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Wo Kassel ist, möchte Göttingen hin

Fußball beim KSV Hessen Wo Kassel ist, möchte Göttingen hin

Es ist nicht irgendein Team, gegen das Fußball-Landesligist SVG am morgigen Sonnabendvormittag zum Testspiel antritt: Der KSV Hessen Kassel erlebt momentan in Nordhessen einen Boom, unter anderem weil das Team von Mirko Dickhaut in dieser Saison nach Jahren der Stagnation die Fühler nach der 3. Liga ausstreckt.

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Seltener Vergleich mit Göttingen: Hessen Kassel 2006 mit dem heutigen Konditionstrainer Dominik Suslik (l.) im Jahnstadion.

Quelle: SPF

Die Herbstmeisterschaft ist bereits unter Dach und Fach, bei einem Spiel Rückstand führen die „Löwen“ die Tabelle mit zwei Punkten Vorsprung vor dem Rivalen Darmstadt 98 an. Neue Tribüne, zum Teil 10 000 Zuschauer, sportlicher Erfolg – die SVG hat sich für die Testpartie, die um 10 Uhr auf dem Kunstrasenplatz am Auestadion beginnt, einen dicken Fisch geangelt.
Da wo Kassel ist, möchte Göttingen auch irgendwann einmal wieder sein: in der vierthöchsten Spielklasse mit Tuchfühlung zur 3. Liga. Während jedoch der morgige Gegner aus Hessen nach Konkurs und Neubeginn 1998 einen Marsch durch die Spielklassen startete und 2006 in die Regionalliga aufstieg, ist der Göttinger Fußball heute meilenweit vom Profifußball entfernt. Das Jahnstadion liegt brach, ein Team mit langfristiger sportlicher Perspektive, ein Identifikationsobjekt, ist auch im Hinblick auf die notorische fußballerische Kleinstaaterei in Göttingen nicht in Sicht.

So trifft der KSV morgen auf einen Landesligisten, der zusammen mit drei anderen Klubs als höchstklassig spielender Göttinger Verein firmiert. SVG-Trainer ist seit Beginn der Saison der ehemalige KSV-Spieler und Ex-Bayern-Profi Carsten Lakies, der als guter Bekannter von „Löwen“-Trainer Mirko Dickhaut das Testspiel eingefädelt hat. „Der KSV wird definitiv aufsteigen“, sagt Lakies über den Ex-Klub. „Ich habe in dieser Saison viele Spiele gesehen, in denen der KSV nicht besser war als der Gegner und trotzdem gewonnen hat. Solche Mannschaften steigen auf.“ Kassel lebe unter anderem von seiner individuellen Klasse. Torjäger Bauer sei „immer für ein Tor gut“, Sturmpartner Damm „macht auch seine Hütte“, Gaede und Mayer seien im Mittelfeld herausragend.

Dagegen setzt Lakies morgen auf ein Team, das hinten anfällig, nach vorn jedoch „bärenstark“ sei. „Wir sind spielerisch die beste Offensive der Liga“, unterstreicht der Coach. „Wir schießen viele Tore, kriegen aber auch zu viele.“ Illner (Grippe) und Timucin (Bluterguss) fallen noch zwei bis drei Wochen aus, dafür sind Käschel und Bruns wieder dabei. Mit einem oder mehreren Gastspielern, Defensivakteuren, wollte man sich gestern Abend noch einigen. „Das Hauptaugenmerk liegt gegen den KSV darauf, zu verhindern, dass sie uns aus der Welt schießen“, sagt Lakies. Außerdem komme es nicht auf das Ergebnis, sondern darauf an, „wie sich die Jungs präsentieren“.

Unterdessen bestätigte Roland Emme-Weiß, 2. Vorsitzender der Schwarz-Weißen, den Rauswurf von Theodor Koch. Der Stürmer hatte sich bei der SVG krank gemeldet, jedoch ein Probetraining beim VfB Oldenburg bestritten. Lakies dementierte, dass wegen eines Lehrgangs zum Fußballlehrer sein Vertragsende im Sommer automatisch das Aus am Sandweg bedeutet. „Der Schein fängt bereits im Mai an, da müsste ich ja schon im Mai bei der SVG aufhören.“ Er erfülle aber seinen Vertrag, und im Sommer sehe man weiter.

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