Danach steht die Deutsche Meisterschaft auf dem Programm, gefolgt von der EM. Kann sich Kruse nach dem Erfolg von Breslau überhaupt noch motivieren? „Die Weltmeisterschaft habe ich noch nicht gewonnen“, sagt sie - da hat ihr Tonie Lenz etwas voraus. Die nächste Chance gibt es im August 2018.

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