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„Wir müssen uns nicht verabreden“

Magerhans-Schwestern spielen schon seit der Minihandball-Zeit für den TSV Landolfshausen „Wir müssen uns nicht verabreden“

Es ist kein Druckfehler, wenn in der Torliste des Handball-Regionsoberligisten TSV Landolfshausen gleich dreimal der Name Magerhans auftaucht. Tanja (23 Jahre), Katja (20) und Iris (19) sind, wann immer es Beruf und Schule zulassen, für den TSV im Einsatz – und das seit frühester Kindheit.

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Kein Vorbeikommen: Katja, Iris und Tanja Magerhans (v.l.) auf der rechten Landolfshäuser Abwehrseite.

Quelle: Theodoro da Silva

Landolfshausen. „Wir sind eigentlich immer da“, sagt Tanja, die als Älteste natürlich zuerst – mit sechs Jahren – zum Handball gegriffen hat. Es dauerte nicht lange und ihre Schwestern waren auch dabei. Iris, die Jüngste, ging mit drei Jahren regelmäßig zum Training. „Die erste Zeit war ich da aber noch fehl am Platz“, sagt die Abiturientin der Geschwister-Scholl-Gesamtschule. Eine längere Auszeit hat sich nur Katja gegönnt, die ein Jahr in den USA verbracht und im Bundesstaat Texas Basketball und Softball gespielt hat, für eine Handballmannschaft aber meilenweit hätte fahren müssen. Die beiden anderen Schwestern sind, bis auf kurze Ausflüge zum Frauenfußball, dem Handball treu geblieben. Tanja versorgt nebenbei noch vier Pferde, Hund und Katze und baut gerade in Mackenrode mit ihrem Freund „ein sehr altes Haus“ um. Deshalb hat sie auch ihren Jugendtrainer-Job beim TSV an ihre jüngste Schwester weitergegeben.

Mutter Beatrice Magerhans stand von Beginn an hinter dem sportlichen Engagement ihrer Töchter, sie sitzt noch heute am Kampfrichtertisch. „Bei manchmal drei Spielen am Wochenende hat sie auch dreimal Taxidienst übernommen“, erinnern sich die jungen Frauen. Im Auto lagen immer Sportklamotten und Schuhe, so dass eine der gerade spielfreien Töchter zur Not einspringen konnte.  „Für Handball durften wir alles ausfallen lassen. Allerdings war Handball auch für unsere Mutter ein Druckmittel uns gegenüber“, erinnern sie sich.

Längst entscheiden sie selbst und versuchen, den Spagat zwischen Schule, Beruf und ihrem Sport zu schaffen. Das gelingt bei Tanja, die Tierpflegerin am Deutschen Primatenzentrum ist, und Katja (Krankenpflegeschülerin am Weender Krankenhaus) nur bedingt. Beide müssen regelmäßig am Wochenende arbeiten.  Daher sei für sie die Regionsoberliga, mit Begegnungen in der näheren Umgebung, auch die richtige Spielklasse.

Seit Saisonbeginn spielen die drei Magerhans-Schwestern gemeinsam in der Damenmannschaft. Die erste Zeit des Zusammenspielens sei schwierig gewesen, gibt Iris zu. Dass sie sich während der beiden Trainingseinheiten und am Spieltag oft bis zu dreimal in der Woche sehen, finden alle gut. „Wir müssen uns nicht verabreden, sehen uns aber trotzdem oft und können uns austauschen“, sagt Tanja. Alle drei sind inzwischen zu Hause ausgezogen, treffen sich aber regelmäßig bei ihrer Mutter. Dort ist Handball immer ein Thema.

Früher war es auch mal die Feuerwehr. „Da habt ihr doch nur mitgemacht, weil ihr im Sommer so gern ins Ferienlager nach Potzwenden gefahren seid“, sagt Handball-Fachwartin Astrid Böning mit einem Augenzwinkern. Seine Reiselust lebt das Trio mit dem Team demnächst wieder aus, dann geht es zum Beachhandball nach Dangast.

Von Kathrin Lienig

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